OTS: BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken / ...


Erfolgreich positioniert im Wettbewerb: Genossenschaftliche

FinanzGruppe erwirtschaftet Gewinn von 11,6 Milliarden Euro im Jahr

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2025

Berlin (ots) -

- Kolak: Ergebnis unterstreicht Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe

- Reform der Sicherungseinrichtung erfolgreich abgeschlossen

- Zukunft gestalten - finanzielle Bildung und technologische Innovation als

Handlungsfelder

Die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken hat sich im

Geschäftsjahr 2025 in der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche Deutschlands gut

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behauptet. Der konsolidierte Gewinn vor Steuern lag bei 11,6 Milliarden Euro.

"Unsere Banken haben solide gewirtschaftet und sind für ihre Kunden in diesen

anspruchsvollen Zeiten da. Das zahlt sich aus: in langjährigen Beziehungen zu

Millionen von Menschen und Unternehmen und in einem weiter gewachsenen

Kundengeschäft", sagte die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen

Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, anlässlich der

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Präsentation des gruppenweiten Jahresabschlusses. Das Ergebnis unterstreiche die

Wettbewerbsfähigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Zugleich verwies

Kolak auf zunehmende Herausforderungen aus dem konjunkturellen Umfeld und den

spürbar steigenden Wettbewerbsdruck am deutschen Bankenmarkt. "Wir arbeiten

daher mit voller Energie für unsere Zukunftsfähigkeit und stellen die Kunden

dabei in den Mittelpunkt."

Das allgemeine Wirtschaftsklima, die Investitionsbereitschaft und das

Verbrauchervertrauen seien jedoch weiter gedämpft, so Kolak. Viele Unternehmen

litten unter schwankenden Energie- und Rohstoffpreisen, steigendem

Fachkräftemangel sowie handelspolitischen Risiken. "Umso wichtiger ist eine

Wirtschaftspolitik im Inland, die Orientierung, Tempo und Planungssicherheit

bietet", sagte die BVR-Präsidentin. Die jüngsten Beschlüsse der Koalition zu

Aufschwung und Beschäftigung und das klare Bekenntnis zu den Vorschlägen der

Rentenkommission seien wichtige Zeichen. "Auch die heute im zweiten

Entlastungskabinett vorgesehenen Deregulierungsmaßnahmen sind vielversprechende

Signale, dass die Regierung Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum wieder stärker in

den Fokus rückt", kommentierte Kolak. Jetzt komme es auf die konsequente

Umsetzung an. Sie warb zugleich für eine ambitioniertere Reform der

Einkommensteuer: "Die vorgesehenen Entlastungen werden bei vielen nicht einmal

die kalte Progression ausgleichen. Durch die Anhebung des Spitzensteuersatzes

werden leistungsstarke Mittelständler - also diejenigen, auf deren Investitionen

es jetzt ankäme - auch noch zusätzlich belastet."

Beim Thema finanzielle Bildung und Vorsorge sieht Kolak nach Jahren des

Stillstands Bewegung. Die geplante Frühstart-Rente und das Altersvorsorgedepot

seien wichtige Schritte für eine stärkere dritte Säule. Noch fehle Anbietern mit

dem Gesetzentwurf allerdings die notwendige rechtliche Verlässlichkeit. "Unsere

Häuser stehen in den Startlöchern", so Kolak. Die Genossenschaftliche

FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken setzt dabei nicht nur auf Vorsorge-

und Anlageprodukte, sondern auf ein breites Bildungsangebot. Dazu gehören

Unterrichtsmaterialien für Schulen und das Schulserviceportal "Jugend und

Finanzen", der Kinderpodcast "Alles über Knete", Formate für junge Menschen in

den sozialen Medien sowie die Entwicklung einer eigenen Finanzbildungs-App, die

derzeit gemeinsam mit der gruppeneigenen NextGen-Consultancy Neonblau

vorangetrieben wird.

Neben verlässlichen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und einer stärkeren

privaten Vorsorge sieht der BVR vor allem technologische Innovationskraft als

entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Europa und den Finanzstandort Deutschland.

Mit dem Tech Sovereignty Package hat die EU-Kommission Anfang Juni ein

umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt, das Europas Abhängigkeit bei Cloud,

Künstlicher Intelligenz und Halbleitern verringern und eigene technologische

Alternativen stärken soll. Nun kommt es darauf an, aus diesen politischen

Weichenstellungen konkrete Investitionen und marktfähige Lösungen entstehen zu

lassen. Digitale Souveränität sollte dabei nicht Abschottung bedeuten, sondern

die Fähigkeit, technologische Entwicklungen aktiv mitzugestalten und für Kunden

nutzbar zu machen. Die genossenschaftliche FinanzGruppe treibt den Einsatz von

KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette voran - von der Automatisierung

ihrer Prozesse über intelligente Datennutzung bis hin zu neuen Anwendungen in

Beratung und Service. Zugleich bringt sie ihre Erfahrungen als Betreiber

kritischer Finanzinfrastruktur aktiv in die politische Debatte um

Cloud-Technologien, Datenhoheit und KI-Regulierung ein.

Mit seinem Reformprojekt Geno Next Level hat der BVR erfolgreich die

Sicherungseinrichtung gestärkt und ihre Eingriffsrechte bei Banken im

Präventions- und Sanierungsstatus verschärft. Die dafür erforderlichen

Änderungen an Statuten hat die BVR-Mitgliederversammlung im Juni mit sehr großer

Mehrheit beschlossen. "Das ist ein Meilenstein für die Zukunft unseres

Sicherungssystems und ein Beleg für die Handlungsfähigkeit unserer Gruppe",

bilanzierte Kolak nach anderthalb Jahren eines von Primärbanken,

Regionalverbänden und Verbundunternehmen getragenen Reformprozesses.

In den kommenden Monaten werden sich die Aufsichtsräte und Vorstände aller

Genossenschaftsbanken zudem mit dem vom BVR vorgelegten Vorstands- und

Aufsichtsratskodex befassen. Dieser soll ein gemeinsames Verständnis

verantwortungsvoller Unternehmensführung fördern. Auch die Weiterentwicklung des

gruppenweiten Risiko- und Finanzmanagements war Bestandteil von Geno Next Level.

Die im Projekt erarbeiteten Leitplanken werden derzeit vom BVR weiter

ausgearbeitet.

Erfolgreiches Kundengeschäft

Der Zinsüberschuss - die größte Ertragsquelle der Genossenschaftsbanken - stieg

im Jahr 2025 leicht auf 24,5 Milliarden Euro und bestätigt das hohe

Vorjahresniveau (24,3 Milliarden Euro).

Dynamischer wuchs erneut der Provisionsüberschuss auf 9,9 Milliarden Euro

(Vorjahr: 9,5 Milliarden Euro). Haupterlösquellen waren weiterhin Erträge aus

dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapiergeschäft.

Das Handelsergebnis verbesserte sich spürbar und drehte von minus 643 Millionen

Euro auf plus 384 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Wegfall

marktbedingter Bewertungseffekte bei eigenen Emissionen. Gegenläufig wirkte die

Normalisierung des Ergebnisses aus Finanzanlagen von 930 Millionen Euro auf 142

Millionen Euro. Zwar konnten auch hier Wertaufholungen verzeichnet werden, diese

fielen jedoch wesentlich geringer aus als im Vorjahr.

Im Berichtsjahr hervorzuheben ist das Versicherungsgeschäft. Eine erfreuliche

Entwicklung im Kundengeschäft sowie eine geringere Schadendynamik führten zu

einem deutlichen Ergebnisanstieg von 56 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro.

Ihre Risikovorsorge hält die genossenschaftliche FinanzGruppe im Geschäftsjahr

2025 auf weiter hohem Niveau von 4,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,5 Milliarden

Euro). Hierin spiegelt sich das aufgrund der schwachen Konjunktur weiterhin

anziehende Insolvenzgeschehen bei Unternehmen und Verbrauchern, aber auch die

vorsorgliche Planung der Finanz- und Risikomanager in den Banken wider.

Die erzielten Erträge kompensieren die steigenden Verwaltungsaufwendungen, die

sich im Geschäftsjahr auf 22,2 Milliarden Euro nach 20,8 Milliarden Euro im

Vorjahr erhöhten. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Personalaufwendungen

durch Tariferhöhungen und Neubesetzungen. Die Zahl der Mitarbeitenden der

genossenschaftlichen FinanzGruppe stieg 2025 um rund 3.000 Personen auf rund

176.500. Damit setzte sie den strategischen Beschäftigungsaufbau im dritten Jahr

in Folge fort. Darüber hinaus stiegen die IT-Ausgaben. Die FinanzGruppe

investiert damit weiterhin gezielt in ihre Mitarbeitenden und die digitale

Weiterentwicklung ihrer Banken.

Die Aufwand-Ertrags-Relation wuchs hierdurch moderat um 1,5 Prozentpunkte auf

58,3 Prozent und liegt damit weiterhin auf gutem Niveau. Nach Berücksichtigung

der Ertragsteuern in Höhe von 4,2 Milliarden Euro belief sich der

Jahresüberschuss nach Steuern im Geschäftsjahr 2025 auf 7,4 Milliarden Euro. Die

positive Entwicklung im Kundengeschäft spiegelte sich auch in der Bilanz wider:

Die Forderungen an Kunden stiegen um 2,9 Prozent, die Kundeneinlagen um 2,7

Prozent. Die konsolidierte Bilanzsumme der genossenschaftlichen FinanzGruppe

erhöhte sich damit auf 1,68 Billionen Euro und lag 2,3 Prozent über dem

Vorjahreswert.

Die genossenschaftliche FinanzGruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre

Eigenkapitalbasis, die weiterhin zu 83 Prozent von den Genossenschaftsbanken

getragen wird, kräftig ausbauen. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um

knapp 5,3 Prozent auf 158,5 Milliarden Euro. Die Gesamtkapitalquote stieg um 0,4

Prozentpunkte auf 17,2 Prozent. Mit dieser sehr soliden Kapitalausstattung ist

die genossenschaftliche FinanzGruppe gut aufgestellt für die Zukunft - sowohl

für Risiken als auch für erwartete Finanzierungsbedarfe. Dies bestätigen auch

die Ratingagenturen : Sowohl Fitch mit AA- als auch Standard & Poor's mit A+

beurteilen die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken im

Branchenvergleich sehr gut - beide mit einem stabilen Ausblick.

Hintergrundinformation zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken

Raiffeisenbanken:

Die 646 Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken,

genossenschaftlichen Kirchenbanken sowie Spezialinstitute vereinen das Kapital

der genossenschaftlichen FinanzGruppe - einschließlich der Zentralbank DZ BANK

AG - fast vollständig auf sich. Sie betreuen über 30 Millionen Kunden, von denen

17,5 Millionen als Mitglieder Geschäftsanteile an den Kreditgenossenschaften

halten. Die Eigentümerstruktur der genossenschaftlichen Bankengruppe ist damit

sehr breit und vollständig in privater Hand.

Die Zentralbank und Verbundunternehmen, zu denen neben der Bausparkasse

Schwäbisch Hall AG, der DZ HYP AG, der Union Asset Management Holding AG und der

R+V Versicherung AG unter anderem auch die Münchener Hypothekenbank eG, VR Smart

Finanz, die TeamBank AG und die DZ PRIVATBANK S.A. gehören, stellen den

Volksbanken und Raiffeisenbanken Allfinanzprodukte und -leistungen zur

Verfügung, die von den Genossenschaftsbanken im Rahmen ihrer jeweiligen

Positionierung im Markt bedarfsgerecht angeboten werden können.

Der BVR ist das strategische Kompetenzzentrum der genossenschaftlichen

Bankengruppe und vertritt als Spitzenverband der Kreditwirtschaft bundesweit und

international die Interessen der genossenschaftlichen Bankengruppe. Der BVR

betreibt ferner ein duales System der Institutssicherung. Die 100-prozentige

Tochtergesellschaft BVR Institutssicherung GmbH ist amtlich als

Einlagensicherungssystem anerkannt und stellt - neben der Institutssicherung -

den gesetzlichen Auftrag sicher, im Fall einer Bankinsolvenz die Entschädigung

der Einleger nach Maßgabe des Einlagensicherungsgesetzes vorzunehmen. Die

Sicherungseinrichtung des BVR gewährleistet als zusätzliches, freiwilliges

System ebenfalls die Einlagensicherung über den Weg der Institutssicherung

Pressekontakt:

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und

Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin

Telefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40550/6314905

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