Regierung erhöht Ziel für Wasserstoff-Produktionskapazität
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung verdoppelt ihr selbst gesetztes Ziel für die heimische Wasserstoff-Produktion. Statt bisher 5 Gigawatt sollen hierzulande bis 2030 Erzeugungskapazitäten von mindestens 10 Gigawatt entstehen. Das hat das Kabinett am Mittwoch in Berlin mit der Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie von 2020 beschlossen. Der restliche Bedarf soll durch Einfuhren gedeckt werden, dazu soll eine eigene Importstrategie entstehen.
Wasserstoff gilt angesichts der fortschreitenden Erderwärmung als Baustein für klimaverträglicheres Wirtschaften, weil im Produktionsprozess keine Treibhausgase anfallen und er fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl ersetzen kann. Allerdings ist für die sogenannte Elektrolyse, bei der Wassermoleküle in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt werden, viel Strom nötig. Dieser soll nach dem Willen der Bundesregierung zunehmend aus erneuerbaren Energien kommen. Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Es sollen dann also nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen als wieder gebunden werden können.
Die bisherige Nationale Wasserstoffstrategie stammt aus dem Jahr 2020. Mit dem Kabinettsbeschluss soll sie fortgeschrieben werden. Bereits in ihrem Koalitionsvertrag hatten SPD, Grüne und FDP ein "ambitioniertes Update" des Papiers vereinbart./hrz/DP/zb