Powell warnt vor überschätzten US-Arbeitsmarktdaten


Von Matt Grossman and Harriet Torry

DOW JONES--Fed-Chef Jerome Powell hat auf ein Risiko am Arbeitsmarkt hingewiesen, das Ökonomen seit Monaten beunruhigt. Nach seiner Einschätzung könnten die offiziellen Statistiken die jüngsten Neueinstellungen drastisch überschätzen. Nach Aussage von Powell gehen die Mitarbeiter der Fed davon aus, dass die offiziellen Daten die Schaffung von Arbeitsplätzen um bis zu 60.000 Stellen pro Monat überschätzen könnten.

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Angesichts der Tatsache, dass die bisher veröffentlichten Zahlen einen Zuwachs von etwa 40.000 Stellen pro Monat seit April ausweisen, könnte die tatsächliche Zahl eher einem Verlust von 20.000 Stellen pro Monat entsprechen, fügte Powell hinzu. "Wir halten die Zahlen für übertrieben", sagte Powell bei seiner Pressekonferenz.

Die bereits veröffentlichten Daten deuten auf eine erhebliche Verlangsamung des Arbeitsmarktes in diesem Jahr hin. Das Tempo der Neueinstellungen liegt damit deutlich unter dem rasanten Wachstum nach der Covid-19-Pandemie. Aufgrund dieses langsameren Tempos können größere Datenrevisionen zeigen, dass die Wirtschaft Arbeitsplätze abbaut, anstatt neue zu schaffen.

Es sei eine komplizierte, ungewöhnliche und schwierige Situation, sagte Powell. Der Arbeitsmarkt stehe unter Druck und die Schaffung von Arbeitsplätzen könnte tatsächlich negativ sein. Diese Sorge habe nach Aussage von Powell die Entscheidung der Fed mitbegründet, die Zinsen zum dritten Mal in Folge zu senken. Dies sei trotz eines Arbeitsmarktes geschehen, der an der Oberfläche noch gesund erscheine.

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December 11, 2025 03:08 ET (08:08 GMT)

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