ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Inflationssorgen belasten Dax


Werte in diesem Artikel
Indizes

25,015.41 EUR -183.78 EUR -0.73 %

6,206.15 EUR -62.87 EUR -1 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Höhere Rohstoffpreise und damit wieder größer werdende Inflationssorgen haben Anleger am Aktienmarkt am Dienstag wieder in die Flucht getrieben. Der deutsche Leitindex Dax (DAX 30) sackte am Ende der ersten Handelsstunde um 1,87 Prozent auf 15 111,83 Punkte ab. Die Bestmarke von gut 15 501 Punkten rückte nach zuletzt vier Erholungstagen damit wieder in die Ferne.

Werbung

Der MDAX büßte im frühen Handel sogar 2,14 Prozent auf 31 757,26 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) folgte dem Strudel mit 1,9 Prozent nach unten. Zuvor waren auch in den USA und Asien die Aktienmärkte auf Talfahrt gegangen, allen voran die Technologiewerte an der New Yorker Nasdaq.

Es sei schon erstaunlich, wie plötzlich das Inflationsthema wieder aufgetaucht sei, nachdem ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erst einmal solche Sorgen gedämpft hatte, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda. Mit der Inflation verbinden Anleger schon länger auch die Angst vor steigenden Zinsen, die die Finanzierungsbedingungen verschlechtern und Anleihen als alternative zu Aktien attraktiver machen können.

In dem schwachen deutschen Börsenumfeld verarbeiteten die Anleger am Dienstag eine große Menge an Quartalszahlen, insbesondere aus der zweiten Börsenreihe. Aus dem Dax berichtete am Morgen der Versorger Eon (EON SE). Erste Expertenreaktionen auf die Zahlen waren positiv. Die Aktien kamen dennoch unter Druck, mit einem Abschlag von 1,5 Prozent gehörten sie aber noch zu den relativ stabilen Dax-Werten.

Werbung

Im MDax machten K+S (K+S) und thyssenkrupp Schlagzeilen mit jeweils angehobenen Jahreszielen, allerdings gab es auch hier im schwachen Marktumfeld keine positive Kursreaktion. Beide Aktien blicken auf einen guten Lauf zurück, und so kamen sie nahe ihrer Hochs seit Anfang 2020 mit Abgaben von 1,3 und 5,2 Prozent nicht mehr voran.

Auch die Aktien von Bechtle und Brenntag (Brenntag SE) kamen aus dem Kreis der Berichtsunternehmen am Dienstag mit 2,7 und 4,4 Prozent deutlich unter Druck. Positive Ausnahmen waren nach Zahlen die Aktien von Fraport und Evotec (EVOTEC SE) mit zumindest moderaten Gewinnen. Letztere Aktie wurde am Dienstag von RBC auf ein optimistisches "Outperform"-Votum hochgestuft.

Damit ist die Flut an Quartalsberichten aus der zweiten Börsenliga bei weitem nicht zu Ende, auch von Dürr, GEA Group, LEG (LEG Immobilien), Nordex und Ströer (Ströer SECo) gab es im MDax Quartalsberichte - in allen Fällen mit Kursverlusten zwischen 1,3 und 2,2 Prozent.

Werbung

Im SDax fielen Ceconomy (Ceconomy St), Home24 und JENOPTIK nach Zahlen mit Kursabschlägen von 8 bis 13 Prozent negativ auf. Die Papiere von Home24 folgten damit dem marktbreiten Ausverkauf bei Aktien, die in der Corona-Krise von Anlegern lange Zeit als Gewinner gefeiert wurden. Aus diesem Kreise waren Delivery Hero mit minus drei Prozent das Dax-Schlusslicht.

Für Anleger einen Blick wert sein könnten am Vormittag noch die ZEW-Konjunkturerwartungen. Die Landesbank Helaba sprach für diesen Indikator von einer guten Vorgabe von Seiten des am Vortag veröffentlichten Sentix. Die Experten rechnen beim ZEW vor allem mit einer Verbesserung der Lageeinschätzung./tih/jha/

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.