ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax beendet schwache Woche mit kleinem Plus


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine eher schwache Börsenwoche hat am Freitag mit leichten Kursgewinnen geendet. Der Leitindex Dax (DAX 30) schloss 0,27 Prozent höher bei 15 808,04 Punkten, hat jedoch auf Wochensicht gut ein Prozent verloren. Händler und Analysten verwiesen zur Begründung für die Schwäche der vergangenen Tage auf eine künftig restriktivere Geldpolitik in den USA, steigende Corona-Infektionszahlen und Hinweise auf eine konjunkturelle Eintrübung. Der MDAX legte um 0,15 Prozent auf 35 662,35 Punkte zu.

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"Die Rahmenbedingungen für die Börse haben sich in den vergangenen Tagen um Einiges verschlechtert", resümierte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Die US-Notenbank habe den Anlegern am Mittwoch vor Augen geführt, dass sie die Märkte nicht endlos mit Liquidität versorgen wird. Und die Delta-Variante des Coronavirus habe "dunkle Wolken am zuvor strahlend blauen Börsenhimmel" aufziehen lassen.

Mit Spannung dürften Anleger in der neuen Woche auf den kleinen Ort Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming schauen. Dort treffen sich von Donnerstag an führende Notenbanker zum jährlichen geldpolitischen Austausch und Ausblick. "Gerne haben US-Notenbankchefs diese Konferenz zum Anlass genommen, um eine Wende in ihrer Geldpolitik anzukündigen", schrieb Volkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank. Die Marktakteure hofften zu erfahren, wie der Zeitplan der US-Notenbank Fed für einen Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik aussieht.

Im europaweit weiter schwachen Autosektor knüpften die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) (Volkswagen (VW) vz) an ihre jüngsten Verluste an und fielen um ein Prozent. Wegen der fortgesetzten Knappheit bei Halbleitern soll die Produktion im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg nach der Sommerpause ein weiteres Mal nur eingeschränkt anlaufen. Es wird Kurzarbeit beantragt. Die Papiere von BMW verloren 0,6 Prozent.

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Unter den schwächsten Werten im MDax sackten die Anteilsscheine der Lufthansa um 2,7 Prozent ab. Die Papiere befinden sich seit Anfang März in einem Abwärtstrend. Zu Beginn der Woche hatte die Ankündigung, dass der deutsche Staat seinen Aktienanteil an der Airline zurückschrauben will, den Kurs zusätzlich belastet. Zudem steht eine Kapitalerhöhung im Raum und auch die zügige Ausbreitung der Deltavariante verschreckt die Anleger. Die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport fielen um 2,3 Prozent.

Gefragt waren hingegen als defensiv geltende Aktien etwa aus dem Versorgersektor. Mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent auf 33,59 Euro waren die Anteilsscheine von RWE zweitstärkster Titel im Dax hinter Infineon. RWE half ein positiver Kommentar der US-Bank JPMorgan: Die Analysten hatten das Kursziel auf 47,50 Euro angehoben und empfahlen die Aktien weiter zum Kauf angesichts des zunehmenden Fokus auf Erneuerbare Energien. Eon-Papiere (EON SE) legten moderat zu.

Die europäischen Börsen zeigten sich etwas erholt: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) stieg um 0,55 Prozent auf 4147,50 Punkte. Auch der Londoner FTSE 100 und der Pariser CAC 40 legten leicht zu. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zum Börsenschluss in Europa mit einem halben Prozent im Plus.

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Der Euro bewegte sich kaum und kostete am Abend 1,1680 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1671 (Donnerstag: 1,1696) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8568 (0,8550) Euro. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,54 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) fiel um 0,02 Prozent auf 146,34 Punkte. Der Bund-Future stieg am Abend um 0,05 Prozent auf 177,15 Zähler./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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