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01.07.26 08:53 Uhr

Erholung trifft auf wachsenden Gegenwind: Immobilienpreise im 2.

Quartal trotz schwieriger Bedingungen weiter gestiegen (FOTO)

Nürnberg (ots) - Die aktuelle Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 2.

Quartal zeigt:

- Immobilienmarkt trotzt Gegenwind: Einfamilienhäuser und Wohnungen verteuern

sich bundesweit um jeweils 1,0 Prozent

- Häusermarkt überrascht: Preise steigen in 14 der 15 größten Städte, nachdem

sie zu Jahresbeginn vielerorts noch nachgegeben hatten

- Wohnungspreise erhöhen sich in 13 von 15 Städten

- Ausblick: Hohe Finanzierungskosten und sinkende Leistbarkeit dürften Spielraum

für Anstiege zunehmend begrenzen

Eigentlich sprechen die Rahmenbedingungen seit geraumer Zeit gegen steigende

Immobilienpreise. Hohe Bauzinsen, eine deutlich verschlechterte Leistbarkeit und

wirtschaftliche Unsicherheiten belasten den Markt bereits seit Monaten. Dennoch

sind die Angebotspreise von Wohnimmobilien im 2. Quartal 2026 erneut gestiegen.

Besonders überraschend entwickelt sich der Häusermarkt: Nachdem die

Preisentwicklung zu Jahresbeginn in mehreren Großstädten noch spürbar an Dynamik

verloren hatte, ziehen die Preise inzwischen wieder nahezu flächendeckend an.

Bundesweit verteuerten sich sowohl Einfamilienhäuser als auch Eigentumswohnungen

zwischen April und Juni um jeweils 1,0 Prozent.

Das geht aus der aktuellen Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 2. Quartal

2026 hervor. Darin wurde analysiert, wie sich die Angebotspreise von

Bestandshäusern und Bestandswohnungen in Deutschland sowie in den 15 größten

deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern entwickelt haben.

"Der Immobilienmarkt zeigt sich derzeit erstaunlich widerstandsfähig. Trotz

schwieriger Finanzierungsbedingungen steigen die Angebotspreise weiter und

gerade bei Häusern hat sich der Anstieg zuletzt sogar beschleunigt", sagt

immowelt Geschäftsführer Theo Mseka. "Gleichzeitig haben sich die

Rahmenbedingungen nicht verbessert - im Gegenteil. Angesichts hoher

Finanzierungskosten und einer erschwerten Leistbarkeit dürfte es für den Markt

zunehmend schwierig werden, die aktuelle Dynamik aufrechtzuerhalten."

Häusermarkt trotzt dem Gegenwind

Die auffälligste Entwicklung des 2. Quartals zeigt sich im Segment der Häuser.

In 14 der 15 größten deutschen Städte legten die Angebotspreise von

Einfamilienhäusern zu, nachdem es im 1. Quartal in etlichen Städten noch zu

Rückgängen gekommen war. Besonders deutlich verteuerten sich Bestandshäuser

zwischen April und Juni in Leipzig (+4,0 Prozent auf 3.195 Euro pro

Quadratmeter), Duisburg (+3,7 Prozent auf 2.822 Euro) und Düsseldorf (+3,2

Prozent auf 5.478 Euro).

Auffällig ist zudem, dass mehrere Städte nach Preisrückgängen zu Jahresbeginn

wieder steigende Angebotspreise verzeichneten. So drehten München (+1,8 Prozent

auf 9.083 Euro pro Quadratmeter), Frankfurt (+1,2 Prozent auf 5.026 Euro),

Stuttgart (+0,7 Prozent auf 5.975 Euro) und Essen (+2,0 Prozent auf 3.987 Euro)

wieder ins Plus. In Berlin (4.855 Euro) beschleunigte sich der Anstieg mit 1,3

Prozent im Vergleich zum Vorquartal (+0,4 Prozent) spürbar. Lediglich Köln

bildet mit einem Rückgang von 0,6 Prozent auf 4.905 Euro pro Quadratmeter eine

Ausnahme.

Eine mögliche Erklärung für die Preisanstiege ist das weiterhin knappe Angebot.

Der Neubau liegt seit Längerem deutlich unter dem Bedarf und auch die Zahl der

Fertigstellungen ist zuletzt weiter gesunken. Zwar ziehen die Baugenehmigungen

langsam wieder an, kurzfristig sorgt dies jedoch noch nicht für spürbar mehr

Angebot am Markt.

Wohnungspreise entwickeln sich weiterhin stabil

Bei Eigentumswohnungen setzte sich der moderate Aufwärtstrend fort. In 13 der 15

größten deutschen Städte erhöhten sich die Angebotspreise im 2. Quartal.

Besonders kräftige Anstiege verzeichneten Dortmund (+4,0 Prozent auf 2.605 Euro

pro Quadratmeter), Hannover (+3,4 Prozent auf 3.564 Euro) und Leipzig (+3,0

Prozent auf 2.636 Euro). Gleichzeitig legten auch hochpreisige Standorte wie

Frankfurt am Main (+2,2 Prozent auf 5.564 Euro) und Berlin (+2,0 Prozent auf

4.981 Euro) weiter zu. Rückläufig entwickelten sich die Wohnungspreise lediglich

in Stuttgart (-1,3 Prozent auf 4.310 Euro) und München (-0,2 Prozent auf 8.078

Euro).

Ausblick: Steigende Preise treffen auf wachsende Belastungen

Die Preisentwicklung steht zunehmend im Kontrast zu den Rahmenbedingungen am

Immobilienmarkt. Die Bauzinsen sind von ihrem zwischenzeitlichen Tiefstand Ende

2024 bei rund 3,15 Prozent in Richtung 4 Prozent gestiegen und die Europäische

Zentralbank hat den Einlagenzins im Juni erstmals seit 2023 wieder angehoben.

Gleichzeitig ist die Leistbarkeit von Wohneigentum deutlich gesunken: Der

Kaufkraftindex liegt mittlerweile bei rund 107 finanzierbaren Quadratmetern,

nachdem Ende 2024 noch etwa 122 Quadratmeter möglich waren.

Angesichts hoher Finanzierungskosten und einer eingeschränkten Leistbarkeit

wächst das Risiko, dass die aktuelle Preisdynamik in den kommenden Monaten

nachlässt. Der Immobilienmarkt zeigt sich derzeit zwar erstaunlich robust, die

Spielräume für weitere Preiszuwächse dürften jedoch geringer werden.

Daten für alle 15 Großstädte sowie weiterführende Analysen finden Sie im

immowelt Preiskompass für das 2. Quartal 2026. Die aktuelle Ausgabe steht hier

zum Download zur Verfügung. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group2/import/R

edaktion/Pressemitteilungen/2026/Der_immowelt_Preiskompass_Q2_2026.pdf)

Detaillierte Informationen zum aktuellen Preisniveau in den unterschiedlichen

Regionen Deutschlands liefert die immowelt Price Map

(https://www.immowelt.de/immobilienpreise/deutschland).

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