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Retail-Investmentmarkt: gute Deal-Anzahl schlägt sich nicht im Volumen

nieder

Frankfurt/Main (ots) - Die Zwischenbilanz auf dem Retail-Investmentmarkt ist zur

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Jahresmitte 2026 zweigeteilt: Zum einen konnte im Vergleich der letzten fünf

Jahre eine überdurchschnittliche Zahl an Transaktionen registriert werden. Eine

solche Anzahl konnte zuletzt in der ersten Jahreshälfte 2022 registriert werden.

Teil der Wahrheit ist allerdings auch, dass sich dies nicht im Investmentumsatz

ablesen lässt, der mit rund 2,3 Mrd. EUR um knapp 21 % gegenüber dem

Vorjahreszeitraum nachgegeben hat. Ursächlich hierfür war ein sehr verhaltenes

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Marktgeschehen in den letzten drei Monaten (nur rund 892 Mio. EUR in Q2),

während die Retail-Sparte zu Jahresbeginn unterstrichen hat, dass auch

Quartalsumsätze von fast 1,5 Mrd. EUR (rund 1,37 Mrd. EUR in Q1) durchaus

möglich sind. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate

"Hierzu fehlten zuletzt jedoch die größeren Umsatztreiber: Knapp 95 % aller

Deals fielen im zweiten Quartal unter die 50-Mio.-EUR-Marke, gut 73 % der

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Investments sind sogar den Kategorien bis maximal 20 Mio. EUR zuzuordnen. Zu den

größten Verkäufen im laufenden Jahr gehörten im Portfoliosektor bisher der

Verkauf des aus 37 Lebensmittelmärkten bzw. Fachmarktzentren bestehenden

Powerfoods-Portfolio und im Einzeldealsegment die Highstreet-Prestigeobjekte

Alsterhaus in Hamburg, Alte Akademie in München und das Shoppingcenter Höfe am

Brühl in Leipzig", erläutert Christoph Scharf, Geschäftsführer der BNP Paribas

Real Estate GmbH und Head of Retail Services.

Nicht zuletzt durch die vorgenannten Highstreet-Investments haben sowohl

Geschäfts- (gut 22 %) als auch Kaufhäuser (rund 12 %) ein gestiegenes Ergebnis

verbucht. Klar dominierend bleibt jedoch die Food- und Fachmarktsparte mit über

51 % des Volumens und 58 % der Deals. Aber auch Shoppingcenter kommen auf einen

guten Marktanteil von knapp 14 %.

A-Standorte in der Breite mit höheren Umsätzen

Die A-Standorte können im laufenden Jahr eine wesentlich lebhaftere

Halbjahresbilanz verbuchen als noch 2025: Mit gut 895 Mio. EUR erreichen sie

einen deutlich höheren Umsatz als im Vorjahreszeitraum (rund 335 Mio. EUR), der

hauptsächlich von kleineren Investments getragen wurde. Insgesamt verzeichnen

sogar alle Top-Investmentmärkte in den ersten sechs Monaten gestiegene

Resultate.

An die Spitze setzen sich hierbei die Süd- bzw. Nord-Metropolen München (229

Mio. EUR) und Hamburg (226 Mio. EUR) - getrieben durch die beiden

Highstreet-Top-Deals der Alten Akademie und des Alsterhauses. Weitere

nennenswerte Umsatzbeiträge haben ebenfalls Berlin (167 Mio. EUR) und Düsseldorf

(165 Mio. EUR) generiert, wobei in der Hauptstadt die hier zu verortenden Assets

des Powerfoods Portfolios die größte Rolle spielten, während in der

nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt immer wieder kleinere, oftmals

luxusgeankerte Highstreet-Objekte zu vermelden sind. Die Standorte Frankfurt (59

Mio. EUR), Stuttgart

(42 Mio. EUR) und Köln (7 Mio. EUR) waren nur in geringem Maße am Gesamtergebnis

beteiligt.

Bei den Netto-Spitzenrenditen haben sich im zweiten Quartal bei einzelnen

Objektarten leichte Veränderungen abgezeichnet: So sind Baumärkte um 25

Basispunkte auf 6,20 % gestiegen und bei Shoppingcentern ging es um 10

Basispunkte auf 6,00 % nach oben. Ihre Werte halten konnten im Jahresverlauf

dagegen einzelne Supermärkte/Discounter (4,90 %) und Fachmarktzentren (4,60 %).

Perspektiven

Auch wenn der Retail-Investmentmarkt im zweiten Quartal durch ein relativ

verhaltenes Marktgeschehen geprägt war, stimmen nicht zuletzt die hohe

Dealanzahl und die breite Umsatzverteilung über die unterschiedlichen

Objektsparten für das dritte Quartal optimistisch. Dies zeigt sich auch im

Assetklassenvergleich, wo der Einzelhandelssektor im Vergleich mit den beiden

weiteren Top-Segmenten der Büro- und Logistikobjekte unverändert die meisten

Transaktionen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt beisteuern kann.

Gerade vor dem Hintergrund, dass die nach wie vor bestehenden geopolitischen und

finanzmarktgetriebenen Unsicherheiten in oft langwierigen Vermarktungszeiträumen

zum Ausdruck kommen, ist es nicht ungewöhnlich, wenn ein isoliert betrachtetes

Quartalsergebnis eine geringere Dynamik entfaltet. In diesem Zusammenhang

verbergen sich sowohl hinter den bereits laufenden als auch den jüngst

initiierten Vermarktungsansätzen kurz- bis mittelfristig sehr gute

Umsatzpotenziale. Dies gilt nicht zuletzt für Food- und Fachmarkt-Investments,

die mit aktuell mehr als 50 % Marktanteil auch in der zweiten Jahreshälfte den

Unterschied zwischen einer gesunkenen oder gestiegenen Gesamtbilanz ausmachen

könnten. Darüber hinaus stehen im Highstreet-Segment insbesondere

Geschäftshäuser mit international renommierten Luxusankermietern immer wieder im

Fokus.

"Bei der Entwicklung der Spitzenrenditen ist davon auszugehen, dass sich diese

je nach Objektart, und Standort auch im dritten Quartal relativ heterogen

präsentieren werden. Insgesamt sind jedoch gerade vor dem Hintergrund der

bereits registrierten leichten Renditeanstiege nur marginale Veränderungen zu

erwarten", so Christoph Scharf.

Link zum Marktbericht: https://ots.de/eJNLT5

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Pressekontakt:

Chantal Schaum

Head of Public Relations

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