OTS: Verband der Chemischen Industrie (VCI) / Quartalsbericht 2/2026 zur Lage ...


Quartalsbericht 2/2026 zur Lage der chemisch-pharmazeutischen

Industrie / Atempause statt Aufschwung

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Frankfurt/Main (ots) -

- Produktionsanstieg durch Sondereffekte

- Höhere Preise und leicht steigende Mengen sorgen für Umsatzplus

- Nahostkonflikt sorgt für deutlichen Preisschub

- Ausblick: Geschäft bleibt weiter unter Druck

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat im zweiten Quartal wegen externer

Sondereffekte erwartungsgemäß zugelegt: Die Produktion lag 2,4 Prozent höher als

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im Vorquartal. Der Branchenumsatz legte erstmals seit über drei Jahren wieder

spürbar zu: Er stieg um 7,3 Prozent auf 54,5 Milliarden Euro. Dazu trug eine

leichte Belebung der Industriekonjunktur bei. Entscheidend waren aber die

Sondereffekte: In den vergangenen Monaten stockten viele Unternehmen angesichts

des Nahostkonflikts ihre Lager auf. Zudem verursachte der Konflikt zeitweise

schwere Lieferkettenprobleme bei der Konkurrenz aus Asien und dem Nahen Osten -

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zum Vorteil einiger deutscher und europäischer Hersteller.

Aufträge und Umsätze gehen bereits wieder zurück

Trotz der besseren Zahlen bleibt die Lage schwierig. Bereits im Juni 2026 gingen

die Aufträge und Umsätze wieder zurück. Zudem lag die Kapazitätsauslastung mit

73,2 Prozent deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt (83 Prozent) und damit

auf einem wirtschaftlich unbefriedigenden Niveau. Gleichzeitig erhöhen die

gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten den Druck auf die Unternehmen. All das

zeigt: Die aktuelle Belebung ist vor allem das Ergebnis temporärer Sondereffekte

und noch kein Zeichen für eine nachhaltige Erholung.

VCI-Präsident Markus Steilemann kommentiert: "Das Plus bei Produktion und Umsatz

ist erfreulich, aber trügerisch. Vorratskäufe und geopolitische Verwerfungen

sind keine Trendwende. Die alten Probleme haben sich nicht in Luft aufgelöst.

Die deutsche Industrie braucht endlich einen konsequenten Kurs für mehr

Wettbewerbsfähigkeit. Passiert nichts, wird aus der zarten Belebung schnell

wieder Ernüchterung."

Die Zahlen im Überblick:

Für das Gesamtjahr bleibt der VCI vorsichtig. Die Belebung im Frühjahr ändert

nichts an den Herausforderungen der Branche. Der Verband erwartet in seiner

Prognose weiterhin einen Rückgang der Produktion von Chemie und Pharma um 1,5

Prozent. Höhere Erzeugerpreise dürften den Umsatz stützen. Insgesamt rechnet der

VCI mit einem Branchenumsatzplus von 2,5 Prozent. Das Plus ist jedoch

überwiegend preisbedingt. Die weiterhin schwache Auslastung, der hohe

Kostendruck und eine verhaltene Industriekonjunktur dürften die Geschäfte im

zweiten Halbjahr weiter belasten.

Die chemisch-pharmazeutische Produktion stieg im zweiten Quartal saisonbereinigt

um 2,4 Prozent und lag 0,9 Prozent über Vorjahr. Treiber waren eine leichte

Konjunkturbelebung sowie Vorratskäufe infolge des Nahostkonflikts - das ist

keine nachhaltige Trendwende. Die Kapazitätsauslastung blieb mit 73,2 Prozent

weiterhin niedrig.

Der Nahostkonflikt führte zu einem deutlichen Preisschub. Die Erzeugerpreise

stiegen gegenüber dem Vorquartal um 5,7 Prozent und lagen 5,3 Prozent über dem

Vorjahr. Höhere Rohöl-, Naphtha- und Gaspreise erhöhten den Kostendruck auf die

Unternehmen spürbar.

Leicht steigende Mengen und deutlich höhere Preise ließen den Umsatz im zweiten

Quartal um 7,3 Prozent auf 54,5 Milliarden Euro steigen. Gegenüber dem Vorjahr

ergibt sich ein Plus von 7,6 Prozent. Dies war der erste Umsatzanstieg seit über

drei Jahren. Allerdings gingen Auftragseingang und Umsatz im Verlauf des zweiten

Quartals bereits wieder zurück.

Den vollständigen Quartalsbericht finden Sie auf https://www.vci.de

Der VCI ist Europas größter Verband für Chemie, Pharma und Biotechnologie. Mit

seinen 22 Fach- und 7 Landesverbänden repräsentiert er die Interessen von rund

2.000 Unternehmen - vom Global Player bis zum hoch spezialisierten

Mittelständler. Mit 230 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025 und rund 545.000

Beschäftigten in Deutschland zählt die Branche zu den stärksten Treibern für

Innovation, Wohlstand und Zukunft. Für eine starke chemisch-pharmazeutische

Industrie von heute und morgen ist der VCI in Deutschland, in Europa und

weltweit aktiv.

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OTS: Verband der Chemischen Industrie (VCI)

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