ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Coronavirus lässt Investoren vorsichtiger werden


Werte in diesem Artikel
Indizes

6,302.82 EUR 30.32 EUR 0.48 %

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die mit dem sich ausbreitenden Coronavirus in Asien verbundenen Unsicherheiten haben Anleger am Dienstag von Aktien Abstand nehmen lassen. "Risk-off" lautete das Motto. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) sank um 0,26 Prozent auf 3789,12 Punkte. Die Verluste fielen aber deutlich geringer aus als an den fernöstlichen Börsenplätzen. So hatte der Hang Seng Index in Hongkong fast drei Prozent eingebüßt.

Werbung

Wegen der neuartigen Lungenkrankheit hätten Anleger "eine Auszeit genommen und Kursgewinne eingestrichen", sagte Analyst Pierre Veyret vom Londoner Broker ActivTrades. Als weiteren Belastungsfaktor machte Veyret die Verluste des europäischen Bankensektors aus, nachdem die schweizerische Großbank UBS das Ziel für die Profitabilität gekürzt hatte.

In dem schwachen Umfeld verlor der CAC 40 in Paris 0,54 Prozent auf 6045,99 Punkte. Trotz der Verluste bewegt sich der Kurs immer noch nahe dem Zehnjahreshoch vom Freitag. In London gab der FTSE 100 um 0,53 Prozent auf 7610,70 Zähler nach.

Am Dienstag sorgte sich der Markt um die Ausbreitung des Coronavirus in Asien. "Zuerst trifft es immer die Unternehmen aus dem Tourismus und dem Handel", sagte Stratege Mixo Das von der Bank JPMorgan. Bei ähnlichen Fällen in der Vergangenheit hätten die Aktienmärkte stets dann ihre Tiefstände erreicht, wenn die Zahl der Opfer und die Schlagzeilen in der Presse auf Höchststände gestiegen seien.

Werbung

An Europas Börsen zählte die Luxusgüterbranche zu den Verlierern: Papiere von Kering fielen am Ende des EuroStoxx 50 um 2,1 Prozent und LVMH (LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton)-Aktien um 1,1 Prozent. Am Markt wird befürchtet, dass wegen des Coronavirus viele Chinesen auf Shopping-Touren zum chinesischen Neujahrsfest verzichten könnten. Bei diesen sind Luxusartikel beliebte Geschenke. An der Züricher Börse zählten mit Richemont und Swatch (Swatch (I)) zwei Anbieter von teuren Uhren wie schon am Vortag zu den größten Verlierern.

Auch die Papiere global agierender Fluggesellschaften traf es am Dienstag hart: Lufthansa büßten 3,4 Prozent ein, Air France-KLM 2,6 Prozent und die Aktien der britisch-spanischen Airline IAG (International Consolidated Airlines) 3 Prozent. Sollte sich das Virus weiter ausbreiten, dürfte der globale Flugverkehr darunter leiden. Aktien von Hotelbetreibern wie Intercontinental oder Accor gerieten ebenfalls unter Druck.

Beim britischen Billigflieger easyJet sorgten dagegen höhere Ticketpreise im Weihnachtsquartal für gute Stimmung. Der Kurs des Billigfliegers legte um 4m6 Prozent zu und setzte sich an die Spitze des FTSE-Index.

Werbung

Die schweizerische Großbank UBS enttäuschte mit überraschend stark gekürzten Renditezielen. Um 4,5 Prozent ging es für die in Zürich gelisteten Papiere nach unten. Credit Suisse (Credit Suisse (CS)) verloren in ihrem Sog 1,3 Prozent./bek/he

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.