OTS: KfW / KfW Research: Gut jedes zehnte mittelständische Unternehmen ...


KfW Research: Gut jedes zehnte mittelständische Unternehmen

beschäftigt ausländische Fachkräfte

Werbung

Frankfurt am Main (ots) -

- Vor allem größere Mittelständler und Industrieunternehmen greifen auf

ausländische Fachkräfte zurück

- Kaum Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

- Sprachbarrieren, bürokratische Hemmnisse sowie rechtliche Hürden erschweren

die Rekrutierung

Der demografische Wandel wird zu einem zunehmenden Problem für den deutschen

Werbung

Arbeitsmarkt. Die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften kann ein

Lösungsbaustein für die entstehende Personallücke sein. Derzeit beschäftigt gut

jedes zehnte mittelständische Unternehmen in Deutschland - 11,5 Prozent -

Fachkräfte aus dem Ausland. Dabei handelt es sich vor allem um große

Mittelständler mit 50 und mehr Beschäftigten. 61 Prozent von ihnen gaben an,

ausländische Fachkräfte im Betrieb zu haben. Je kleiner die Unternehmen, desto

Werbung

seltener spielen Fachkräfte aus dem Ausland eine Rolle für sie.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Sonderbefragung im Rahmen des

KfW-Mittelstandspanels. Diese fand im Januar 2026 statt, befragt wurden deutsche

kleine und mittlere Unternehmen sämtlicher Wirtschaftszweige bis zu einer

Umsatzgrenze von 500 Millionen Euro. Definiert ist der Begriff "ausländische

Fachkraft" in der Umfrage als Person mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die

zum Zweck der Erwerbstätigkeit nach Deutschland zugewandert ist, über eine

berufliche oder akademische Qualifikation verfügt und entsprechend eingesetzt

wird. Aus dem Ausland stammende Hilfsarbeiter beispielsweise fallen also nicht

darunter.

Besonders häufig beschäftigen Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe

ausländische Fachkräfte. 21 Prozent von ihnen gaben das an. Es folgen der Handel

mit 14,3 Prozent sowie das Baugewerbe mit 13,3 Prozent.

12,4 Prozent der Unternehmen erklärten, aus unterschiedlichen Gründen auf die

Einstellung von ausländischen Fachkräften zu verzichten - obwohl grundsätzlich

Bedarf bestehe. 45,5 Prozent der Unternehmen hingegen betonten, derzeit keinen

Bedarf für ausländische Fachkräfte zu haben.

"Die konjunkturelle Schwächephase führt dazu, dass der Fachkräftemangel momentan

geringer ist als noch vor einigen Jahren. Die Unternehmen spüren den

demografisch bedingten Arbeitskräftemangel daher nicht so stark. Der Bedarf an

qualifizierten Arbeitskräften wird aber wieder steigen, in dem Maße wie die

Konjunktur weiter anzieht", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Kaum Unterschiede gibt es in dem Bereich laut der Umfrage zwischen Ost- und

Westdeutschland. Im Osten liegt der Anteil der Unternehmen, die ausländische

Fachkräfte beschäftigen, mit 9,6 Prozent geringfügig niedriger als im Westen mit

11,9 Prozent. Die Differenz beruht vor allem auf der Branchenstruktur, da im

Westen der Anteil größerer Mittelständler im Verarbeitenden Gewerbe und im

Dienstleistungssektor höher ist.

Als Herausforderung oder Hindernis bei der Rekrutierung ausländischer

Beschäftigter nannten 69,1 Prozent der Unternehmen Sprachbarrieren. 47,5 Prozent

bemängelten bürokratische und rechtliche Hindernisse. Diese können Verfahren

rund um Aufenthaltstitel, Arbeitserlaubnisse oder behördliche Prozesse umfassen,

die vielfach langwierig und schwer kalkulierbar sind.

"Wir sehen in unserer Umfrage, dass ein Teil der mittelständischen Unternehmen

zwar gerne Beschäftigte aus dem Ausland rekrutieren würde, rechtliche und

bürokratische Hürden allerdings abschreckend auf sie wirken. Diese Barrieren

sollten angesichts des demografischen Wandels und des damit voranschreitenden

Fachkräftemangels konsequent abgebaut werden", sagt Dr. Dirk Schumacher.

Die ganze Studie finden Sie hier: Fokus Volkswirtschaft | KfW (https://www.kfw.d

e/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Fokus-Volkswi

rtschaft/)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen

Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https

://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html

?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.press

emitteilung.na.na.journalisten.na)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,

Tel.: +49 69 7431 41336

mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6357277

OTS: KfW

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.