ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax zum Wochenausklang wieder unter Druck


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat nach zwei Gewinntagen in Folge wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Im frühen Handel am Freitag fiel der deutsche Leitindex um 1,76 Prozent auf 10 328,39 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Abschlag von knapp 3 Prozent an.

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Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es am Freitag um 1,78 Prozent auf 22 106,59 Punkte nach unten. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone verlor 1,5 Prozent.

Negative Impulse kamen aus den USA: Bereits den Anlegern an der Wall Street hatte die Erfolglosigkeit des Covid-19-Hoffnungsträgers Remdesivir von Gilead Sciences einen Dämpfer versetzt. Bei der Behandlung von Patienten in China habe es keine spürbaren Verbesserungen nach der Gabe des Mittels gegeben, meldete die "Financial Times". Die Ergebnisse waren anscheinend unabsichtlich öffentlich geworden und sowohl Gilead als auch die Weltgesundheitsorganisation WHO versuchten Investoren und Öffentlichkeit zu beruhigen, was ihnen aber nicht gelang.

Die Anleger hätten viel Hoffnung in das Mittel gesetzt und so auch schwache Wirtschaftsdaten als wahrscheinlich nur kurzfristige Erscheinung besser ertragen, erklärte Marktstratege Stephen Innes vom Handelshaus Axitrader. Die Risikobereitschaft vor dem Wochenende dürfte nun noch geringer ausfallen. Dafür sorgt auch die weiter angespannte Lage am Ölmarkt und die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

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Zudem blickten die Anleger auf das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland, das im April weiter fiel auf ein historisches Tief.

Am Dax-Ende sackten die Aktien der Lufthansa um 6,71 Prozent auf 7,282 Euro ab und rutschten damit weiter in Richtung ihres Rekordtiefs vom März 2003 bei 6,80 Euro ab. Der Luftfahrtkonzern hatte kurz vor Handelsschluss am Donnerstag für das erste Quartal einen operativen Verlust von 1,2 Milliarden Euro vermeldet und kann sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Corona-Krise retten. Für das laufende zweite Jahresviertel wird ein noch deutlich höheres Minus erwartet. Vor diesem Hintergrund reißen die negativen Analystenkommentare nicht ab.

In dem trüben Umfeld trennten sich die Anleger europaweit auch von den als sehr konjunktursensibel geltenden Aktien der Finanzinstitute. Hierzulande büßten die Papiere der Deutschen Bank (Deutsche Bank) rund fünf Prozent und die der Commerzbank gut vier Prozent ein. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit vieler Banken gesenkt.

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Die Anteilsscheine des Chipherstellers Infineon notierten mehr als drei Prozent tiefer. Hier belastete insbesondere ein enttäuschender Gewinnausblick des Chip-Riesen Intel. Die Amerikaner befürchten für das zweite Halbjahr schlechtere Geschäfte durch einen Sparkurs von Unternehmen und Behörden./la/mis

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