Halbleiter unter Druck

Aktien von Infineon, AIXTRON & Co. unter Druck: Samsung-Schock belastet Chipwerte weiterhin


Aktien von Infineon, AIXTRON & Co. unter Druck: Samsung-Schock belastet Chipwerte weiterhin

Die durch Samsungs Rekordzahlen ausgelöste KI-Schwäche hält an und reißt Halbleiter-Titel weltweit mit nach unten - auch in Deutschland.

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  • KI-Schwäche nach Samsungs starke Zahlenvorlage geht in den zweiten Tag
  • Infineon, AIXTRON und SUSS MicroTec geraten in Mitleidenschaft
  • Anleger stellen die hohen Bewertungen der Chipbranche infrage
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Auch einen Tag nach dem heftigen KI-Ausverkauf bei KI- und Chip-Aktien in Folge rekordverdächtiger Samsung-Zahlen kann sich die Branche nicht wieder aufrappeln. So geben Halbleiter-Titel weltweit den zweiten Tag in Folge kräftig nach, davon bleiben auch deutsche Werte nicht verschont. So setzen die Aktien von Infineon mit einem Minus von zuletzt 2,91 Prozent auf 68,77 Euro ihre Talfahrt vom Vortag fort. Auch die MDAX-Titel AIXTRON und SUSS MicroTec geben am Mittwoch stellenweise um weitere 3,32 Prozent auf 42,49 Euro bzw. 2,15 Prozent auf 75,00 Euro nach.

Grund ist weiterhin die wachsende Skepsis der Anleger, ob die hohen Bewertungen der Chipbranche durch die tatsächliche Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz weiterhin gerechtfertigt sind.

Samsungs Rekordzahlen lösten heftige Gewinnmitnahmen aus

Ausgangspunkt für die Gewinnmitnahmen war der am Dienstag veröffentlichte Ergebnisbericht von Samsung Electronics: Der südkoreanische Elektronikriese verdiente im zweiten Quartal operativ rund 51 Milliarden Euro, ein Anstieg um etwa das 19-Fache gegenüber dem Vorjahreszeitraum und damit so viel wie nie zuvor. Die Aktie brach dennoch ein, weil Anleger die starken Zahlen laut Marktbeobachter Stephen Innes bereits seit Monaten eingepreist hatten. "Der erste KI-Stresstest" habe damit nicht geklappt, sagte Innes.

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Anleger prüfen die Bewertung neu

Der Kern der Sorge liegt dabei weniger in der aktuellen Nachfrage als in der Frage, wie lange das Tempo der KI-Investitionen die hohen Bewertungen der Branche noch rechtfertigt. Nach Beobachtung von Morgan Stanley verschiebt sich das Anlegerinteresse zunehmend von den Ausrüstern der KI-Welle hin zu den Betreibern großer Cloud-Rechenzentren, den sogenannten Hyperscalern. Für Zulieferer wie AIXTRON und SUSS MicroTec bedeutet das: Selbst gute operative Nachrichten reichen derzeit nicht automatisch für steigende Kurse, wenn der Markt seine Wachstumserwartungen neu justiert.

Für Klarheit dürfte die anstehende Berichtssaison sorgen. Erst dann zeigt sich, ob der Speicherchip-Boom die hohen Erwartungen der Anleger auf Dauer tragen kann.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images, SmartCaps

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03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG
29.06.26 Infineon Outperform Bernstein Research