ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax startet erholt vom jüngsten Rückschlag


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem trüben Mittwoch hat sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag stabilisiert. Der Dax (DAX 30) startete erholt von seinen vierprozentigen Vortagsverlusten. Gegen Ende der ersten Handelsstunde legte er mit 10 382,83 Punkten exakt ein Prozent zu, während der MDAX 1,12 Prozent auf 21 964,62 Zähler gewann. Auf europäischer Bühne stieg der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) um 1,13 Prozent auf 2839,86 Punkte.

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Nachdem zur Wochenmitte einmal mehr sehr schwache Wirtschaftsdaten aus den USA die Anleger erschreckt hatten, warten sie nun auf neue Signale etwa vom US-Arbeitsmarkt, die am Nachmittag anstehen. Auch in puncto Lockerungen für die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus blicken sie gespannt über den großen Teich. US-Präsident Donald Trump hat die Vorstellung neuer Richtlinien zur Rückkehr zur Normalität angekündigt.

"Die Tatsache, dass mehrere europäische Länder - darunter auch Deutschland - die Restriktionen in den kommenden Wochen stufenweise aufheben wollen, gibt Anlass zur Hoffnung", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Bund und Länder hatten am Vortag Beschlüsse gefasst, um sich vorsichtig von den Corona-Fesseln zu lösen. Cutkovic sieht die nächsten vier Wochen nun als kritisch dafür an, ob sich die Lage tatsächlich stabilisiert hat.

Auf Unternehmensseite gibt sich der Medizintechnik- und Sicherheitskonzern Drägerwerk nach dem Auftragsboom in der Corona-Krise optimistischer für das laufende Jahr. Dies half der Aktie jedoch nicht, sie fiel im SDAX um 2,5 Prozent. Börsianern zufolge folgt sie damit der Börsenregel "Verkaufe bei guten Nachrichten". Nach gutem Lauf in der Viruskrise seien solche Aussagen eingepreist und nun werde Kasse gemacht.

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Erstquartalszahlen gab es von Zalando, hier bekamen die fast sechs Prozent höheren Aktien als MDax-Spitzenreiter frischen Wind. Eine optimistische Perspektive auf das angelaufene zweite Quartal ließ sie anziehen. Eine Erholung von der Coronavirus-Krise werde derzeit schneller gesehen als bislang erwartet, hieß es. Ein schwaches erstes Quartal war Händlern zufolge längst bekannt.

Ansonsten wurde die in diesen Zeiten übliche Rotation zwischen zyklischen und defensiven Werten am Donnerstag wieder zum Thema. Die Aktien des Chipkonzerns Infineon, der in erstere Kategorie gehört, rückten nach ihrem heftigen Kursrutsch vom Mittwoch um drei Prozent vor. Als hilfreich wurden dabei am Markt auch gute Quartalszahlen des taiwanesischen Konzerns TSMC angesehen.

Wieder hoch ging es außerdem für die Aktien der Autobauer und für jene der Deutschen Bank (Deutsche Bank), die mit einem Plus von 4,8 Prozent zum Dax-Spitzenreiter wurden. Versorger oder Immobilienwerte aus der defensiveren Gruppe wurden dagegen von Anlegern gemieden. RWE, Eon (EON SE) und Vonovia (Vonovia SE (ex Deutsche Annington)) waren mit moderaten Verlusten negative Ausnahmen.

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Weiter Schwäche zeigten im Dax auch die Aktien der Lufthansa, für die mit einem Abschlag von 0,3 Prozent keine Erholung angesagt war. Eine Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank hielt die Aktien in Zaum. Analyst Jaime Rowbotham fürchtet wegen der Krise einen immensen Kapitalbedarf, dessen Ausmaß wohl Staatshilfen notwendig mache./tih/jha/

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