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KfW: Starkes erstes Halbjahr - Neuzusagen steigen um 46 Prozent auf

rund 58 Milliarden Euro

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Frankfurt am Main (ots) -

- Mittelstandsförderung für Klima- und Umweltvorhaben hat sich auf 11,2

Milliarden Euro mehr als verdoppelt

- Großes Interesse privater Kunden an Bundesförderung effizienter Gebäude

einschließlich Heizungsförderung

- Export- und Projektfinanzierungen wachsen um 33 Prozent auf 15,4 Milliarden

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Euro

- Ökonomisches Ergebnis mit 1.238 Millionen Euro deutlich über Vorjahr -

Konzernergebnis bei 877 Millionen Euro

- Stefan Wintels: "Es ist sehr erfreulich, dass wir unser Konzernergebnis

deutlich steigern konnten. Die KfW setzt diese finanzielle Stabilität ein, um

Wirtschaft und Gesellschaft wirksam zu unterstützen."

Die KfW Bankengruppe hat ein sehr gutes erstes Halbjahr verzeichnet und

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Finanzierungen in Höhe von 57,7 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 39,4

Milliarden Euro). Damit lag zum Halbjahr das Zusagevolumen für originäres

Fördergeschäft auf Rekordniveau. Das Neugeschäft lag rund 46 Prozent über dem

Vorjahreswert.

Vor allem in der inländischen Förderung entwickelte sich das zweite Quartal noch

dynamischer als das bereits starke erste Quartal. Das Zusagevolumen erreichte

zur Jahresmitte 38,9 Milliarden Euro (01-06/2025: 25,3 Milliarden Euro).

Besonders ausgeprägt war die Nachfrage nach Förderkrediten im Segment

Mittelstand für Klimaschutz- und Umweltvorhaben (11,2 Milliarden Euro gegenüber

5,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum). Auch die Programme für private Kunden

- insbesondere die energieeffiziente Gebäudeförderung inklusive

Heizungsförderung - wurden wieder intensiv nachgefragt.

Bei KfW Capital haben sich die Zusagen der Fondsinvestments auf 389 Millionen

Euro mehr als verdoppelt (01-06/2025: 146 Millionen Euro).

"Die unvermindert hohe Nachfrage nach unseren KfW-Förderangeboten für Klima- und

Umweltvorhaben zeigt deutlich: Unternehmen und private Kundinnen und Kunden sind

bereit, in die Zukunft zu investieren - wenn die Rahmenbedingungen stimmen",

sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW. "Mit unseren

zinsvergünstigten Krediten und Zuschüssen setzen wir wirksame Anreize für

Investitionen. Unsere Förderung ist ein wesentlicher Beitrag zu Wachstum,

Beschäftigung und zur Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland."

Das Neugeschäft der Export- und Projektfinanzierung erreichte 15,4 Milliarden

Euro und liegt damit rund 33 Prozent über dem Vorjahresniveau (01-06/2025: 11,6

Milliarden Euro). Gründe für den Anstieg sind die Nutzung attraktiver

Marktopportunitäten sowie der erfolgreiche Abschluss großvolumiger

Einzelgeschäfte.

Die Zusagen in der KfW Entwicklungsbank lagen mit 3,1 Milliarden Euro sehr

deutlich über dem Vorjahresniveau (01-06/ 2025: 2,0 Milliarden Euro). Ursächlich

sind vor allem einige großvolumige Zusagen. Ein Großteil dieser Zusagen besteht

aus KfW-Eigenmitteln. Dabei gewinnen deutsche und europäische

Wirtschaftsinteressen zunehmend an Bedeutung. Auch die DEG verzeichnete einen

Zusageanstieg auf 0,9 Milliarden Euro (01-06/2025: 0,6 Milliarden Euro).

Der KfW-Konzern erzielte im ersten Halbjahr ein Ökonomisches Ergebnis

(Konzerngewinn vor IFRS-Effekten, Förderaufwand und Steuern) in Höhe von 1.238

Millionen Euro. Es lag damit rund 50 Prozent über dem Vorjahreswert (01-06/2025:

824 Millionen Euro).

In ihrem Fördergeschäft setzte die KfW 237 Millionen EUR eigene Mittel als

Förderaufwand ein, um die Konditionen ihrer Förderung auch in schwierigen Zeiten

zu verbessern (01-06/2025: 246 Millionen Euro). Schwerpunkte lagen in der

Förderung von Gründung und Unternehmensinvestitionen, Innovation, Umwelt und

Nachhaltigkeit sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Hierdurch konnte

das verbilligte Fördervolumen um rund 30 Prozent ausgeweitet werden. Der

erfreuliche Konzerngewinn übertraf mit 877 Millionen Euro den Vorjahreswert

deutlich (01-06/2026: 289 Millionen Euro).

"Das deutlich verbesserte ökonomische Ergebnis ist die finanzielle Grundlage

unserer Handlungsfähigkeit als Förderbank des Bundes und der Länder. Diese

Finanzkraft ist Voraussetzung, um unsere Eigenmittel zu stärken und

Förderprogramme zu verbilligen", sagte Wintels.

Die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses (Betriebsergebnis vor

Bewertungen und Förderaufwand), das mit 1.103 Millionen Euro über dem

Vorjahreswert (01-06/2025: 969 Millionen Euro) lag, resultierte vor allem aus

dem Zinsüberschuss (vor Förderaufwand), der mit 1.567 Millionen Euro das Vorjahr

deutlich übertraf (01-06/2025: 1.436 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss

(vor Förderaufwand), der vor allem die Vergütung von Förderaktivitäten im

Auftrag des Bundes umfasst, erreichte mit 340 Millionen Euro das Vorjahresniveau

(01-06/2025: 336 Millionen Euro). Der Verwaltungsaufwand (vor Förderaufwand)

konnte mit 805 Millionen Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres gehalten

werden (01-06/2025: 803 Millionen Euro).

Das Ergebnis aus der Kreditrisikovorsorge zeigte sich mit minus 74 Millionen

Euro weiterhin moderat (01-06/2026: minus 95 Millionen Euro). Es resultiert aus

Zuführungen zur pauschalen Kreditrisikovorsorge und zu Einzelwertberichtigungen.

Gegenläufig wirkten Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen.

Der Beitrag des Beteiligungsportfolios zum Bewertungsergebnis in Höhe von 192

Millionen Euro (01-06/2025: 110 Millionen Euro) ist vor allem auf die positive

Entwicklung im Geschäftsfeld KfW Capital zurückzuführen und setzt mit 119

Millionen Euro den positiven Trend in der Venture-Capital-Finanzierung fort. Die

Geschäftsfelder DEG und KfW Entwicklungsbank tragen ebenfalls zu einem positiven

Ergebnisbeitrag bei.

Das Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung (vor IFRS-Effekten) beträgt 28

Millionen Euro (01-06/2025: minus 174 Millionen Euro). Hierin enthalten sind die

in Fremdwährung gehaltenen DEG-Beteiligungen und deren Teilabsicherung.

Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 90 Millionen Euro (01-06/2025: 68

Millionen Euro). Rein IFRS-bedingte Bewertungseffekte aus Derivaten, die zu

Sicherungszwecken eingesetzt werden, belasteten das Ergebnis mit 34 Millionen

Euro (01-06/2025: minus 222 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme lag mit 550,4 Milliarden Euro um 9,7 Milliarden Euro über dem

Wert Ende 2025 (540,7 Milliarden Euro). Diese Entwicklung ergab sich vor allem

durch einen Anstieg der Liquiditätshaltung und des Nettokreditvolumens.

Mit einer Gesamtkapitalquote sowie einer (harten) Kernkapitalquote von jeweils

28,1 Prozent liegen die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten weiterhin auf

einem sehr guten Niveau (31.03.2026: 28,5 Prozent beziehungsweise 28,4 Prozent).

Der Rückgang der Eigenkapitalquoten ergab sich im Wesentlichen aus einem

neugeschäftsbedingten Anstieg des Gesamtrisikobetrags sowie erhöhten

Abzugspositionen in den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln.

Die Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

1. Mittelstandsbank und Private Kunden

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden lag das Fördervolumen per

30. Juni 2026 mit 32,9 Milliarden Euro mehr als 50 Prozent über dem

Vorjahreswert (01-06/2025: 21,2 Milliarden Euro).

Mittelstandsbank

In der Mittelstandsbank wurden im ersten Halbjahr Förderkredite in Höhe von 16,5

Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 10,2 Milliarden Euro).

Der Förderschwerpunkt Gründung und Unternehmensinvestitionen überstieg mit 3,9

Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres (01-06/2025: 3,3 Milliarden Euro).

Im Bereich Klimawandel und Umwelt zeigte sich eine besonders hohe Nachfrage.

Hier wurden per Ende Juni 2026 mit 11,2 Milliarden Euro mehr als doppelt so

viele Mittel zugesagt wie im Vorjahreszeitraum (01-06/2025: 5,3 Milliarden

Euro). Das positive Marktumfeld vor allem im Onshore-Windmarkt beflügelt das

Programm "Erneuerbare Energien - Standard", in dem 7,6 Milliarden Euro zugesagt

wurden (01-06/2025: 3,6 Milliarden Euro). Auch das Programm

"Klimaschutzoffensive für Unternehmen" hat mit Neuzusagen in Höhe von 2,0

Milliarden Euro den Vorjahreswert deutlich übertroffen (01-06/2025: 0,3

Milliarden Euro).

Die Innovationsfinanzierung erreichte zum Halbjahr mit 1,5 Milliarden Euro das

Niveau des Vorjahres.

Private Kunden

Im Segment Private Kunden ist das Neuzusagevolumen ebenfalls stark gestiegen und

lag mit 16,4 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 11,0

Milliarden Euro).

Der Anstieg ist vor allem auf die hohe Nachfrage im Förderschwerpunkt

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien zurückzuführen. Hier wurden Mittel in

Höhe von 12,9 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 7,1 Milliarden Euro).

Verantwortlich hierfür waren zum einen die höheren Neuzusagen im Programm

"Klimafreundlicher Neubau" (5,4 Milliarden Euro gegenüber 1,6 Milliarden Euro im

Vorjahreszeitraum), wozu auch die Wiedereinführung des Energieeffizienzstandard

55 beigetragen hat. Zum anderen blieb das Interesse an der Bundesförderung für

effiziente Gebäude inklusive der Heizungsförderung hoch; die Neuzusagen lagen

mit 6,5 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert (01-06/2024: 5,2 Milliarden Euro.

Mit 2,8 Milliarden Euro leicht rückläufig waren die Zusagen im Bereich Wohnen

und Leben (01-06/2025: 3,0 Milliarden Euro).

Im Bereich Bildung lagen die Neuzusagen per 30. Juni 2026 mit rund 0,8

Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

2. Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielte im ersten

Halbjahr 2026 ein Zusagevolumen von rund 5,6 Milliarden Euro und übertraf damit

den Vorjahreswert (01-06/2025: 4,0 Milliarden Euro) deutlich.

Im Segment der k ommunalen und sozialen Infrastruktur konnte ein Volumen von 3,8

Milliarden Euro zugesagt werden. In einem guten Marktumfeld ist der deutliche

Zuwachs gegenüber dem anteiligen Vorjahreswert von 2,8 Milliarden Euro

maßgeblich auf große Einzelzusagen in der Basisförderung an kommunale

Energieversorger und im "Investitionskredit Digitale Infrastruktur"

zurückzuführen.

Die Individualfinanzierung Unternehmen erreichte im ersten Halbjahr ein

Zusagevolumen in Höhe von 339 Millionen Euro. Insbesondere infolge eines

großvolumigen Engagements im Konsortialkredit Nachhaltige Transformation wurde

das Vorjahresergebnis (01-06/2025: 213 Millionen Euro) übertroffen.

Auch die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute konnte mit

einem Geschäftsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro das Vorjahresvolumen

(01-06/2025: 1,0 Milliarden Euro) steigern. Zu diesem Anstieg trugen in erster

Linie sowohl die Allgemeine Refinanzierung für Landesförderinstitute als auch

die Förderung von KMU über Globaldarlehen Leasing bei.

3. KfW Capital

Der gute Jahresstart des Geschäftsfelds KfW Capital hat sich auch im zweiten

Quartal fortgesetzt: die Zusagen beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf rund

389 Millionen Euro (01-06/2025: 146 Millionen Euro). Der Anstieg setzt sich aus

den Zusagen des ERP-VC-Fondsinvestments (European-Recovery-Program

Venture-Capital-Fondsinvestments), bei dem KfW Capital im Eigenrisiko in

europäische VC-Fonds mit Deutschlandfokus investierte, in Höhe von 117 Millionen

Euro und den Zusagen des Zukunftsfonds des Bundes, bei dem treuhänderisch über

den Europäischen Investitionsfonds (EIF) weitere rund 117 Millionen Euro

investiert wurden. Über die VC-Säule des Deutschlandfonds, die von KfW Capital

umgesetzt wird, wurden zudem Investmentzusagen in Höhe von 130 Millionen Euro

über das Tech-Fondsinvest-Programm und weitere 25 Millionen Euro über das

Scale-up Direct-Programm in Form von Co-Investments im ersten Halbjahr getätigt.

Insgesamt ist sowohl die VC-Fondsinvestment- als auch die Co-Investment-Pipeline

von KfW Capital für den Jahresverlauf gut gefüllt.

Darüber hinaus fungiert KfW Capital als Anlageberater des "Wachstumsfonds

Deutschland" - dieser zählt mit einem Gesamtvolumen von knapp über einer

Milliarde Euro zu den größten VC-Dachfonds in Europa. Mehr als zwei Drittel des

Kapitals wurden von privaten institutionellen Investoren bereitgestellt. Der

Fonds ist weitgehend ausinvestiert: Bis einschließlich des ersten Halbjahres

2026 wurden rund 935 Millionen Euro an 48 VC-Fonds zugesagt.

4. KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank, die das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung

verantwortet und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer

Unternehmen auf den globalen Märkten bereitstellt, hat ihren guten Jahresstart

fortgesetzt. Ihre Neuzusagen übertrafen zum Ende des ersten Halbjahres mit 15,4

Milliarden Euro um rund 33 Prozent das Niveau des Vorjahreszeitraums

(01-06/2025: 11,6 Milliarden Euro). Zum Neugeschäft haben alle Geschäftssparten

beigetragen. Hervorzuheben ist allerdings der Bereich "Energy": Mit 4,9

Milliarden Euro entfiel auf ihn knapp ein Drittel der Neuzusagen (01-06/2025:

2,8 Milliarden Euro). Fast ebenso stark entwickelte sich der Bereich "Mobility",

der die Sparten Schienenverkehr, Maritime Industrie und Luftfahrt umfasst: Auf

ihn entfielen 4,8 Milliarden Euro (01-06/2025: 4,1 Milliarden Euro). Im zweiten

Quartal wurden unter anderem Finanzierungen für Windparks in Kanada, Schottland

und der Ukraine sowie für Solar- und Batteriespeicherprojekte in Chile,

Australien und Kanada bereitgestellt. Hinzu kamen die Produktion von

nachhaltigem Flugzeugtreibstoff in Brasilien, Elektrobusse und Ladeinfrastruktur

in Großbritannien sowie das größte Fernwärmenetz Westeuropas in Berlin. Mit

diesen Finanzierungen unterstützt die KfW IPEX-Bank den Wirtschaftsstandort

Deutschland und Europa sowie den weltweiten Transformationsprozess.

5. Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer

KfW Entwicklungsbank

Das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank hat im ersten Halbjahr 2026 für Vorhaben

in Entwicklungs- und Schwellenländern 3,1 Milliarden Euro zugesagt (01-06/ 2025:

2,0 Milliarden Euro). Der überwiegende Anteil entfällt auf KfW-Eigenmittel: 2,3

Milliarden EUR, davon wiederum 1,3 Milliarden Euro auf Zusagen für Vorhaben in

Asien. So wurden für zwei Projekte in Indonesien insgesamt 661 Millionen Euro

zugesagt. Mit 261 Millionen Euro fördert die KfW Entwicklungsbank die

nachhaltige Energiewende, mit 400 Millionen Euro ein Programm zur Stärkung der

Wettbewerbsfähigkeit und des Handels. Dieses Darlehen ist an

wirtschaftspolitischen Zielen ausgerichtet. Durch seinen Bezug zum

Freihandelsabkommen mit der EU und dem OECD-Beitrittsprozess stärkt es die

positive Perspektive Indonesiens als aussichtsreicher Wachstumsmarkt - gerade

auch für deutsche Unternehmen. Für Vorhaben in der Ukraine wurden 162 Millionen

Euro zugesagt, davon 46 Millionen Euro während der Ukraine Recovery Conference

im Juni in Danzig. Dort startete auch der "European Flagship Fund for the

Reconstruction of Ukraine", der private Investitionen in moderne, resiliente

Infrastruktur mobilisieren soll. Im Auftrag des BMZ (Bundesministerium für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und der Europäischen Kommission

nimmt die KfW eine führende Rolle im Finanzierer-Konsortium zusammen mit EIB

(Europäische Investitionsbank), BGK (Bank Gospordarstawa Krajowego), CDP (Cassa

Depositi e Prestiti) und Proparco ein. Das Zielvolumen des Fonds beträgt eine

Milliarde Euro bis Ende 2027.

DEG

Die DEG konnte die Finanzierung und Begleitung privater Unternehmen in

Entwicklungs- und Schwellenländern im ersten Halbjahr 2026 weiter ausbauen. Zum

30. Juni 2026 erreichten die Neuzusagen aus DEG-Eigenmitteln 903 Millionen Euro

und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 556 Millionen Euro.

Zusagen für private Unternehmen in Lateinamerika hatten daran mit 359 Millionen

Euro den größten Anteil. Für Asien konnten 229 Millionen Euro zugesagt werden,

für die Region Afrika/MENA 154 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für die starke Entwicklung waren unter anderem Finanzierungen

für Banken in Lateinamerika. Diese ermöglichen mit den von der DEG

bereitgestellten Darlehen Investitionen vor allem kleiner und mittlerer

Unternehmen. Weitere Mittel gingen etwa an Telekommunikationsdienstleister, um

in afrikanischen Ländern zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur und der

wirtschaftlichen Teilhabe beizutragen.

6. Finanzmärkte

Die KfW erhöhte ihr Refinanzierungsziel für 2026 Anfang Juli im Rahmen der

turnusmäßigen Überprüfung von bisher 75 bis 80 Milliarden Euro auf 80 bis 85

Milliarden Euro. Dies spiegelt sowohl die starke Entwicklung des inländischen

Fördergeschäfts seit Jahresbeginn als auch die erwartete positive Entwicklung in

den kommenden Monaten wider.

Im ersten Halbjahr 2026 hat die KfW zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes

erfolgreich 58,2 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten

aufgenommen (01-06/2025: 50,3 Milliarden Euro). Damit sind bereits über 70

Prozent der für das Gesamtjahr geplanten Mittelaufnahme von 80 bis 85 Milliarden

Euro realisiert. Die europäische Heimatwährung stellte mit Zuflüssen von 34,7

Milliarden Euro den größten Anteil (60 Prozent), gefolgt vom US-Dollar mit

umgerechnet 12,6 Milliarden Euro (22 Prozent). Hinter dem Pfund Sterling (5,8

Milliarden Euro) avancierte der Hongkong-Dollar im ersten Halbjahr 2026 mit

umgerechnet 2,3 Milliarden Euro beziehungsweise vier Prozent des Gesamtvolumens

zur viertwichtigsten Refinanzierungswährung.

Auch im Green-Bond-Segment verlief das erste Halbjahr 2026 sehr dynamisch: Das

Green-Bond-Volumen erreichte 12,6 Milliarden Euro und lag damit rund ein Drittel

über dem Vorjahreszeitraum (9,5 Milliarden Euro). Insgesamt wurden elf

Transaktionen in sechs verschiedenen Währungen begeben, wobei ein besonderer

Fokus auf großvolumigen, liquiden Euro-Green-Bonds lag, die seit Beginn diesen

Jahres Teil des KfW-Benchmark-Programms sind.

Außerdem hat KfW Treasury im ersten Halbjahr 2026 weitere

Digitalisierungsprojekte umgesetzt, um die künftige europäische

Finanzmarktinfrastruktur mitzugestalten. Entlang der gesamten

Wertschöpfungskette testete die KfW gemeinsam mit Marktteilnehmern

blockchain-basierte Pilottransaktionen, Settlement-Modelle auf Basis von

Distributed-Ledger-Technologie (DLT), Interoperabilitätsszenarien und

Experimente mit digitalem Zentralbankgeld. Jüngste Meilensteine aus dem Juni

2026: die dritte Emission einer DLT-basierten KfW-Anleihe als Kryptowertpapier

nach dem elektronischen Wertpapiergesetz (eWpG) sowie ein Investment in den

DLT-basierten Bond des Landes Sachsen-Anhalt - dem ersten Kryptowertpapier eines

deutschen Bundeslands.

Eine tabellarische Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen finden Sie unter:

Geschäfts- und Förderzahlen | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom

/Pressematerial/Gesch%C3%A4fts-und-F%C3%B6rderzahlen/?redirect=77888)

KfW Geschäftsbericht online: Berichtsportal | KfW

(http://www.kfw.de/berichtsportal)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Sybille Bauernfeind,

Tel. +49 697431 2038

E-Mail: mailto:Sybille.Bauernfeind@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6327598

OTS: KfW

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