Pressestimme/'Dagens Nyheter' zu Nato: Europa muss hinterlassene Lücke schließen


STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die liberale schwedische Tageszeitung "Dagens Nyheter" schreibt zur Verteidigungspolitik der europäischen Nato-Staaten:

Werbung

"Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben akzeptiert, dass der amerikanische Rückzug real und dauerhaft ist.

Während Trumps erster Amtszeit lautete die Devise "Amerikanisch kaufen, Schutz erhalten". Diese Strategie hat ausgedient. Viele europäische Staaten hinterfragen die Sinnhaftigkeit von Waffensystemen, deren Lieferungen, Ersatzteile und Software von einer Regierung kontrolliert werden, die keine Skrupel hat, ihre Verbündeten in Krisenzeiten zu erpressen. Die Idee, amerikanische Produkte zu kaufen und Schutz zu erhalten, verliert zunehmend an Überzeugungskraft, weil der amerikanische Schutz nachlässt. (...)

Doch das Problem zu erkennen, ist nicht dasselbe wie es zu lösen. Der Rückzug der amerikanischen Kapazitäten schreitet schneller voran als der Aufbau der europäischen. Die Kluft könnte ab dem nächsten Jahr ihren Höhepunkt erreichen. Dann könnte Russlands relativer Vorteil gegenüber Europa am größten sein, noch bevor sich unsere Investitionen in konkrete Lieferungen niederschlagen.

Werbung

Die europäischen Staats- und Regierungschefs gewinnen Zeit. Der erste Schritt besteht darin, die Situation nicht länger zu leugnen, und vielen Staaten ist dies gelungen. Der nächste Schritt ist schwieriger: die von den Amerikanern hinterlassene Lücke rechtzeitig zu schließen."/roy/DP/zb

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.