ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Friedenshoffnung treibt den Dax an


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Hoffnungen auf ein baldiges Rahmenabkommen der USA mit dem Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dem deutschen Aktienmarkt damit einen Schub nach oben gegeben.

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Der DAX war zeitweise um mehr als 2 Prozent gestiegen und kurzzeitig über die 21-Tage-Durchschnittslinie geklettert, die als kurzfristiger Trendindikator gilt. Am Ende stand der Leitindex noch 1,76 Prozent im Plus bei 24.635,30 Punkten. Damit setzte sich der Leitindex weiter von der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend nach oben ab. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 0,5 Prozent. Der MDAX gewann am Freitag 1,99 Prozent auf 32.083,10 Zähler.

US-Präsident Donald Trump hatte seine für Donnerstagabend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen in Aussicht gestellt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden.

Auch die Islamische Republik sprach von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA nun in greifbarer Nähe.

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An den Aktienmärkten stand mit SpaceX der bisher größte Börsengang überhaupt im Fokus, auf den bald noch die KI-Plattformen Anthropic und OpenAI folgen sollen. Elon Musks Weltraumfirma ist aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta (Meta Platforms (ex Facebook)), obwohl die reinen Geschäftszahlen in krassem Kontrast dazu stehen. Laut Eckhard Schulte von MainSky Asset Management ist der Erfolg der Börsengänge wichtig, um die Vitalität der KI-Investmentstory zu bestätigen. Kurz nach dem europäischen Handelsschluss wurde der erste SpaceX-Kurs bei 150 US-Dollar und damit 11 Prozent über dem Ausgabepreis ermittelt.

In der Hoffnung auf ein Kriegsende im Iran legte der Reisesektor merklich zu, vor allem der Reiseveranstalter TUI, die Fluggesellschaft Lufthansa und der Flughafenbetreiber Fraport, der zudem gute Verkehrszahlen für Mai vorgelegt hatte. Die entsprechenden Aktien verbuchten Kursgewinne von bis zu 8,7 Prozent.

Auch Werte aus der Finanzbranche waren stark gefragt. Papiere der Deutschen Bank (Deutsche Bank) standen mit einem Kurssprung von 6,6 Prozent an der Dax-Spitze, jene der Commerzbank stiegen um 2,9 Prozent. Im erweiterten Finanzbereich schnellten die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport (Hypoport SE) um 6,4 Prozent hoch. Die Rally begründeten Marktteilnehmer mit neuem Konjunkturoptimismus im Zusammenhang mit der Hoffnung im Iran-Krieg. Eine nachhaltige Einigung könnte die Inflationsgefahren dämpfen, hieß es.

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Die Anteilsscheine von FRIEDRICH VORWERK blieben im Nebenwerteindex SDAX mit einem Plus von gut sechs Prozent auf Erholungskurs. Unterstützung hatte eine Mitteilung über einen bedeutenden Auftrag gebracht. Demnach wird eine Tochtergesellschaft des Pipeline- und Anlagenbauers am Bau einer zweiten Linie einer Gasfernleitung in der Republik Kasachstan beteiligt.

Auf europäischer Ebene stieg der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 2,16 Prozent auf 6.187,63 Punkte. Der Londoner FTSE 100 und der Züricher SMI zogen etwas weniger stark an. In New York gewann der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss 0,8 Prozent./la/men

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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