ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt zu - Wirecard-Kursdrama geht weiter


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem großen Verfall an den Terminbörsen, dem so genannten Hexensabbat, hat der Dax (DAX 30) zugelegt. Wenige Minuten nach dem Start am Freitag legte der deutsche Leitindex um 0,43 Prozent auf 12 334,46 Zähler zu.

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Das Kursdrama bei Wirecard setzte sich fort: Nach dem Vortages-Kurseinbruch von fast 62 Prozent nach abermaliger Verschiebung des Jahresabschlusses für 2019 verloren die Papiere des Zahlungsabwicklers im frühen Xetra-Handel erneut fast die Hälfte ihres Wertes. Sollte der Konzern auch an diesem Freitag keinen testierten Abschluss präsentieren, droht die Kündigung von Krediten in Höhe von etwa zwei Milliarden Euro.

Der MDAX der mittelgroßen deutschen Börsenwerte notierte mit minus 0,02 Prozent wenig verändert auf 26 197,14 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gewann 0,7 Prozent.

Beim großen Verfall an den Terminbörsen an diesem Freitag laufen Terminkontrakte und Optionen aus, was häufig zu Kursausschlägen führt. Die größten ausstehenden Positionen bewegen sich laut Experten im Dax um die 12 000 Punkte. Daher sollten Anleger diese Marke im Verlauf im Auge behalten.

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Die Lufthansa hat an diesem Freitag ihren zunächst letzten Handelstag im Dax. In Folge des massiven Kurseinbruchs in der Corona-Krise steigen sie in den kleinen Bruder MDax ab und werden im Leitindex durch Deutsche Wohnen (Deutsche Wohnen SE) ersetzt.

Lufthansa-Großaktionär Heinz Hermann Thiele, der neuerdings 15 Prozent an der Fluggesellschaft hält und sich gegen das staatliche Rettungspaket für die Airline wehrt, besorgte sich vor der entscheidenden außerordentlichen Hauptversammlung der Lufthansa zum Staatseinstieg frisches Geld. Der Mehrheitseigentümer von Knorr-Bremse, die KB Holding von Thiele, platzierte rund acht Millionen Aktien. Knorr-Bremse-Aktien sanken um knapp zwei Prozent, Lufthansa stiegen um mehr als zwei Prozent.

Die Aktien des IT-Systemanbieters Cancom (CANCOM SE) sackten am MDax-Ende um mehr als drei Prozent ab. Mainfirst strich sie nach ihrem jüngst guten Lauf von der "German Best Ideas" Liste und kassierte die Kaufempfehlung. Am Vortag waren sie zunächst nach Quartalszahlen in Richtung Rekordhoch gestiegen, dann aber deutlich tiefer aus dem Handel gegangen./ajx/mis

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