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21.05.26 10:01 Uhr

Deutscher Factoring-Verband: Umsatz steigt auf 423,5 Milliarden Euro /

Factoring stabilisiert Liefer- und Wertschöpfungsketten

Berlin (ots) - Die deutsche Factoring-Branche hat im Jahr 2025 trotz anhaltender

wirtschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen ein deutliches Wachstum

erzielt. Das Umsatzvolumen der Mitgliedsunternehmen erreichte im Vergleich zum

Vorjahr ein neues Rekordniveau von 423,5 Milliarden Euro (ein Plus von 6,2

Prozent).

Besonders bemerkenswert erscheint diese Entwicklung vor dem Hintergrund eines

lediglich moderaten Wachstums des deutschen Bruttoinlandsprodukts von insgesamt

rund 0,2 Prozent. Die Factoring-Quote erhöhte sich entsprechend auf 9,5 Prozent.

Factoring konnte sich daher erneut als wichtiger Stabilitätsfaktor in der

Unternehmensfinanzierung erweisen, insbesondere für die Sicherung nationaler

Waren- und Wertschöpfungsketten.

" Die Branche konnte auch in einem von Unsicherheiten geprägten Jahr ihre

wichtige Rolle als Finanzierungspartner der Wirtschaft unter Beweis stellen",

fasst es Stefan Wagner, Sprecher des Vorstandes zusammen.

Wachstumstreiber war 2025 vor allem das nationale Factoring-Geschäft, dessen

Umsatz um acht Prozent auf 302,9 Milliarden Euro zulegte. Das internationale

Factoring entwickelte sich dagegen verhaltener und erreichte ein Wachstum von

1,9 Prozent auf 120,5 Milliarden Euro. Während das Export-Factoring leicht

zulegen konnte, verzeichnete das Import-Factoring einen Rückgang um minus 2,8

Prozent.

Insgesamt nutzten 112.000 Kunden die Factoring-Angebote der Mitgliedsunternehmen

des Verbandes. Die Branche beschäftigte 2025 rund 6.600 Mitarbeitende - ein

Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Branchen blieb der Handel erneut stärkster Factoring-Sektor, gefolgt vom

Gesundheitswesen und dem Ernährungsgewerbe. Im Bereich der Factoring-Arten

dominierte weiterhin das Inhouse-Factoring mit einem Anteil von 65 Prozent.

Trotz der positiven Geschäftsentwicklung blickt die Branche vorsichtig auf das

Jahr 2026. Die Verbandsmitglieder bewerten die wirtschaftlichen Aussichten

lediglich mit der Note 2,6. Gründe hierfür sind insbesondere hohe Energiepreise,

geopolitische Spannungen, zunehmende Bürokratie sowie Unsicherheiten in

internationalen Lieferketten.

Die deutsche Factoring-Branche sieht dennoch Chancen: Geplante staatliche

Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung könnten zusätzliche Impulse

liefern. Gleichzeitig ist die Notwendigkeit struktureller Reformen und eines

konsequenten Bürokratieabbaus zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland

dringend geboten und voranzubringen.

Mit seinen aktuell 47 Mitgliedsunternehmen repräsentiert der Deutsche

Factoring-Verband rund 97 Prozent des organisierten Factoring-Umsatzes in

Deutschland. Er ist daher maßgebliche Benchmark für Factoring in Deutschland.

Pressekontakt:

Deutscher Factoring-Verband e.V.

Dr. Alexander M. Moseschus, Verbandsgeschäftsführer

Behrenstr. 73, 10117 Berlin

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