Geopolitische Spannungen

TUI-Aktie trotz Barclays-Kurszielanhebung im Minus: Eskalation im Nahen Osten belastet


TUI-Aktie trotz Barclays-Kurszielanhebung im Minus: Eskalation im Nahen Osten belastet

Wieder aufflammende Spannungen im Nahen Osten belasten die TUI-Aktie. Selbst ein positiver Analystenkommentar kann Anleger nicht umstimmen.

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Aktien

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  • Barclays erhöht das TUI-Kursziel auf 10 Euro und bestätigt "Overweight"
  • TUI-Aktie rutscht trotz Analystenlob ab, Nahost-Spannungen wiegen schwerer
  • Trump erklärt die Waffenruhe mit dem Iran nach neuen Angriffen für beendet
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Barclays bleibt bei der TUI-Aktie optimistisch und hebt das Kursziel von 9 auf 10 Euro an, die Einstufung "Overweight" bleibt bestehen. Die Reaktion am Markt fällt trotzdem verhalten aus: Die TUI-Aktie verliert via XETRA zeitweise 0,56 Prozent auf 7,15 Euro. Hauptgrund ist die erneute Eskalation im Nahen Osten, die der gesamten Reisebranche zusetzt.

Barclays sieht Airlines im Aufwind

Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg hat seine Schätzungen für Europas Fluggesellschaften angehoben, gestützt auf gesunkene Treibstoffkosten und etwas bessere Aussichten für das Sommergeschäft. Die Branche bleibe aber Geisel der unkalkulierbaren Entwicklungen in Nahost und der Ukraine, schrieb der Analyst laut dpa-AFX. Lobbenberg setzt seinen Angaben zufolge vor allem auf IAG und die Billigflieger, während er das Rating für die TUI-Aktie unverändert auf "Overweight" belässt.

Nahost-Eskalation drückt auf die Stimmung

Hintergrund der Zurückhaltung an der Börse ist die erneute Zuspitzung im Iran-Konflikt. US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch am Rande des NATO-Gipfels in Ankara, die Waffenruhe mit dem Iran sei aus seiner Sicht beendet. "Ich denke, es ist vorbei", sagte Trump laut dpa-AFX und bezeichnete Gespräche mit Teheran als Zeitverschwendung. Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen, während die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna noch am selben Tag eigene Angriffe auf US-Einrichtungen in Kuwait und Bahrain meldeten.

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Reisebranche zwischen Ölpreis und Unsicherheit

Für Touristikkonzerne wie TUI zählt neben dem politischen Risiko vor allem der Ölpreis, der als Reaktion auf die neuen US-Sanktionen gegen iranisches Öl wieder angezogen hat. Höhere Treibstoffkosten und ein unsicheres Reiseumfeld im östlichen Mittelmeerraum treffen die Branche gleich doppelt. Die Diskrepanz zwischen Analystenurteil und Kursreaktion zeigt, wie stark geopolitische Risiken die fundamentale Bewertung überlagern können.

Ob und wann sich die Lage entspannt, hängt von einer neuen Verhandlungsrunde zwischen Washington und Teheran ab. Als mögliche Austragungsorte gelten Pakistan, das bereits vermittelt hatte, und die katarische Hauptstadt Doha, ein konkreter Termin steht bislang nicht fest.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Dafinchi / Shutterstock.com, TUI

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DatumRatingAnalyst
08.07.26 TUI Overweight Barclays Capital
08.06.26 TUI Hold Jefferies & Company Inc.
28.05.26 TUI Overweight Barclays Capital
18.05.26 TUI Overweight Barclays Capital
14.05.26 TUI Buy Deutsche Bank AG