CrowdStrike-Aktie heute deutlich tiefer - Aktiensplit viertelt den Kurs
CrowdStrike hat erstmals einen Aktiensplit umgesetzt und die Zahl der ausstehenden Aktien vervierfacht. Das müssen Anleger wissen.
Werte in diesem Artikel
• CrowdStrike führt 1:4 Aktiensplit durch
• Depotwert bleibt unverändert, Stückkurs wird rechnerisch geviertelt
• Operative Stärke und stabile Kundenbindung stützen die Erholung der Aktie
Anleger von CrowdStrike haben heute deutlich mehr Anteile in ihren Depots, denn erstmals in der Konzerngeschichte hat das Cybersicherheitsunternehmen seinen Aktienkurs gesplittet. Der Handel auf splitbereinigter Basis wird nun erstmals am heutigen Donnerstag erfolgen.
Das Unternehmen teilt jede Aktie im Verhältnis vier zu eins - wer das Papier zum Stichtag am 25. Juni im Depot hielt, bekam somit nach Börsenschluss am 1. Juli drei zusätzliche Aktien eingebucht. Damit sinkt der Stückkurs jeder einzelnen Aktie rechnerisch auf ein Viertel. Am Wert des Investments ändert die Maßnahme nichts.
Was sich für Anleger wirklich ändert
Praktisch ändert sich für Bestandsanleger wenig. Die Zahl der Aktien vervierfacht sich, der Stückkurs viertelt sich, der Depotwert bleibt gleich. Aus dem Schlusskurs vom 1. Juli an der NASDAQ von 772,74 US-Dollar wird damit rechnerisch rund ein Viertel, also etwa 193,12 US-Dollar je Anteil. So zeigte sich die CrowdStrike-Akie an der NASDAQ am Donnerstag letztlich bei 193,98 US-Dollar und damit etwas höher.
Ein niedrigerer Stückpreis kann den Einstieg optisch erleichtern und kleinere Sparraten oder den Kauf ganzer Stücke vereinfachen, an der Bewertung des Konzerns ändert er nichts. Auch die Gewichtung in marktkapitalisierungsgewichteten Indizes bleibt unberührt, weil dort der Börsenwert zählt, nicht der Stückkurs.
Warum der Split gerade jetzt kommt
Der Split markiert zugleich das vorläufige Ende einer Aufholjagd. Am 19. Juli 2024 verteilte CrowdStrike ein fehlerhaftes Update seiner Falcon-Software, das rund 8,5 Millionen Windows-Rechner lahmlegte und als einer der größten IT-Ausfälle der Geschichte Flugverkehr, Banken, Kliniken und Behörden weltweit traf. Die Aktie stürzte von 343 US-Dollar am Tag vor dem Ausfall auf ein Tief von 218 US-Dollar Anfang August, ein Verlust von mehr als einem Drittel des Börsenwerts. Von dort arbeitete sich der Kurs wieder deutlich nach oben. Erst diese Erholung schuf die Ausgangslage, in der ein Split überhaupt sinnvoll wurde.
Hintergrund der Kapitalmaßnahme ist damit also ein stark gelaufenes Börsenjahr. Im bisherigen Jahresverlauf hat die CrowdStrike-Aktie an der NASDAQ bereits 49,56 Prozent zugelegt.
Geschäfte laufen gut
Operativ lieferte CrowdStrike dazu Rekordzahlen: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 30. April 2026 endete, stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 1,39 Milliarden US-Dollar und lag über dem Konsens von 1,36 Milliarden US-Dollar. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr hob das Management auf 5,91 bis 5,96 Milliarden US-Dollar an.
Dass sich der Kurs so kräftig erholen konnte, liegt auch an der Stabilität des Geschäfts. Nach dem Ausfall versuchten Wettbewerber, CrowdStrike Marktanteile abzunehmen. Gelungen ist das kaum: Die Bruttokundenbindung lag im Quartal nach dem Ausfall bei 97 Prozent und zuletzt erneut auf diesem Niveau. Für ein Abogeschäft ist diese Quote der entscheidende Beleg dafür, dass die Kunden trotz des Vorfalls geblieben sind, und sie stützt die wiederkehrenden Umsätze, die das Management zuletzt um 24 Prozent auf 5,51 Milliarden US-Dollar steigerte.
Claudia Stephan, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 19.07.19 | CrowdStrike A Overweight | Barclays Capital | |
| 19.07.19 | CrowdStrike A Buy | Needham & Company, LLC | |
| 08.07.19 | CrowdStrike A Outperform | Oppenheimer & Co. Inc. | |
| 08.07.19 | CrowdStrike A Overweight | Barclays Capital | |
| 08.07.19 | CrowdStrike A Buy | Needham & Company, LLC |