Prognose kassiert

Vestas-Aktie gibt ab: Corona und Lieferengpässe belasten Vestas


Vestas-Aktie gibt ab: Corona und Lieferengpässe belasten Vestas

Der Windkraftanlagenbauer Vestas hat angesichts einer angespannten Lieferkettensituation und steigender Kosten die Prognose für das laufende Jahr gesenkt.

Vestas hat mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal und einer gesenkten Prognose die Märkte enttäuscht. Die coronabedingten Einschränkungen in den verschiedenen Märkten dürften auch im zweiten Halbjahr anhalten, teilte der dänische Konzern am Mittwoch in Aarhus mit. Deshalb rechnet Vestas 2021 nun mit weniger Umsatz und einer geringeren Profitabilität. Die Aktien fielen zunächst um über sechs Prozent, grenzten die Verluste aber zuletzt etwas ein.

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Der Umsatz dürfte im Gesamtjahr bei maximal 16,5 Milliarden Euro liegen, das ist rund eine halbe Milliarde weniger als bislang angenommen, hieß es nun. Die Marge gemessen am operativen Ergebnis (Ebit) soll angesichts angespannter Lieferketten und steigender Kosten 5 bis 7 Prozent statt 6 bis 8 Prozent betragen. Im abgelaufenen zweiten Quartal lag sie bei 2,9 Prozent, was einer Verbesserung von 1,9 Prozentpunkten zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Im abgelaufenen Quartal konnte der unter anderem mit Nordex und der Siemens Energy-Tochter Siemens Gamesa konkurrierende Konzern zwar mit 3,5 Milliarden Euro ähnlich viel umsetzen wie ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte auf 101 Millionen nach 34 Millionen Euro im Vorjahr. Experten hatten aber mit einem noch stärkeren Anstieg gerechnet. Unter dem Strich kehrte der Konzern in die Gewinnzone zurück. Der Überschuss lag bei 90 Millionen Euro nach einem Verlust von fünf Millionen ein Jahr zuvor. Unternehmenschef Henrik Andersen stellte den Rekordauftragsbestand von mehr als 48 Milliarden Euro in den Fokus.

Am Markt zündete das aber nicht. Die Dänen hätten bereits zum dritten Mal im Folge die Markterwartungen deutlich verfehlt, urteilte JPMorgan-Analyst Akash Gupta. Er bezeichnete die revidierten Ziele für den Umsatz und die Marge gemessen am operativen Ergebnis (Ebit) als Realitätscheck für die hohen Erwartungen, die an das Unternehmen gestellt würden.

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Nach den deutlichen Verlusten zum Handelsauftakt notierte die Aktie gegen Mittag bei 32,68 Euro und damit noch gut zweieinhalb Prozent tiefer.

AARHUS (dpa-AFX)

Bildquellen: Bjoern Wylezich / Shutterstock.com

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DatumRatingAnalyst
08.07.26 Vestas Wind Systems A-S Overweight JP Morgan Chase & Co.
03.07.26 Vestas Wind Systems A-S Outperform RBC Capital Markets
02.07.26 Vestas Wind Systems A-S Buy Jefferies & Company Inc.
01.07.26 Vestas Wind Systems A-S Hold Deutsche Bank AG
01.07.26 Vestas Wind Systems A-S Overweight JP Morgan Chase & Co.