Gewinnmitnahmen

Speichersektor unter Druck: Aktien von SanDisk und Western Digital geben deutlich nach


Speichersektor unter Druck: Aktien von SanDisk und Western Digital geben deutlich nach

Speicherwerte die SanDisk und Western Digital geraten am Dienstag am Aktienmarkt unter die Räder. Hintergrund sind eigentlich phänomenale Konkurrenzzahlen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

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462.75 EUR -38.05 EUR -7.60 %

  • Samsungs Quartalsgewinn liegt beim Neunzehnfachen des Vorjahreswerts.
  • Dennoch geraten SanDisk- und Western Digital-Aktien vorbörslich unter Druck.
  • Der Speichersektor reagiert mit Gewinnmitnahmen nach einer Rekordrally.
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Dass Südkoreas Speicherchipriese Samsung für das zweite Quartal 2026 einen kräftigen Gewinnsprung vermeldet hat, wurde am Markt alles andere als euphorisch aufgenommen. Im Windschatten von Samsung bekommen das auch zwei der größten Gewinneraktien der Speicherbranche zu spüren: Die Aktie von SanDisk, die im bisherigen Jahresverlauf bereits mehr als 630 Prozent an Wert gewonnen hat, gab am Dienstag an der NASDAQ 7,26 Prozent auf 1.617,70 US-Dollar nach, für Western Digital ging es nach einem YTD-Plus von rund 235 Prozent daneben um 7,86 Prozent auf 532,10 US-Dollar nach unten.

Rekordgewinn mit Fragezeichen

Auslöser der Kursbewegung ist ausgerechnet eine Zahl, die auf den ersten Blick für die gesamte Speicherbranche spricht. Samsung Electronics bezifferte den erwarteten Betriebsgewinn für das zweite Quartal 2026 am 7. Juli 2026 auf rund 89,4 Billionen Won, umgerechnet etwa 58,44 Milliarden Dollar. Das liegt über der von LSEG erhobenen Konsensschätzung von 87,3 Billionen Won und knapp beim Neunzehnfachen des Vorjahreswerts von 4,7 Billionen Won. Beim Umsatz rechnet der Konzern mit einem Plus von 129 Prozent auf rund 171 Billionen Won. Nach Berechnungen von Citi Research zogen die Preise für Speicherchips im zweiten Quartal 2026 kräftig an, DRAM um 44 Prozent und NAND um 53 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Warum der Markt trotzdem zurückhaltend reagiert

Dass der Gewinnsprung sogar noch höher hätte ausfallen können, zeigt, wie stark die Nachfrage tatsächlich ist. Samsung habe trotz Rückstellungen für Bonuszahlungen an die Halbleiterbeschäftigten besser abgeschnitten als erwartet, weil die Speicherpreise stark gestiegen seien, erklärte BNK-Analystin Lee Min-hee gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Ohne diese Rückstellungen hätte der Betriebsgewinn nach Einschätzung von Marktbeobachtern die Marke von 100 Billionen Won überschritten.

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Den Grund dafür, dass Anleger ernüchtert reagieren und Speicherchipaktien auf breiter Front nach unten schicken, sieht Richard Hunter, Head of Markets beim Vermögensverwalter interactive investor, Reuters zufolge weniger in Zweifeln an der aktuellen Nachfrage als in der Frage, ob sich das Gewinnniveau lange genug halten lässt, um die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler in KI-Rechenzentren zu rechtfertigen.

Was das für SanDisk und Western Digital bedeutet

SanDisk, seit der Abspaltung von Western Digital im Februar 2025 als eigenständiges Unternehmen an der Nasdaq notiert, verdient sein Geld mit NAND-Flashspeicher für Rechenzentren und Server-SSDs. Western Digital liefert vor allem Festplatten an dieselbe Kundengruppe und hat mehrjährige Lieferverträge mit Hyperscalern abgeschlossen. Auch die Aktie von Micron, dem dritten großen börsennotierten US-Speicherhersteller, bewegte sich am Dienstag in dieselbe Richtung. Beide Aktien, SanDisk und Western Digital, zählten im Jahr 2026 bislang zu den stärksten Werten an der NASDAQ, entsprechend groß ist für viele Anleger die Versuchung, nach einem Ereignis wie der Samsung-Guidance zumindest kurzfristig Gewinne zu sichern, statt unverändert auf weiter steigende Speicherpreise zu setzen.

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, Tada Images / Shutterstock.com

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