Pandemie-Einflüsse

Knorr-Bremse-Aktie verlustreich: Knorr-Bremse setzt Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aus


Knorr-Bremse-Aktie verlustreich: Knorr-Bremse setzt Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aus

Die Prognose der Knorr-Bremse AG für das Geschäftsjahr 2020, die das Unternehmen auf der Jahrespressekonferenz am 11. März 2020 veröffentlicht hat, ist hinfällig.

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Der Ergebnisausblick sei noch unter dem Vorbehalt begrenzter Einflüsse der Pandemie erstellt worden, begründete das Unternehmen das Streichen der Prognose. In den vergangenen zwei Wochen hätten die negativen Einflüsse der Corona-Krise an Bedeutung zugenommen.

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Unter anderem hätten Kunden und Lieferanten in vielen Teilen der Welt temporäre Werksschließungen vorgenommen. Eine Abschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs seu derzeit nicht mehr möglich. Daher werde die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückgenommen. Der Vorstand erwartet nunmehr einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und EBITDA gegenüber 2019.

Knorr-Bremse reagiert mit einem Maßnahmenprogramm, um die Stabilität des Unternehmens zu sichern: Über die zum Jahresende 2019 nach vorläufigen Ergebnissen bestehende Liquidität in Höhe von mehr als 1,8 Milliarden Euro hinaus will das Unternehmen zusätzliche Kreditlinien in Höhe von 0,75 Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Damit vergrößert das Unternehmen seinen operativen Handlungsspielraum.

Zur Ertragsstabilisierung werden Personal- und andere Maßnahmen ergriffen, die eine mögliche Kurzarbeit an einzelnen Standorten in Deutschland, vergleichbare Maßnahmen an den übrigen europäischen Standorten sowie ein Kostenprogramm mit Personalabbaumaßnahmen in Nord- und Südamerika umfassen.

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Die rasche Erholung in China, wo die Werke von Knorr-Bremse den Betrieb wieder zu 97 Prozent aufgenommen haben, zeigt laut Knorr-Bremse, dass mit entsprechenden Maßnahmen auch in anderen von Covid-19 betroffenen Märkten die Lieferfähigkeit nach möglichen Unterbrechungen mit gewissen Einschränkungen weitgehend wiederhergestellt werden kann.

Trotz der aktuellen Herausforderungen plant Knorr-Bremse, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung, nach dem guten Geschäftsverlauf 2019 und aufgrund der robusten Finanzsituation für das vergangene Jahr an der Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent festzuhalten. Der Dividendenvorschlag wird nach Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat am 21. April bekanntgegeben.

Die Knorr-Bremse-Aktie schloss den XETRA-Handel am Freitag um 2,48 Prozent billiger bei 76,17 Euro.

DJG/jhe/mgo

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Jann Averwerser/Knorr Bremse AG

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DatumRatingAnalyst
09.07.26 Knorr-Bremse Neutral JP Morgan Chase & Co.
07.07.26 Knorr-Bremse Buy UBS AG
07.07.26 Knorr-Bremse Buy Jefferies & Company Inc.
29.06.26 Knorr-Bremse Neutral JP Morgan Chase & Co.
16.06.26 Knorr-Bremse Buy Goldman Sachs Group Inc.