Regierung schätzt jährliche Kosten für Heizungstausch auf 9 Mrd Euro


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Der geplante Austausch von fossilen Heizungen mit klimafreundlicheren Anlagen wird die Bürger bis 2028 jährlich rund 9,12 Milliarden Euro kosten. Das schätzt die Bundesregierung in der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes, das am Montag in den Anhörungsprozess mit den Ländern und Verbänden gegangen ist. Den Investitionskosten stehen laut Regierung aber Einsparungen von 11,01 Milliarden Euro während einer Betriebszeit der neuen Heizung von 18 Jahre entgegen. Die Koalitionsparteien SPD, Grüne und FDP haben sich allerdings noch nicht auf eine konkrete staatliche Förderung für den Austausch von Gas- und Ölheizungen verständigt. Die Koalition will soziale Härten abfedern und steuerliche Förderungen geben.

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Mit dem Gebäudeenergiegesetz will die Bundesregierung die Dekarbonisierung des Wärmebereichs einleiten und schrittweise umsetzen. Ab 2024 muss beim Einbau neuer Heizungen konsequent auf erneuerbare Energie gesetzt werden. Daher muss ab Januar 2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

"Dieser Fokus auf den Neubau ist angesichts der langen Investitionszeiträume im Gebäudebereich entscheidend. Wer heute eine neue Heizung einbaut, der nutzt diese 20-25 Jahre", betonte das Wirtschaftsministerium. "Die richtige Weichenstellung beim Einbau von neuen Heizungen muss daher jetzt erfolgen."

Bestehende Heizungen können laut der Gesetzesnovelle weiter betrieben werden. Kaputte Heizungen können repariert werden.

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Wenn eine Erdgas- oder Ölheizung irreparabel ist, soll es pragmatische Übergangslösungen und mehrjährige Übergangsfristen geben, so dass der Umstieg auf eine Erneuerbaren-Heizung nicht ad hoc erfolgen müsse.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/sha

(END) Dow Jones Newswires

April 03, 2023 08:46 ET (12:46 GMT)

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