Schiff setzt auf Gold

Peter Schiff: Gold-Ausverkauf ist Kaufchance - Bitcoin-Blase platzt?

26.06.26 17:35 Uhr

Gold oder Bitcoin? Peter Schiff sieht beim Edelmetall Chancen und warnt vor Krypto | finanzen.net

Während sowohl Gold als auch Bitcoin zuletzt deutlich nachgaben, bewertet Peter Schiff die Entwicklung unterschiedlich.

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• Schiff sieht aktuellen Goldpreisrückgang als Kaufgelegenheit und Bitcoin-Abverkauf als Zeichen platzender Blase
• Bitcoin zeitweise unter 60.000 US-Dollar - mehr als 50 Prozent unter Allzeithoch
• Auch Gold zuletzt mit starken Schwankungen

Der Goldpreis geriet in dieser Woche unter Druck und fiel zeitweise unter die runde Marke von 4.000 US-Dollar. Parallel dazu ging es auch für den Bitcoin abwärts. Die Entwicklung ist die gleiche, aber Ökonom Peter Schiff bewertet sie unterschiedlich. Er sieht im Goldpreisrückgang eine Chance, bei Bitcoin hingegen Anzeichen einer platzenden Blase.

Unterschied zwischen Gold und Bitcoin

In einem Beitrag auf der Plattform X äußerte sich Schiff zur jüngsten Kursentwicklung von Gold und Bitcoin. Nach seiner Einschätzung habe Bitcoin zuvor zwar nicht von der Gold-Rally profitiert, folge nun aber dennoch dem Abwärtstrend des Edelmetalls.

Wörtlich erklärte Schiff: "Bitcoin ist zwar nicht mit Gold gestiegen, fällt aber ganz sicher mit ihm." Viele Marktteilnehmer hätten erwartet, dass ein Rückgang des Goldpreises Kapital in Bitcoin umlenken würde. Dies sei jedoch bislang nicht eingetreten.

Seiner Ansicht nach unterscheiden sich die aktuellen Bewegungen der beiden Anlageklassen deutlich. "Der Ausverkauf bei Gold ist eine Kaufgelegenheit. Der Ausverkauf bei Bitcoin ist das Platzen einer Blase", so Schiff.

Bitcoin verliert deutlich an Wert

Schiffs Einschätzung fällt in eine Phase erheblicher Turbulenzen am Kryptomarkt. Bitcoin ist in dieser Woche zeitweise unter die Marke von 60.000 US-Dollar gefallen. Gegenüber dem Rekordhoch von 126.198 US-Dollar aus dem Oktober des vergangenen Jahres hat die Kryptowährung damit mehr als 50 Prozent an Wert verloren.

Schiff wirbt seit Langem für Gold als klassischen sicheren Hafen und kritisiert Bitcoin regelmäßig als wertlosen Vermögenswert.

Auch Gold mit starken Schwankungen

Allerdings verlief die Entwicklung des Edelmetalls in diesem Jahr ebenfalls nicht geradlinig. Nach einer kräftigen Rally im Jahr 2025 kam es im ersten Quartal 2026 zu deutlichen Kursschwankungen. Im März fiel der Goldpreis zeitweise um mehr als 13 Prozent und verzeichnete damit den stärksten Rückgang seit der Finanzkrise 2008.

Seit Beginn des Iran-Kriegs ist der Goldpreis nach Angaben von Benzinga um 24 Prozent gefallen. Diese Entwicklung steht laut Bericht im Widerspruch zu der Erwartung vieler Anleger, dass Gold in geopolitisch unsicheren Zeiten automatisch als sicherer Hafen gefragt ist.

Gleichzeitig weist Benzinga darauf hin, dass Bitcoin zwar im vergangenen Jahr hinter der Entwicklung von Gold zurückblieb, die Kryptowährung über längere Zeiträume betrachtet jedoch weiterhin erhebliche Kursgewinne erzielt hat.

Citigroup erwartet weiteren Druck auf Gold

Auch für den Goldpreis bleibt der Ausblick unsicher. So hat die Citigroup laut CNBC Anfang des Monats prognostiziert, dass das Edelmetall bis September um weitere 20 Prozent nachgeben könnte.

Julia Walter, Redaktion finanzen.net

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