Die 15 Gewinner-Aktien der letzten Dekade: Diese US-Konzerne haben Anleger reich gemacht
Die größten Börsengewinner der letzten Dekade haben außergewöhnliche Vermögenswerte geschaffen. Diese 15 Aktien zählen zu den größten Werttreibern der vergangenen zehn Jahre.
Werte in diesem Artikel
• Die größten Vermögensschöpfer an der US-Börse verzeichnen historische Wertzuwächse
• Starke Konzentration auf wenige Mega-Wachstumswerte
• Die größten Gewinner der vergangenen zehn Jahre im Überblick
Die vergangenen zehn Jahre waren an den US-Aktienmärkten geprägt von extremen Gewinnern - allen voran aus dem Technologiesektor. Eine Analyse von Morningstar zeigt, welche Unternehmen von 2016 bis 2025 den größten absoluten Wert für Aktionäre geschaffen haben. Entscheidend war dabei nicht nur die Kursentwicklung, sondern vor allem die Zunahme der Marktkapitalisierung inklusive Dividenden.
Die klaren Sieger der Börsen: Aktien von NVIDIA, Apple und Microsoft dominieren
Den größten Vermögenszuwachs für Aktionäre erzielte im vergangenen Jahrzehnt der Chipkonzern NVIDIA. Das Unternehmen schuf laut Morningstar einen Shareholder Value von rund 4,53 Billionen US-Dollar. Dahinter folgen Apple mit 3,64 Billionen US-Dollar und Microsoft mit 3,54 Billionen US-Dollar. Knapp hinter diesen drei Top-Werten liegt die Google-Mutter Alphabet, die einen Wertzuwachs von 3,46 Billionen US-Dollar generierte.
Auf den weiteren Plätzen folgen Amazon mit 2,33 Billionen US-Dollar sowie der Halbleiterhersteller Broadcom mit 1,73 Billionen US-Dollar. Tesla steigerte den Aktionärswert um 1,66 Billionen US-Dollar, während Meta Platforms auf 1,47 Billionen US-Dollar kommt.
Außerhalb des Technologiesektors konnte vor allem der Pharmakonzern Eli Lilly überzeugen. Das Unternehmen schuf in den vergangenen zehn Jahren einen Aktionärswert von rund 950 Milliarden US-Dollar. Dahinter folgen die Großbank JPMorgan Chase mit 884 Milliarden US-Dollar, der Einzelhandelsriese Walmart mit 735 Milliarden US-Dollar sowie die Investmentholding Berkshire Hathaway mit 714 Milliarden US-Dollar.
Komplettiert wird die Liste durch die Kreditkartenanbieter Visa und MasterCard, die einen Wertzuwachs von 515 beziehungsweise 445 Milliarden US-Dollar erzielten. Den 15. Platz belegt der Datenanalyse-Spezialist Palantir mit einem geschaffenen Aktionärsvermögen von rund 409 Milliarden US-Dollar.
Insgesamt haben diese 15 Unternehmen laut Morningstar rund 27 Billionen US-Dollar an Aktionärswert geschaffen.
Warum Tech-Aktien den Markt dominieren
Ein zentrales Ergebnis der Analyse: Technologieunternehmen stellen den Großteil der Gewinner. Laut Morningstar liegt das vor allem an überdurchschnittlichem Umsatzwachstum, Skalierbarkeit und starken Wettbewerbsvorteilen. Diese strukturellen Vorteile ermöglichen es den Unternehmen, über Jahre hinweg hohe Renditen auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Die führenden Aktien erzielten in den vergangenen zehn Jahren deutlich höhere Umsatz- und Gewinnsteigerungen als der Gesamtmarkt. Growth-Aktien schnitten laut Morningstar im Untersuchungszeitraum durchschnittlich um fast vier Prozentpunkte pro Jahr besser ab als klassische Value-Titel.
Eine Ausnahme bilden Unternehmen wie Berkshire Hathaway und JPMorgan Chase. Beide zählen eher zum Value-Segment, konnten ihren Aktionären dennoch überdurchschnittliche Renditen bescheren.
Bemerkenswert ist außerdem, dass viele der erfolgreichsten Aktien bereits vor zehn Jahren zu den sogenannten Mega-Caps gehörten. Eine Ausnahme bildet NVIDIA, das erst im Zuge des KI-Booms ab 2020 in die absolute Spitzengruppe aufstieg.
Auch Titel aus den sogenannten "Magnificent Seven" - darunter Apple, Microsoft und Amazon - vereinen laut Morningstar einen Großteil der gesamten Wertschöpfung - genau genommen 20,6 Billionen US-Dollar - auf sich.
Zu den größten Gewinnern zählen neben den Tech-Schwergewichten auch Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Konsumgüter und Gesundheitswesen. Dagegen fehlen klassische Branchen wie Versorger, Immobilien, Grundstoffe oder Industriewerte nahezu vollständig.
Was Anleger aus den Top-Aktien lernen können
Trotz der beeindruckenden Renditen warnt Morningstar vor Rückschlüssen auf die Zukunft. Vergangene Gewinne seien keine Garantie für künftige Erfolge. Entscheidend seien vielmehr Bewertung, Wachstumsperspektiven und ein ausreichender Sicherheitsabschlag zum fairen Wert.
Während einige Titel laut Analyse noch attraktiv bewertet erscheinen, gelten andere inzwischen als deutlich überbewertet. Von den 15 größten Vermögensschöpfern wird laut Morningstar derzeit nur Microsoft mit der Höchstbewertung von fünf Sternen geführt. Berkshire Hathaway, Broadcom, Meta Platforms und NVIDIA erhalten vier Sterne. Die Mehrheit der Unternehmen gilt laut den Experten aktuell als fair bewertet. Besonders kritisch sehen die Analysten jedoch die Bewertung von Walmart. Nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Jahre notiere die Aktie inzwischen mit einem deutlichen Aufschlag auf den von Morningstar ermittelten fairen Wert. Anleger könnten daher - abhängig von ihrer individuellen Situation - über Gewinnmitnahmen nachdenken.
Die größten Vermögenszuwächse der letzten Dekade entstanden dort, wo Innovationskraft, Skalierung und starke Wettbewerbsvorteile zusammentrafen. Für Anleger bleibt der langfristige Fokus entscheidend - nicht kurzfristige Marktbewegungen.
Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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