ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Kauflaune hält sich in Grenzen


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger am Donnerstag nach dem guten Lauf der vergangenen beiden Tage kaum vorgewagt. Der Dax (DAX 30) notierte knapp eine Stunde nach dem Xetra-Start prozentual wenig verändert bei 12 382,99 Punkten. Am Dienstag und Mittwoch hatte der deutsche Leitindex um noch insgesamt fast vier Prozent zugelegt.

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Der MDAX der mittelgroßen deutschen Börsenwerte notierte im frühen Donnerstagshandel 0,26 Prozent höher bei 26 274,89 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verlor 0,2 Prozent.

"Die Angst vor einer zweiten Coronavirus-Ausbreitungswelle bleibt in den Köpfen der Anleger und vermiest ihnen die Kauflaune der vergangenen Wochen", kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Auch die Spannungen zwischen den USA und China lassen nicht nach und hemmen die Kursentwicklung. Nach der Unterzeichnung eines US-Sanktionsgesetzes, mit dem Peking für die Verfolgung von Uiguren bestraft werden soll, drohte China den USA mit Konsequenzen.

Am Nachmittag stehen unter anderem mit den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe Neuigkeiten zu dem zuletzt stark unter der Krise leidenden US-Arbeitsmarkt an.

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Und auch der Hexensabbat am Freitag wirft seinen Schatten bereits voraus: Beim großen Verfall an den Derivatebörsen laufen dann Terminkontrakte und Optionen aus, was nicht selten zu eher zufällig wirkenden Kursausschlägen führt. Laut der Landesbank Helaba bewegt sich die Mehrzahl der offenen Positionen um die 12 000 Punkte. Insofern könne nicht ausgeschlossen werden, dass Marktakteure versuchten, den Dax in diese Richtung zu drücken.

Mit Spannung warten Anleger auf die für diesen Donnerstag angekündigte endgültige Bilanz des im Dax notierten Zahlungsabwicklers Wirecard. Zuletzt blieben beim Durchleuchten der Bücher viele Fragen offen. Wirecard verloren bislang rund vier Prozent.

MTU (MTU Aero Engines) rutschten nach einer Verkaufsempfehlung von Hauck & Aufhäuser um fast zwei Prozent ab. Die Corona-Pandemie habe beispiellose Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie und stelle den Triebwerkshersteller vor Herausforderungen, die noch nicht ausreichend eingepreist seien, schrieb Analyst Frederik Bitter.

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Der Internet-Modehändler Zalando rechnet mitten in der Corona-Krise mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und operativem Gewinn. Zalando habe sehr starke Wachstumsindikationen für das zweite Quartal gegeben und könnte möglicherweise seine Jahresziele anheben, schrieb Analyst Volker Bosse von der Baader Bank in einer aktuellen Studie. Zalando gewannen mehr als fünf Prozent und nahmen damit ihr Rekordhoch ins Visier.

Der IT-Systemanbieter Cancom (CANCOM SE) veröffentlichte Zahlen für das erste Quartal und bestätigte die Prognose für 2020. Die Aktien gewannen 3,7 Prozent und bewegten sich ebenfalls in Richtung ihres Rekordhoch./ajx/mis

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