Regierungssprecher: Bezahlkarte für Asylbewerber mit Regelung im Bund


BERLIN (dpa-AFX) - Regierungssprecher Steffen Hebestreit erwartet, dass die Grünen einer bundesgesetzlichen Regelung für die geplante Bezahlkarte für Asylbewerber doch zustimmen. Er gehe davon aus, dass die Grünen die entsprechende Formulierungshilfe aus dem Bundesarbeitsministerium mittrügen, sagte Hebestreit am Montag in Berlin. Diese werde im Kabinett beschlossen und dann im Bundestag behandelt. "Die Gesetzeseinigung, um die es geht, die ist so schmal, da fehlt mir der Glaube, dass das so viel Streit geben sollte."

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SPD und FDP sind für eine bundesgesetzliche Regelung. Grünen-Politiker aus dem Bundestag hatten am Wochenende erklärt, dass sie dafür keine Notwendigkeit sehen. Die Länder hätten alle rechtlichen Möglichkeiten, die sie bräuchten, um die Karte einzuführen.

14 von 16 Bundesländern hatten sich Ende Januar auf ein gemeinsames Vergabeverfahren zur Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber geeinigt, das bis zum Sommer abgeschlossen sein soll. Mit der Karte soll unter anderem verhindert werden, dass Migranten Geld an Schlepper oder an ihre Familie oder Freunde ins Ausland überweisen.

Hebestreit sagte, aus dem Länderkreis sei der dringende Wunsch gekommen, die Bezahlkarte rechtssicher zu gestalten und dazu eine schmale Gesetzesänderung als Klarstellung auf den Weg zu bringen. Dazu gebe es nun die besagte Formulierungshilfe.

/bg/DP/jha

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