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KfW Research revidiert Wachstumsprognose für Deutschland erneut leicht

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Frankfurt am Main (ots) -

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- Ökonomen der KfW erwarten für 2026 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um

0,7 Prozent

- Fiskalpaket der Bundesregierung dürfte im laufenden Jahr und vor allem 2027

für positiven Impuls sorgen

- Inflationsprognose für dieses Jahr bei 3,1 Prozent

Die deutsche Wirtschaft ist mit einem Wachstum von 0,3 Prozent im Vergleich zum

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Vorquartal solide ins Jahr 2026 gestartet. Im Ranking der großen Euroländer hat

sich Deutschland damit im ersten Vierteljahr auf Rang 2 hinter Spanien

geschoben, dessen Wirtschaft um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal wuchs.

Der Krieg im Iran trübt nun aber die Konjunkturaussichten deutlich. Die Ökonomen

der KfW senken ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr erneut leicht auf

nun 0,7 Prozent (Februarprognose 1,5 Prozent; Aprilprognose 0,9 Prozent). Für

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2027 erwartet KfW Research dann ein Wachstum von 1,3 Prozent (Februarprognose

1,8 Prozent, Aprilprognose: 1,4 Prozent).

Hauptgrund für die nach wie vor signifikant positive Wachstumserwartung für das

Gesamtjahr und vor allem für 2027 ist der Fiskalstimulus der Bundesregierung.

Vor allem die Verteidigungsausgaben sind schon seit Ende 2025 rapide angestiegen

und über die Bestellung von Rüstungsgütern bei der deutschen Industrie

angekommen. Etwas langsamer stellte sich dagegen in den vergangenen Monaten der

Mittelabfluss aus dem Sondervermögen dar, wobei KfW Research weiterhin von einer

Beschleunigung ab der zweiten Jahreshälfte ausgeht.

Positive Wachstumsbeiträge sind 2026 somit vor allem von staatlichen

Investitionen sowie dem Staatskonsum zu erwarten. Indirekt dürfte sich das aber

auch positiv im privaten Konsum niederschlagen. Bei den

Unternehmensinvestitionen und den Wohnungsbauinvestitionen rechnet KfW Research

erst 2027 wieder mit auf Jahressicht positiven Beiträgen zum

Bruttoinlandsprodukt (BIP).

"Der Iran-Krieg war ein heftiger Nackenschlag für die deutsche Wirtschaft.

Wichtig ist nun vor allem, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet wird.

Damit rechnen wir bis etwa Ende Juni. Das würde die Energiepreise langsam

drücken. Die Wachstumsrate der deutschen Wirtschaft dürfte dann im dritten

Quartal wieder ins Positive drehen", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der

KfW. Für das zweite Quartal rechnet KfW Research mit einem leichten Rückgang des

BIP.

Auch für den Euroraum revidiert KfW Research die Prognose nach unten: Für 2026

erwarten die Ökonomen ein Wachstum von 0,6 Prozent (Februarprognose 1,4 Prozent)

und für 2027 von 1,0 Prozent (Februarprognose 1,8 Prozent).

Die als Folge des Irankriegs stark gestiegenen Energiepreise haben sich deutlich

auf die Entwicklung der Inflation ausgewirkt. Der Kostenschock dürfte mit

zeitlicher Verzögerung auf weitere Bereiche wie etwa Lebensmittel überspringen.

KfW Research hebt daher seine Inflationsprognose an. Die Ökonomen erwarten nun

für Deutschland in diesem Jahr eine Inflationsrate von 3,1 Prozent und für die

Eurozone von 3,0 Prozent. Im kommenden Jahr dürften die Verbraucherpreise mit

2,4 Prozent in Deutschland und 2,3 Prozent in der Eurozone weiterhin stärker

steigen als von der Europäischen Zentralbank (EZB) gewünscht. Es zeichnet sich

ab, dass die EZB mit einer moderaten geldpolitischen Straffung auf die Lage

reagieren wird.

Der aktuelle KfW-Konjunkturkompass ist abrufbar unter: KfW-Konjunkturkompass |

KfW

(https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/KfW-Research/KfW-Konjunkturkompass.html)

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