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Bilanz 2025: Rentenbank baut Förderung stark aus (FOTO)

Frankfurt am Main (ots) -

- Deutlicher Ausbau des Fördergeschäfts im Geschäftsjahr 2025

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- Fortsetzung des starken Trends im ersten Quartal 2026

- Erweiterung des Förderportfolios um das Produktfeld "Zuschuss aus eigenen

Mitteln" mit Fokus Klimabilanzierung

- Anstieg der mittel- und langfristigen Kapitalaufnahme auf 10,9 Mrd. EUR

- Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung auch aufgrund starker

Förderleistung unterhalb des Vorjahres

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- Kapitalquote und Leverage Ratio weiter auf hohem Niveau

2025 war ein starkes Förderjahr für die Landwirtschaftliche Rentenbank. Das

Neugeschäft mit Programmkrediten kletterte von 3,6 Mrd. EUR um 82,1 % auf 6,6

Mrd. EUR. Die Sparte "Landwirtschaft" hatte daran einen wesentlichen Anteil:

Hier wurden Darlehen in Höhe von 1,9 Mrd. EUR zugesagt. Das war ein Anstieg um

rd. 33 % gegenüber dem Vorjahr. Bei der Finanzierung von Ställen setzte sich der

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positive Trend fort. Das zugesagte Volumen stieg auf 351,1 Mio. EUR (2024: 291,6

Mio. EUR). Das bei den "Zukunftsfelder im Fokus" im Jahr 2024 neu aufgelegte

Förderprogramm für "Stallumbauten für mehr Tierwohl" ist dabei ein wichtiger

Baustein - rd. 57 Mio. EUR konnten hier im Berichtsjahr zugesagt werden. In der

Sparte "Agrar- und Ernährungswirtschaft" wurde das Geschäft auf 844,4 Mio. EUR

(2024: 344,7 Mio. EUR) gesteigert. Die Förderung der "Ländlichen Entwicklung"

erhöhte sich auf 2,0 Mrd. EUR (2024: 1,7 Mrd. EUR).

Der größte Zuwachs im Neugeschäft mit Programmkrediten wurde nach dem

Ausnahmejahr 2024 in der Fördersparte "Erneuerbare Energien" verzeichnet. Im

Berichtsjahr wurden 1,8 Mrd. EUR (2024: 76,1 Mio. EUR) für Investitionen in

erneuerbare Energien refinanziert. Der gesunkene EU-Referenzzinssatz machte

wieder mehr Geschäft möglich.

"Für die Rentenbank war 2025 ein Jahr der Stärke und des Aufbruchs. Trotz

herausfordernder Rahmenbedingungen haben wir unsere Förderung deutlich ausgebaut

und wichtige Zukunftsinvestitionen für die Landwirtschaft angestoßen. Die große

Nachfrage nach unseren Förderangeboten zeigt, wie wichtig verlässliche

Finanzierung und gezielte Unterstützung für die Wettbewerbsfähigkeit und

Widerstandsfähigkeit der Branche sind", sagt Nikola Steinbock, Sprecherin des

Vorstands der Rentenbank.

Erstes Quartal 2026: Förderung legt weiter kräftig zu

Auch im ersten Quartal 2026 war die Nachfrage nach Förderkrediten ungebrochen.

So lag das Neugeschäft bei den Programmkrediten in den ersten drei Monaten bei

2,4 Mrd. EUR. Das ist ein Plus von 68,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der

größte Zuwachs wurde mit 210,2 % in der Fördersparte "Erneuerbare Energien" auf

1,1 Mrd. EUR erreicht. Das Neugeschäft in der Sparte Landwirtschaft stieg im

ersten Quartal um 24,4 % auf 558,5 Mio. EUR (Vj. 449,1 Mio. EUR). In diesem

Zeitraum nahm die Rentenbank in einem Umfeld stabiler Margen und sinkender

Refinanzierungskosten bereits 5,1 Mrd. EUR (Vj. 4,3 Mrd. EUR) mittel- und

langfristige Kapitalmarktmittel auf.

"Landwirtschaftliche Betriebe investieren weiterhin, auch wenn die

Rahmenbedingungen herausfordernd sind. Besonders positiv fällt auf, dass im

Bereich der Erneuerbaren Energien - insbesondere bei Windkraftanlagen - starke

Investitionsimpulse zu beobachten sind. Das zeigt, dass viele Betriebe bereit

sind, in die Diversifizierung und Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen zu

investieren. Trotz dieser erfreulichen Entwicklungen bleibt die Stimmung in der

Branche insgesamt angespannt. Unser aktuelles Agrarbarometer belegt, dass das

Agrar-Geschäftsklima - nicht zuletzt aufgrund des Konflikts im Iran und der

damit verbundenen steigenden Betriebsmittelpreise - weiter gesunken ist. Das

dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, dass sich die Investitionen vieler

Betriebe in der Breite vor allem auf den Bestandserhalt beschränken. Das ist ein

Warnsignal, denn es verdeutlicht, dass viele Landwirtinnen und Landwirte aktuell

vor allem bestehende Strukturen absichern, anstatt gezielt in Innovationen und

die Weiterentwicklung ihrer Betriebe zu investieren. Gerade jetzt wäre es

wichtig, die große Veränderungsbereitschaft der Branche gezielt zu unterstützen.

Wir brauchen eine starke, zukunftsorientierte Landwirtschaft, um

Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Energiewende erfolgreich zu

gestalten", so Nikola Steinbock.

Erfolgreiche Einführung von "Zuschüssen aus eigenen Mitteln" für

Klimabilanzierung

Zu den Neuerungen im Jahr 2025 zählten die neuen Angebote zur Reduzierung von

Treibhausgasemissionen: Der "Zuschuss Klimabilanz" und der "Zinsbonus

Klimabilanz" waren 2025 gefragt. Diese Zuschüsse gewährt die Rentenbank aus

eigenen Mitteln. Bis zum Jahresende wurden 830 Anträge mit einem Zuschussvolumen

von 0,8 Mio. EUR zur Erstellung von Klimabilanzen in der Landwirtschaft

bewilligt und Darlehen über insgesamt 92,5 Mio. EUR mit dem zusätzlichen

Zinsbonus ausgereicht. Beide Förderungen leisten damit einen wichtigen Beitrag,

die Ziele des Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutzes wirtschaftlich sinnvoll zu

erreichen.

Zusammenarbeit mit dem Bund erfolgreich fortgeführt

Die Rentenbank vergibt weiterhin im Auftrag des Bundes Zuschüsse. Im Programm

ANK NABO bewilligte sie für das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz,

Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Berichtsjahr 1.223 Anträge mit

einem Volumen von 35,4 Mio. EUR für Investitionen in Maschinen und Geräte zur

Stärkung der natürlichen Bodenfunktion. Das Programm startete 2024. Zudem ist

vor wenigen Tagen das Programm ANK Palu an den Start gegangen, mit dem die

Rentenbank die Wiedervernässung sowie die Bewirtschaftung von Moorflächen mit

Zuschüssen unterstützt.

Innovationsförderung entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die Rentenbank unterstützt Innovationen von der Idee bis zur Markteinführung. Im

Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)

vergibt sie Nachrangdarlehen und Innovationsgutscheine an agrarnahe Start-ups.

Seit 2021 bis zum Ende des ersten Quartals 2026 wurden so bereits 32 Start-ups

gefördert. Darüber hinaus investiert die Rentenbank in Venture Capital Fonds zur

Start-up-Finanzierung. Im Berichtsjahr beliefen sich diese Investments auf 21,4

Mio. EUR (2024: 48,5 Mio. EUR). Die beiden Förderinstrumente, Nachrangdarlehen

und Investments in Venture Capital Fonds, werden nun durch ein weiteres ergänzt:

Im Mai startet eine neue Förderung zur Markteinführung innovativer

Antriebssysteme in der Landwirtschaft.

Das gemeinsam mit dem BMLEH und dem Frankfurter TechQuartier initiierte

Gründerprogramm "Growth Alliance" verzeichnete 2025 erneut großen Zulauf. Mit

ihm werden über verschiedene Bausteine Konzepte und Geschäftsmodelle ab

Entstehung der Idee und bis zum Accelerator gefördert.

Modernisierung und strategische Weiterentwicklung

Parallel zu ihrem starken Fördergeschäft hat sich die Rentenbank im Jahr 2025

weiter modernisiert. Der Investitionsstau in der IT wurde weiter aufgelöst und

Meilensteine der IT-Roadmap erreicht. Die Rentenbank hat das Jahr 2025 ebenso

genutzt, ihre Geschäftsstrategie zu überarbeiten. Damit sie ihren Förderauftrag

weiterhin wirkungsvoll fortführen kann, passt sie sich mit der neuen Strategie

an aktuelle Bedingungen an und schärft ihr Angebot. Sie trägt damit den enorm

gewachsenen Herausforderungen in der Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft

Rechnung. Zugleich hat sie den Ausbau und die Diversität der heimischen

Energieerzeugung und die Entwicklung der ländlichen Regionen weiter fest im

Blick.

Stärkung der Rücklagen

Die hohen Förderaktivitäten schlagen sich im Betriebsergebnis nieder, das vor

Risikovorsorge und Bewertung im Jahr 2025 mit 86,6 Mio. EUR unterhalb des

Vorjahresniveaus (2024: 161,6 Mio. EUR) lag. Der Zinsüberschuss ging vor allem

aus diesem Grund auf 228,8 Mio. EUR zurück (2024: 287,5 Mio. EUR). Um ihre

Förderwirkung noch besser zu messen, hat die Rentenbank mit der Förderleistung

eine neue Kennzahl eingeführt, die sie ab diesem Jahr reporten wird. Die

Förderleistung umfasst alle Maßnahmen, mit denen die Rentenbank ihre Kunden

unterstützt - zum Beispiel die Bezuschussung der Programmkredite oder direkte

Zuschüsse. Ein weiterer Grundwaren die geplant höheren Verwaltungsaufwendungen

in Höhe von 146,2 Mio. EUR (2024: 130,8 Mio. EUR). Diese ergeben sich unter

anderem aus der weiteren Umsetzung der IT-Roadmap und gezielter Investitionen in

die IT. Für die Umsetzung aller Projekte und Vorhaben zur Weiterentwicklung der

Bank war zudem ein Investment in Know-how erforderlich. Ein Teil der geplanten

höheren Verwaltungsaufwendungen resultiert daher aus einem um durchschnittlich

22 Mitarbeitende höheren Personalbestand. Im Jahr 2025 hatte die Rentenbank

einen durchschnittlichen Personalbestand von 473 Mitarbeitenden.

Das erzielte Betriebsergebnis ermöglicht weiterhin eine angemessene Dotierung

der Vorsorgereserven und Rücklagen. Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß §

340g HGB wurden insgesamt 22,8 Mio. EUR zugeführt.

Die Cost-Income Ratio stellt mit 50,7 % (2024: 41,8 %) eine gute Position im

Vergleich der Förderbanken dar.

Kapitalquote und Leverage Ratio weiter auf hohem Niveau

Die Gesamtkapitalquote (sowie die harte Kernkapitalquote) von 32,6 % reduzierte

sich durch die erhöhten Eigenmittelanforderungen aufgrund der Erstanwendung der

CRR III im Vergleich zum Vorjahr (2024: 38,3 %). Die Quoten liegen damit aber

unverändert weit über der für die Rentenbank geltenden aufsichtsrechtlichen

Mindestanforderungen. Die Leverage Ratio verbesserte sich auf 11,5 % (2024: 10,2

%).

Euro wichtigste Emissionswährung

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts über Programmkredite und Zuschüsse an

Endkreditnehmer sowie zur Refinanzierung der angekauften Schuldtitel von Banken

und Gebietskörperschaften hat die Rentenbank im Jahr 2025 mittel- und

langfristige Kapitalmarktmittel in Höhe von 10,9 Mrd. EUR (2024: 8,2 Mrd. EUR)

an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Wichtigste

Emissionswährung war der Euro mit einem Anteil von 49 % (2024: 55 %). Der Anteil

des US-Dollar ging auf 29 % zurück (2024: 32 %). Darunter wurde auch eine

5-jährige USD-Globalanleihe über 1,5 Mrd. USD begeben. Mit einer Nachfrage von

mehr als 10 Mrd. USD und einem Spread von 7 Basispunkten zu US-Treasuries war

sie die bisher erfolgreichste Anleiheemission in der Geschichte der Rentenbank.

Die Emissionen wurden zu 77 % (2024: 79 %) bei ausländischen Investoren

platziert. Die größten Investorengruppen blieben mit 49 % die Geschäftsbanken

(2024: 55 %) sowie Zentralbanken und andere offizielle Stellen mit 31 % (2024:

35 %) am gesamten mittel- und langfristigen Emissionsvolumen.

"Wie die Branche müssen auch wir uns stark und zukunftsfähig aufstellen. 2025

haben wir große Schritte in der Ablösung unseres Kernbanksystems gemacht und

bereits Dreiviertel der IT-Roadmap umgesetzt - ein gemeinsamer Kraftakt, der uns

organisatorisch und technologisch vorangebracht hat. Mit Investitionen in

moderne IT und klugen Köpfen stärken wir unsere Widerstandskraft und können den

steigenden Anforderungen an IT-Sicherheit sowie den Bedürfnissen unserer Kunden

gerecht werden. Unsere stabilen Geschäftszahlen und das solide Betriebsergebnis

zeigen, dass wir aus einer Position der Stärke heraus agieren, unser

Förderportfolio kontinuierlich ausbauen und unseren Förderauftrag zuverlässig

erfüllen. Gerade in Zeiten, in denen Ernährungssicherheit wieder verstärkt in

den Fokus rückt, ist dies wichtiger denn je", fasst Finanzvorstand Dr. Marc

Kaninke das Ergebnis 2025 abschließend zusammen.

Unsere vollständige Presseinformation, Kennzahlen sowie den Geschäftsbericht

2025 finden Sie im Internet unter: http://www.rentenbank.de

Pressekontakt:

Christian Pohl, Tel.: 069 2107-376, Fax: 069 2107-6447

E-Mail: mailto:pohl@rentenbank.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/34948/6259749

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