Feuerpause mit Iran beendet: DAX schließt unter 25.000 Punkten -- Dow tiefer -- UniCredit nahe Commerzbank-Mehrheit -- TUI, adidas, Alibaba, Ölpreise, Vonovia, Bayer, Lufthansa, Amazon im Fokus
Fed macht Zinsandeutungen. TKMS-Deal bewilligt. KI-Schwäche erfasst Quantensektor. Intel-Aktie im Sog des Chip-Ausverkaufs. Talanx-Großaktionär platziert Papiere. GameStop-Aktionäre machen den Weg frei für neuen Versuch zur Übernahme von eBay. BMW holt sich Platz zwei bei den Elektroautos zurück. Rheinmetall zieht Konsequenzen nach F126-Aus.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch mit deutlichen Abschlägen.
Der DAX baute seine anfänglichen Verluste im weiteren Handelsverlauf weiter aus und fiel sogar deutlich unter die 25.000-Punkte-Marke. Zum Feierabend stand ein kräftiges Minus von 2,23 Prozent bei 24.897,45 Zählern an der Kurstafel.
Der TecDAX folgte der Tendez des Leitindex und schloss 2,35 Prozent tiefer bei 3.742,60 Einheiten.
Das schon in den Hintergrund gerückte Thema Iran-Krieg ist am Mittwoch an den Finanzmärkten wieder hochgekocht. Im Gegenzug hat die Rekordjagd im DAX ein jähes Ende gefunden. Nach dem Höchststand bei 25.900 Punkten am Montag ging es nun wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten.
US-Präsident Trump erklärte den Waffenstillstand mit dem Iran aus seiner Sicht für beendet. Zuvor war es bereits zu gegenseitigen Angriffen und auch dem Abschuss iranischer Raketen auf Bahrein gekommen. Die Ölpreise zogen kräftig an, womit die Sorgen vor Inflation, Konjunkturschwäche und Zinsreaktionen der Notenbanken wieder präsent sind.
"Der Iran-Konflikt könnte wieder zum Taktgeber für die Risikobereitschaft der Anleger werden", kommentierte Marktanalyst Timo Emden die Verluste. "Was zuletzt wie ein Hintergrundrisiko wirkte, rückt nun wieder ins Rampenlicht und zwingt Anleger, die geopolitische Risikokarte neu zu bewerten."
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Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich im Handel zur Wochenmitte deutlich tiefer.
Nach einem relativ stabilen Start dominierten im weiteren Verlauf klar die Verkäufer das Geschehen. Letztlich beendete der EURO STOXX 50 den Mittwochshandel 1,82 Prozent schwächer bei 6.204,91 Zählern.
Donald Trump hat den Waffenstillstand mit dem Iran aus seiner Sicht für beendet erklärt. "Die Angriffe sind eine Erinnerung an die Risiken, denen die Ölindustrie trotz des Friedensabkommens, das die sichere Durchfahrt von Schiffen erlaubt, ausgesetzt ist", hieß es dazu von den Analysten bei ANZ. Philip Wee, Devisenstratege bei DBS Group Research, sagte, der Schlagabtausch sei "eine Erinnerung daran, dass das eigentliche Risiko das Auslaufen des vorläufigen Waffenstillstandsabkommens Mitte August und die rote Linie bei den Transitgebühren in der Straße von Hormus bleibt".
Beim Fed-Protokoll am Abend erhoffen sich Marktteilnehmer mehr Einblick in die Denkweise von Kevin Warsh. Der US-Anleihemarkt ist angespannt, seit Warsh begonnen hat, mit Nachdruck über die Notwendigkeit zu sprechen, die Inflation wieder auf 2 Prozent zu senken. Gleichzeitig hatte Warsh betont, er wolle künftig weniger zukunftsgerichteten Aussagen über die Zinserwartungen der Fed-Mitglieder treffen. Das erhöht den Informationsbedarf für den Markt enorm.
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Ein drohendes Ende der Waffenruhe im Iran belastete die US-Aktienmärkte zur Wochenmitte.
Der Dow Jones Industrial konnte sich der schwachen Marktstimmung nicht entziehen und schloss mit einem Abschlag von 1,09 Prozent bei 52.347,97 Punkten.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite gab zunächst nach, kämpfte sich im Handelsverlauf aber nach vorn und ging schlussendlich mit einem kleinen Plus von 0,20 Prozent bei 25.870,65 Punkten in den Feierabend.
US-Präsident Donald Trump hat Zweifel am Status eines vorläufigen Friedensabkommens mit dem Iran geäußert und erklärt, die Vereinbarung sei hinfällig. Der Aussage von Trump waren neuerliche gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Darauf hatten die USA auch die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder in Kraft gesetzt.
Die Ölpreise reagierten mit deutlichen Aufschlägen auf die Eskalation rund um den Nahen Osten. Die Wiederaufnahme der Schiffspassagen durch die Straße von Hormus gerät mit der Entwicklung wieder in Gefahr, wodurch die globale Ölversorgung beeinträchtigt werden dürfte. Allerdings scheint Trump die Tür für weitere Verhandlungen mit dem Iran offen zu lassen.
Der Ölpreisanstieg entfachte wieder Inflationsängste und damit Spekulationen auf Zinserhöhungen.
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Die Börsen in Asien entwickelten sich zur Wochenmitte in unterschiedliche Richtungen.
In Tokio fiel der Nikkei 225 um 2,11 Prozent auf 66.819,05 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland waren unterdessen ebenfalls Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite gab 0,49 Prozent auf 3.970,88 Zähler nach.
Der Hang Seng gewann daneben deutliche 2,99 Prozent auf 24.199,46 Indexpunkte.
Besonders unter Druck geriet erneut der KOSPI, der 5,35 Prozent auf 7.246,79 Punkte verlor.
Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert, wobei die Verlierer in der Überzahl waren. Während sich die Korrektur in Südkorea fortsetzte, hielten sich die chinesischen Börsen gut.
Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf das erneute Aufflammen des Iran-Konflikts. Nach Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hatte das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Hinzu kamen schwache Vorgaben aus den USA. Der Philadelphia Semiconductor Index habe nahezu den tiefsten Stand seit einem Monat markiert und seit dem Hoch Mitte Juni über 15 Prozent verloren, so die Marktstrategen der Deutschen Bank.
Das hinterließ Spuren an den technologielastigeren und von der Ölpreisentwicklung abhängigen Märkten.
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