Rahmenabkommen

Nahost im Fokus: Abkommen zwischen USA und Iran soll laut Trump morgen unterzeichnet werden


Nahost im Fokus: Abkommen zwischen USA und Iran soll laut Trump morgen unterzeichnet werden

Mehr als drei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs rückt ein Abkommen zwischen Washington und Teheran zur Beendigung der Kämpfe in greifbare Nähe.

US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Post auf Truth Social, dass am Sonntag ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran unterzeichnet werden soll: "Tatsächlich will der Iran keine Atomwaffe mehr, und er wird auch keine besitzen - weder durch Kauf noch durch Entwicklung oder irgendeine andere Form der Beschaffung. Das Abkommen soll morgen unterzeichnet werden; unmittelbar nach der Unterzeichnung wird die Straße von Hormus für alle geöffnet sein."

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Laut Medienberichten hatte der Iran eine Vereinbarung für Sonntag zuletzt jedoch ausgeschlossen - auch wenn Irans Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag noch bestätigte, dass ein Abkommen zum Greifen nah sei. "Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss", schrieb er auf X. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügte er jedoch hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.

Am Vorabend hatte bereits Pakistans Regierung, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt, berichtet, die Vertreter aus Washington und Teheran hätten sich über ein Abkommen verständigt. "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Pakistan arbeite nun eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte zu finalisieren.

Ein Rahmenabkommen wäre ein wichtiger Meilenstein für ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel am 28. Februar gegen den Iran begonnen hatten. Anfang April einigten sich die Staaten auf eine Waffenruhe. Es folgten Friedensgespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Einen Durchbruch gab es damals jedoch nicht. Der Konflikt drohte zwischenzeitlich immer wieder neu zu eskalieren.

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Zuletzt lagen die Positionen vor einem möglichen Rahmenabkommen deutlich auseinander. Streit gab es unter anderem um Irans Atomprogramm, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, den Krieg im Libanon, Sanktionen gegen den Iran und eingefrorene iranische Vermögen im Ausland.

Julia Walter, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquellen: Aritra Deb / Shutterstock.com, ffikretow / Shutterstock.com

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