Frühphasen-Szenario

Atomkraft im Schatten von SpaceX: Warum diese Small-Cap-Aktie plötzlich in den Fokus rückt


Atomkraft im Schatten von SpaceX: Warum diese Small-Cap-Aktie plötzlich in den Fokus rückt

Der Energiehunger des KI-Booms wächst rasant. Davon könnte ausgerechnet ein bislang wenig beachteter Nuklearwert profitieren.

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• SpaceX setzt Milliardensumme auf künstliche Intelligenz
• Der steigende Strombedarf großer Rechenzentren rückt alternative Energiequellen stärker in den Fokus
• Der US-Spezialist NuScale Power könnte davon profitieren

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Mit dem Börsengang hat SpaceX mehr als 85 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital eingesammelt. Zudem gibt es Berichte über eine mögliche Anleiheplatzierung im Volumen von 20 Milliarden US-Dollar.

Wie The Motley Fool berichtet, dürfte ein erheblicher Teil dieses Kapitals in den Ausbau des KI-Geschäfts fließen. Denn laut dem IPO-Prospekt von SpaceX entfallen mehr als 90 Prozent des gesamten adressierbaren Marktes des Unternehmens auf den Bereich künstliche Intelligenz. Damit ist diese Sparte zentral für die langfristige Investmentstory.

Das eigentliche Problem: Strom

Mit dem Ausbau von KI-Infrastruktur steigt auch der Energiebedarf massiv. Insbesondere da SpaceX den Bau mehrerer Supercomputer plane, die zu den größten ihrer Art gehören sollen. Gerade diese Systeme benötigen enorme und vor allem konstant verfügbare Strommengen.

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Bisher setzte SpaceX auf verschiedene Energieformen: klassische Netzstromversorgung, netzunabhängige Solarsysteme sowie sogenannte Megapacks von Tesla. Zusätzlich arbeite das Unternehmen offenbar an orbitalen Rechenzentren, die Solarenergie im All nutzen könnten.

Warum NuScale jetzt interessant wird

Es werden jedoch auch Lösungen benötigt, die eher auf der Erde ansässig sind. Hier könnte laut dem US-Finanzportal ein eher unbekanntes Unternehmen aus dem Bereich der Kernenergie in den Fokus rücken: NuScale Power. Das Unternehmen entwickelt sogenannte Small Modular Reactors (SMR), also kompakte Kernreaktoren.

Diese Anlagen könnten im Vergleich zu klassischen Atomkraftwerken schneller, günstiger und sicherer gebaut werden. Besonders relevant: Die Branche hoffe darauf, erste SMR-Systeme innerhalb von zwei bis drei Jahren nach Baustart ans Netz zu bringen. Konventionelle Großreaktoren benötigen hingegen häufig zehn Jahre oder länger.

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Laut The Motley Fool verfügt NuScale bereits über mehrere genehmigte Designs, erste Module seien bereits im Bau. Gleichzeitig liegt die Marktkapitalisierung nur bei rund vier Milliarden US-Dollar, weshalb es durchaus möglich sei, dass SpaceX irgendwann sogar Anteile an einem SMR-Unternehmen wie NuScale erwirbt.

Die Verbindung zu SpaceX bleibt indirekt

Wichtig ist: Bislang gibt es laut dem Finanzportal keine bestätigte Partnerschaft zwischen SpaceX und NuScale. Der Zusammenhang basiert auf der Überlegung, dass SpaceX angesichts seines steigenden Energiebedarfs künftig stärker diversifizieren könnte. Der Bericht verweist lediglich darauf, dass SMR-Technologie aufgrund ihrer schnelleren Einsatzfähigkeit theoretisch gut zu den Anforderungen von Hyperscale-Rechenzentren passen würde.

Auch die von The Motley Fool angesprochene Möglichkeit einer Übernahme von NuScale durch SpaceX bleibt ausdrücklich spekulativ und ist nicht durch Unternehmensangaben bestätigt.

Was das für Anleger bedeutet

Für Investoren zeigt sich hier ein klassisches Frühphasen-Szenario: Der eigentliche Treiber ist nicht SpaceX selbst, sondern die Infrastruktur hinter dem KI-Boom. Wer auf steigenden Energiebedarf durch künstliche Intelligenz setzen will, sollte beobachten, welche Unternehmen konkrete Lösungen liefern.

Für Anleger heißt das konkret: Die Entwicklung von SMR-Technologie, regulatorische Fortschritte und mögliche Industriepartnerschaften bei NuScale Power dürften jetzt die entscheidenden Faktoren sein. Erst wenn sich hier operative Fortschritte zeigen, könnte sich das Investmentprofil substanziell verändern.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: rzoze19 / Shutterstock.com, SpaceX

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07.07.26 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
07.07.26 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.07.26 SpaceX Outperform Bernstein Research
07.07.26 SpaceX Outperform RBC Capital Markets
07.07.26 SpaceX Buy Goldman Sachs Group Inc.