Regierung: Forderung nach Rubel-Zahlung ist Angelegenheit der Firmen
Von Andrea Thomas
BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung sieht die deutschen Importeure von russischem Gas in der Pflicht, mit Russland über dessen Forderung nach Bezahlung in Rubel zu reden. Die Regierung selbst sei aktuell nicht gefragt, erklärte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums.
"Unserer Ansicht nach ist das eine privatrechtliche Angelegenheit, nämlich der Vertragstreue. Die meisten Lieferverträge lauten auf Dollar und Euro, sodass zunächst einmal die Versorger, das heißt die Importeure, in der Pflicht sind, dort die Einhaltung der Verträge abzusichern", sagte Ministeriumssprecher Robert Säverin.
Die Importeure seien in der Sachverhaltsaufklärung. "Wir sind ständig im Gespräch mit denen. Aber unsererseits besteht noch kein Handlungsbedarf", so Säverin.
Zuvor hatte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin angekündigt, dass Deutschland und andere EU-Staaten die russischen Gaslieferungen künftig in Rubel bezahlen müssen.