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KfW erhöht Refinanzierungsziel für 2026 auf 80 bis 85 Mrd. EUR

Frankfurt am Main (ots) -

- Starkes Fördergeschäft treibt Refinanzierungsbedarf

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- KfW setzt weitere Impulse für digitale Kapitalmarktinfrastruktur

- Hohe internationale Investorennachfrage trotz Krisen

Die KfW erhöht ihr Refinanzierungsziel für 2026 von ursprünglich 75 bis 80 Mrd.

auf 80 bis 85 Mrd. EUR. Darin spiegelt sich sowohl die starke Entwicklung des

inländischen Fördergeschäfts seit Jahresbeginn als auch die erwartete positive

Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten wider. In der ersten Jahreshälfte

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nahm die Förderbank inmitten eines volatilen Umfeldes bereits 58 Mrd. EUR an den

internationalen Kapitalmärkten auf.

"Unser höheres Refinanzierungsziel ist vor allem Ausdruck unseres sehr

erfolgreichen Fördergeschäfts. Entscheidend ist dabei: Wir können diesen

zusätzlichen Bedarf aus einer Position der Stärke heraus decken. Wir haben im

ersten Halbjahr abermals gezeigt, dass wir auch in einem von Unsicherheit

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geprägten Marktumfeld große Volumina verlässlich platzieren können. Unsere

breite Aufstellung, unsere internationale Investorenbasis sowie die hohe

Liquidität unserer Anleihen sind hierbei wichtige Parameter", sagt Tim

Armbruster, Treasurer der KfW Bankengruppe.

Neben großvolumigen Euro- und USD-Benchmark-Transaktionen prägten öffentliche

Emissionen und Privatplatzierungen in neun weiteren Währungen sowie große

Emissionen von Euro-Green-Bonds die Refinanzierung in der ersten Jahreshälfte.

Darüber hinaus blieb die praktische Erprobung digitaler

Kapitalmarktinfrastrukturen ein zentraler strategischer Schwerpunkt.

So beteiligte sich die KfW im ersten Halbjahr 2026 an mehreren digitalen

Pilottransaktionen sowohl als Investorin als auch als Emittentin. Dabei wurden

innovative Anleiheprozesse, DLT-basierte Finanzmarktinfrastrukturen sowie die

Zahlungsabwicklung von Anleihen in Zentralbankgeld unter realitätsnahen

Marktbedingungen erprobt. Dazu zählten unter anderem Project Sovereign mit der

Bank of Greece und SWIAT, der Erwerb eines Krypto-Wertpapiers der DZ BANK und

des Landes Sachsen-Anhalt sowie die Emission der dritten digitalen Anleihe als

Kryptowertpapier nach dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG).

Bei der Anfang Juni emittierten Krypto-Anleihe ist für Herbst ein "Härtetest"

unter realen Marktbedingungen geplant. So soll während der Laufzeit sowohl der

Registerführer als auch die zugrunde liegende DLT-Infrastruktur gewechselt

werden. Parallel erprobt die KfW neue Wege der Zahlungsabwicklung in

Zentralbankgeld, zunächst über die Trigger Solution der Deutschen Bundesbank und

später über die geplante Pontes-Infrastruktur des Eurosystems.

"Als großer internationaler Emittent können wir dazu beitragen, digitale

Kapitalmarktinfrastruktur aus der Pilotphase herauszuführen. Dafür braucht es

nicht nur Technologie, sondern Vertrauen, Standardisierung und

Anschlussfähigkeit an bestehende Marktprozesse. Genau an dieser Schnittstelle

sehen wir unsere Rolle", betont Treasurer Tim Armbruster.

In ihrem Kerngeschäft der Kapitalmarktrefinanzierung profitierte die KfW erneut

von ihrer flexiblen Refinanzierungsstrategie und breiten

Währungsdiversifikation, und konnte in einem volatilen Umfeld Chancen und

Emissionsfenster in verschiedenen Märkten gezielt und zeitnah nutzten. Im Januar

erzielte sie mit einem Volumen von 19 Mrd. EUR dabei einen der erfolgreichsten

Funding-Monate ihrer Geschichte.

Mit einem Anteil von rund 60 % bleibt der Euro nach wie vor die wichtigste

Währung im Portfolio der KfW und zentrales Refinanzierungsinstrument. Die

Euro-Benchmark-Anleihen der KfW fungieren für viele Emittenten weiterhin als

wichtiger Referenz- und Ankerpunkt im Markt. Entsprechend zeigten sich

Neuemissionen der KfW in Euro im Vergleich zu Emissionen anderer Förderbanken

und SSA-Emittenten deutlich weniger volatil. Auffällig war dabei unter anderem

eine stärkere Nachfrage aus der Region Asien-Pazifik.

Im strategisch bedeutsamen US-Dollar-Markt profitierte die KfW in den

vergangenen Monaten von einer hohen Marktliquidität und einem erhöhten

Anlagedruck auf Investorenseite - zusätzlich gestützt durch den Status als Safe

Haven in Zeiten geopolitischer Unsicherheit. Dies führte zu einem deutlichen

Zuwachs der Orderbücher trotz anhaltend enger Spreads. Der US-Dollar-Anteil an

der Refinanzierung belief sich im 1. Halbjahr auf rund 22%.

Besonders dynamisch entwickelte sich auch der Hongkong-Dollar, der im ersten

Halbjahr mit einem Anteil von 4% zur viertwichtigsten Währung im

Refinanzierungsmix der KfW aufrückte. Mit einer HKD-Anleihe in Benchmark-Größe

(6 Mrd. HKD) und lokaler Clearing-Abwicklung emittierte die KfW die bislang

größte Anleihe eines europäischen öffentlichen Emittenten im aufstrebenden

"Wonton"-Markt. Damit trug sie nicht nur dem wachsenden Interesse

internationaler Investoren am HKD-Markt Rechnung, sondern nutzte auch gezielt

die hohe Liquidität in Asien.

Im grünen Segment platzierte die KfW im ersten Halbjahr elf Green Bonds in sechs

Währungen und erzielte damit Nettoerlöse von insgesamt rund 12,6 Mrd. EUR.

Darunter befanden sich zwei großvolumige Euro-Benchmark-Anleihen mit einem

Umfang von jeweils 5 Mrd. EUR. Eine weitere Emission dieser Art ist für das

zweite Halbjahr vorgesehen. Damit vollzieht die KfW einen Paradigmenwechsel in

ihrer Green-Bond-Strategie: Sie rückt nun auch in diesem Segment die Liquidität

ihrer Anleihen noch stärker in den Mittelpunkt und etabliert sich auch hier

zunehmend als Referenzgröße für andere Emittenten. Das neueste, seit 2024

gültige Green Bond Framework schafft dabei für den Einsatz grüner Assets

zusätzlichen Spielraum.

Für das zweite Halbjahr plant die KfW weitere Emissionen in Höhe von rund 22 bis

27 Mrd. EUR, wobei Euro und US-Dollar weiterhin die zentrale Rolle spielen

werden. Darüber hinaus bleiben die Nutzung von Marktchancen, ausgewählte

Fremdwährungen sowie die praktische Erprobung digitaler

Kapitalmarktinfrastruktur und Green Bonds im Fokus der KfW.

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Frank Brandmaier,

Tel. +49 1520 9782737

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