ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Schwächer - Luxuswerte und ASML unter Druck


PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch nach einigen enttäuschenden Quartalszahlen tiefer geschlossen. Papiere von Luxusgüterherstellern sowie die Aktien des Chipindustrie-Ausrüsters ASML (ASML NV) ließen deutlich Federn.

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Die Marktteilnehmer bleiben angesichts der auf erhöhtem Niveau stabilisierten Ölpreise vorsichtig. Sie warten darauf, ob es in den kommenden Tagen zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommt. Hoffnungen darauf hatten jüngst die Börsen nach den ergebnislos gebliebenen Gesprächen vom vergangenen Wochenende angetrieben. Zur Beilegung der Iran-Krise ist unterdessen Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, zu Gesprächen in Teheran eingetroffen. Dieser gilt als einer der einflussreichsten Vermittler zwischen den USA und dem Iran.

Der EuroStoxx 50 verlor zum Handelsende 0,74 Prozent auf 5.940,34 Punkte. Außerhalb des Euroraums gab der schweizerische SMI um 0,38 Prozent auf 13.219,58 Zähler nach. Der britische FTSE 100 beendete den Handel mit minus 0,47 Prozent auf 10.559,58 Punkte.

Luxuswerte präsentierten sich einmal mehr schwach. Nach den enttäuschenden Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns LVMH (LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton) zum Wochenstart erlitten mit Hermes (Hermès (Hermes International)) und Kering zwei weitere Unternehmen Rückschläge. Die Hermes-Aktien brachen um 8,2 Prozent ein, während Kering um 9,3 Prozent fielen. Bei Hermes sprachen die Analysten von Barclays von enttäuschenden Umsatzzahlen im ersten Quartal. Bei Kering verwiesen die Experten der Deutschen Bank auf die enttäuschende Entwicklung der Marke Gucci.

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Auch nicht viel besser lief es für die Papiere von ASML (ASML NV), die nach Geschäftszahlen zunächst an ihr Rekordhoch herangelaufen waren, daran aber abprallten und letztlich 4,2 Prozent verloren. Der Chipindustre-Ausrüster profitierte weiter vom KI-Boom und war mit überraschend viel Schwung ins neue Jahr gestartet. Der erhöhte Ausblick für 2026 spiegele die anhaltend hohe Nachfrage wider, hieß es von Goldman Sachs. Möglicherweise hätten sich während der Telefonkonferenz einige mehr Optimismus für 2027 erhofft, kommentierrten die Experten von Jefferies.

Im Autosektor kamen Stellantis besser voran mit einem Plus von 1,9 Prozent. Der Hersteller hatte im ersten Quartal dank eines Aufschwungs in seinen Kernmärkten Nordamerika und Europa mehr Autos verkauft. Ein Jahr zuvor noch waren die Verkäufe zu Jahresbeginn deutlich abgerutscht, vor allem im einst so lukrativen nordamerikanischen Markt./ajx/jha/

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