Rechtsstreit

US-Landwirte dürfen umstrittenes Bayer-Herbizid Dicamba bis Ende Juli nutzen


US-Landwirte dürfen umstrittenes Bayer-Herbizid Dicamba bis Ende Juli nutzen

Trotz der Aufhebung der Zulassung für bestimmte umstrittene Unkrautvernichter von Bayer und BASF mit dem Wirkstoff Dicamba dürfen US-Landwirte vorrätige Mittel noch bis Ende Juli nutzen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

50.46 EUR -1.75 EUR -3.35 %

49.89 EUR 0.39 EUR 0.79 %

Das teilte die US-Umweltschutzbehörde EPA am Montag (Ortszeit) in Washington mit. Damit verschafft die EPA den Landwirten zu Beginn der Wachstumssaison etwa von Soja und Baumwolle mehr Zeit, unerwünschte Unkräuter zu bekämpfen, die etwa gegen Glyphosat resistent sind.

Werbung

Eigentlich hatte ein US-Gericht eine 2018 durch die EPA verlängerte Zulassung bestimmter Dicamba-Produkte Anfang Juni aufgehoben. Die Entscheidung betrifft damit neben dem auf Dicamba basierten Unkrautvernichter XtendiMax von Bayer und BASF auch Engenia von BASF sowie FeXapan von dem US-Konzern Corteva. Die Unternehmen dürfen die Produkte mittlerweile in den USA nicht mehr verkaufen. Bayer und BASF prüfen Schritte gegen die Gerichtsentscheidung.

Über mögliche finanzielle Auswirkungen lasse sich nichts sagen, hatte es von einem Bayer-Sprecher mit Blick auf Aufhebung der Zulassung geheißen. Analysten hatten den potenziellen wirtschaftlichen Schaden als überschaubar bezeichnet, auch weil die Zulassung der vom Verbot betroffenen Dicamba-Variante ohnehin im Dezember 2020 endet und aktuell ein Zulassungsverfahren für die folgenden Jahre läuft. Bayer hofft auf eine Zulassungsentscheidung im Herbst.

Hintergrund des Verbots ist, dass die betroffene Variante des Herbizids nach Einschätzung von Experten auf Nachbarfelder verweht werden kann. Dort kann das Mittel Nutzpflanzen schädigen, die nicht gegen Dicamba resistent sind. Wegen der Schäden auf Nachbarfeldern fordern zahlreiche Bauern Schadenersatz.

Werbung

Erst im Februar 2020 hatte eine US-Jury Bayer und BASF in einem solchen Rechtsstreit zu millionenschwerem Schadenersatz verurteilt. Insgesamt sollen die beiden Unternehmen einem Pfirsichbauern aus Missouri 265 Millionen US-Dollar (235 Mio Euro) zahlen. Er beschuldigt die Konzerne, dass er durch den Einsatz von Dicamba auf benachbarten Feldern Ernteverluste erlitten habe, da Teile des Unkrautvernichters auf seine Plantagen geweht worden seien. Sowohl Bayer als auch BASF kündigten Rechtsmittel gegen das Urteil an.

/mis/stw/fba

WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: Bayer

Aktuelle BASF Aktie News

Werbung

BASF Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BASF nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
24.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
22.09.26 BASF Outperform Bernstein Research
11.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
04.08.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
30.07.26 BASF Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.