ServiceNow-Aktie springt nach oben: Erholungsversuch erhält Rückenwind von mehreren Seiten
Die ServiceNow-Aktie bekommt Rückenwind: Dabei gibt es gleich mehrere Treiber für den zuletzt kräftig unter die Räder gekommenen Titel.
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Die ServiceNow-Aktie stieg im Handel an der NYSE um 6,57 Prozent auf 105,80 US-Dollar. Damit blieb der Titel weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 211,48 US-Dollar, doch eine Serie positiver Analystenkommentare gab der Aktie noch vor den nächsten Quartalszahlen neuen Schwung. Für Anleger sind das gute Nachrichten, denn seit Januar haben sie bereits ein Minus von rund 35 Prozent in ihren Depots.
BTIG sieht substanziellen Wandel in der KI-Wahrnehmung
Auslöser für den Kurssprung am Mittwoch ist eine Kundennotiz von BTIG-Analyst Allan Verkhovski, der seine Kaufempfehlung bekräftigte und das Kursziel bei 150 US-Dollar beließ, was einem Aufwärtspotenzial von rund 45 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau entspricht. Verkhovski beschreibt den Wandel in der Marktwahrnehmung der KI-Strategie des Unternehmens vor den Quartalszahlen als substanziell. Der Analyst verweist auf frühzeitige Vertragsverlängerungen bestehender Kunden sowie darauf, dass Kunden beim Wechsel zu neuen KI-Tarifen zweistellige Preiserhöhungen akzeptieren. Zudem verschiebe sich der Fokus des Unternehmens stärker auf das obere Kundensegment.
Guggenheim und Bernstein liefern zusätzlichen Rückenwind
Guggenheim-Analyst John DiFucci stufte die Aktie darüber hinaus von Neutral auf Buy hoch und nannte ein Kursziel von 125 US-Dollar, ein Aufschlag von etwa 26 Prozent auf den Vortagesschluss. Nach seiner Einschätzung eröffnet der jüngste Kursrückgang Anlegern die Chance, ein profitables, weiterhin zweistellig wachsendes Unternehmen zu einem attraktiven Bewertungsniveau zu kaufen, auch wenn er selbst vor einer schnellen KI-Monetarisierung warnt. Bernstein SocGen Group bekräftigte parallel seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 236 US-Dollar und verweist auf zunehmend leichtere Vergleichswerte im zweiten Halbjahr 2026, nachdem das US-Bundesgeschäft im Vorjahr unter Sparmaßnahmen und einem Regierungsstillstand gelitten hatte.
Accenture-Partnerschaft unterstreicht die KI-Ambitionen
Zusätzlichen Auftrieb gab die Partnerschaft mit dem Beratungskonzern Accenture. Am 29. Juni 2026 stellten beide Unternehmen laut gemeinsamer Pressemitteilung ein Angebot vor, das Sicherheits- und Risikomanagement-Dienste auf der ServiceNow-KI-Plattform mit einer KI-gestützten Migrationslösung von Accenture verbindet, über die Kunden von veralteten Sicherheitsplattformen wechseln sollen. Ziel ist es, Kosten und Komplexität bei der Modernisierung von Risikosystemen zu senken, während Cyberangriffe laut den Unternehmen zunehmend schneller ablaufen.
Ob sich der positive Trend hält, bleibt abzuwarten. Bis dahin bleibt der Kurs anfällig für weitere Schwankungen in beide Richtungen.
Claudia Stephan, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 25.07.19 | ServiceNow Outperform | BMO Capital Markets | |
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| 31.01.19 | ServiceNow Outperform | Cowen and Company, LLC | |
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