Pharmaindustrie fordert mehr Geld für Corona-Forschung


BERLIN (Dow Jones)--Die Pharmaindustrie hat von der Bundesregierung deutlich mehr Hilfen für die Forschung an Medikamenten gegen das Coronavirus gefordert. Die vielen guten Ansätze zur Forschungsförderung seien zu begrüßen, reichten aber nicht aus, schrieb der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) in einem Brief an Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). Das Forschungsministerium hat insgesamt 15 Millionen Euro für die Entwicklung von Arzneimitteln gegen Covid-19 bereitgestellt.

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Pro Projekt seien allerdings maximal 2 Millionen Euro möglich, schreibt BPI-Hauptgeschäftsführer Kai Joachimsen in dem Brief. Dies sei "insbesondere vor dem Hintergrund derzeit noch nicht vorhandener kausaler Therapien" allerdings zu gering. Wissenschaftler erwarteten, dass das Virus SARS-CoV-2 gegen Medikamente Resistenzen entwickeln werde.

Daher sei es notwendig, rasch über eine breite Palette an alternativen Therapieoptionen zu verfügen. "Wir bitten das 'Corona-Kabinett' daher dringend, das BMBF mit zusätzlichen Mitteln auszustatten, um verstärkt auch Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe im Kampf gegen Covid-19 voranzubringen", so der Verband.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/jhe

(END) Dow Jones Newswires

April 27, 2020 03:58 ET (07:58 GMT)

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