Polnische Ukraine-Hilfen: Tusk fordert Rückkehr zu Konsens


WARSCHAU (dpa-AFX) - Polens Ministerpräsident Donald Tusk fordert eine Rückkehr zu parteiübergreifender Einigkeit über Militärhilfen für die Ukraine. "Man darf unsere Zusammenarbeit mit der Ukraine bei ihrer Verteidigung gegen den russischen Angriff nicht gefährden", sagte Tusk in der Stadt Bydgoszcz, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete. Er warnte andere Politiker einschließlich des rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki davor, in dieser Frage mit dem Feuer zu spielen.

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Politiker des rechten Lagers haben der Warschauer Regierung vorgeworfen, der Ukraine ohne Abstimmung Flugabwehrraketen für das US-System Patriot geliefert zu haben. Damit sei potenziell die Sicherheit Polens gefährdet worden.

Tusk: Jede Rakete für die Ukraine hilft der Sicherheit Polens

"Jede Rakete, die in der Ukraine abgefeuert wird (...) und die Geschosse, Raketen, Drohnen und Flugzeuge des Angreifers zerstört, bedeutet mehr Sicherheit für Polen", entgegnete Tusk auf die Kritik. "Die Hilfe Polens für die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland war Gegenstand unseres politischen und nationalen Konsenses." Seine Regierung hat angekündigt, alle Militärhilfen für die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 offenzulegen.

Gegen russische ballistische Raketen sind die US-produzierten Systeme Patriot die beste Abwehrwaffe, aber es fehlt der Ukraine an Munition dafür. Beim jüngsten russischen Luftangriff in der Nacht auf Montag konnte keine der 29 angreifenden Raketen abgefangen werden. Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe sagte, es fehle an Abwehrraketen./fko/DP/mis

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