ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste - Steigende Anleiherenditen verunsichern


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wieder deutlichen Kursverluste am US-Aktienmarkt haben am Donnerstag die europäischen Börsen etwas belastet. Die wichtigsten Indizes büßten im Tagesverlauf ihre moderate Gewinne ein und drehten leicht ins Minus.

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Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gab am Ende um 0,56 Prozent auf 3685,28 Punkte nach. Der französische CAC 40 verlor 0,24 Prozent auf 5783,89 Punkte und für den britischen FTSE 100 ging es um 0,11 Prozent auf 6651,96 Punkte nach unten.

Im Tagesverlauf wurde die Furcht vor anziehender Inflation wieder dominanter. Auslöser dafür war der jüngste Renditeanstieg am Kapitalmarkt. So kletterte der Zins für zehnjährige US-Staatsanleihen Richtung 1,5 Prozent. Beschwichtigende Worte von Notenbankern konnten dies nicht verhindern. In dieser Woche hatte US-Notenbankchef Jerome Powell klare Hinweise gegeben, dass die Zentralbank ihre ultralockere Geldpolitik noch lange fortsetzen will.

Derweil ging die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. Unter den größten Verlierern im EuroStoxx sackten die Anteilscheine von AB Inbev (Anheuser-Busch InBev) nach der Vorlage von Geschäftszahlen um mehr als sechs Prozent ab. Damit zogen sie auch den europäischen Sektor für Nahrungs- und Getränkehersteller nach unten, der mehr als ein Prozent verlor. Analysten bemängelten den vorsichtigen Margenausblick des Brauereikonzerns für 2021.

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Mit einem Plus von gut vier Prozent reagierten die Aktien von AXA auf die jüngsten Geschäftszahlen des Versicherers. Analyst Ashik Musaddi von JPMorgan hob die starke Solvabilität hervor.

Ihre jüngste Kurserholung brachen dagegen die Safran-Aktien (SAFRAN) mit minus 3,8 Prozent ab. Analysten beurteilten die für 2020 vorgelegten Zahlen des Triebwerkbauers und Technologiekonzerns zwar als gut, waren aber enttäuscht vom Ausblick der Franzosen.

Der britische Bergbaukonzern Anglo American hatte im zweiten Halbjahr vom Boom der Preise für Rohstoffe wie Eisenerz und Platin profitiert. So konnten das enttäuschende Ergebnis der ersten Jahreshälfte und die Schwäche im Geschäft mit Kohle und Diamanten ausgeglichen werden. Die Aktien gewannen rund vier Prozent./la/he

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