KI-Werte korrigieren

Aktien von Samsung, SK hynix, Infineon, AIXTRON und Co. unter Druck: Sorgen um Preise und Nachfrage belasten


Aktien von Samsung, SK hynix, Infineon, AIXTRON und Co. unter Druck: Sorgen um Preise und Nachfrage belasten

Die Vortagserholung im Technologiesektor bleibt wohl ein Strohfeuer: Vor dem Wochenende werden Chip-Aktien von einer erneuten Abwärtsbewegung erfasst.

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Aktien

43.40 EUR -1.62 EUR -3.60 %

275.05 EUR -1.60 EUR -0.58 %

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860.20 EUR -9.60 EUR -1.10 %

38.60 EUR 1.14 EUR 3.04 %

152.30 EUR -3.68 EUR -2.36 %

91.00 EUR -3.40 EUR -3.60 %

• Chip-Aktien fallen in Asien und Deutschland
• Sorgen über steigende Kosten und schwächere Nachfrage
• KI-Boom bleibt intakt, aber Anleger hinterfragen Bewertungen und Wachstumstempo

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In Asien nahmen die Anleger zu Wochenschluss wieder Gewinne mit, nachdem Resultate des US-Konzerns Micron am Vortag noch international gefeiert wurden. So stürzten etwa in Südkorea die Aktien der Chip-Schwergewichte Samsung Electronics und SK hynix letztlich um 5,3 Prozent auf 339.500 Won bzw. um 8,36 Prozent auf 2.673.000 Won ab.

Auch in Deutschland gerieten viele Aktien der Branche in den Abwärtssog, denn europäische Anleger orientieren sich stark an den Vorgaben aus den USA und Asien, insbesondere wenn es um zyklische Technologiebranchen wie Halbleiter geht.

Der Infineon-Kurs sank etwa zum XETRA-Schluss um 4,52 Prozent auf 78,30 Euro. Für die Aktie von AIXTRON ging es zeitweise um 1,51 Prozent runter auf 52,12 Euro, Papiere von SUSS MicroTec und PVA TePla gaben um 5,54 Prozent auf 92,15 Euro bzw. 0,77 Prozent auf 43,64 Euro nach und der Waferhersteller Siltronic sackte zeitweise um 5,64 Prozent auf 82,00 Euro ab.

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Mit Siemens Energy und HOCHTIEF gerieten auch andere KI-Profiteure wieder unter Druck: Erstere verloren via XETRA zeitweise 5,84 Prozent auf 153,92 Euro, HOCHTIEF-Aktien zeigten sich daneben 2,39 Prozent leichter bei 497,80 Euro.

Steigende Kosten sorgen für Nervosität an den Märkten

Die Euphorie rund um Künstliche Intelligenz und Halbleiter erhält am Freitag somit einmal mehr einen spürbaren Dämpfer. Auslöser ist vor allem eine wachsende Sorge unter Investoren: Die Kosten des KI-Booms könnten allmählich auf die Nachfrage nach elektronischen Produkten durchschlagen. Besonders aufmerksam verfolgen Anleger dabei derzeit die Entwicklung bei Speicherchips. Diese Komponenten sind ein zentraler Baustein moderner KI-Systeme, aber auch in klassischen Endgeräten wie Smartphones, Computern und Spielekonsolen unverzichtbar. Nachdem die Preise für Speicherchips zuletzt stark gestiegen waren, wächst nun die Sorge, dass die höheren Kosten die Nachfrage dämpfen könnten, nachdem Apple Preiserhöhungen bei mehreren Produkten angekündigt hat.

Die Bedenken angesichts hoher Bewertungen rund um Künstliche Intelligenz seien zurück, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Hinzu komme die Sorge vor einer Knappheit von Speicherchips. "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."

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Der Markt zweifelt nicht an KI - sondern an der Geschwindigkeit des Booms

Trotz der Kursverluste bedeutet der Rückgang nicht automatisch eine grundsätzliche Abkehr von Künstlicher Intelligenz oder Halbleitern. Die langfristigen Wachstumsaussichten für KI-Infrastruktur bleiben nach Einschätzung vieler Analysten intakt. Rechenzentren, Hochleistungschips und Speicherlösungen werden weiterhin als zentrale Zukunftsmärkte betrachtet.

Allerdings haben die Bewertungen vieler Unternehmen ein Niveau erreicht, bei dem Anleger besonders empfindlich auf kleinste Anzeichen einer Abschwächung reagieren. Nach der starken Rally der vergangenen Monate reicht bereits die Aussicht auf geringere Margen oder eine langsamere Nachfrageentwicklung, um Gewinnmitnahmen auszulösen.

Carolin Ludwig, Benedict Kurschat, Julia Walter, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, JUNG YEON-JE/AFP/Getty Images

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG
29.06.26 Infineon Outperform Bernstein Research