ROUNDUP/Aktien New York: Ölpreise stützen Stabilisierung vor Zinsentscheid


NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben sich nach der jüngsten Schwäche am Mittwoch überwiegend etwas stabilisiert. Ein Rückgang der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise stützte die Aktienkurse wenige Stunden vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed.

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Zuletzt ging es für den technologielastigen NASDAQ 100 um 0,77 Prozent auf 29.161 Punkte bergauf. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,24 Prozent auf 7.604 Punkte. Derweil hinkte der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Minus von 0,34 Prozent auf 51.915 Punkte den anderen Indizes etwas hinterher.

Auf der dritten Fed-Zinssitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte dieser erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten wird angesichts der hohen Inflation überwiegend eine Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Sie würde dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen.

"Die Fed hat kaum eine andere Wahl, als die Zinsen anzuheben, zumal der Anleihemarkt seit Wochen signalisiert, dass höhere Zinsen gerechtfertigt sind", sagte die leitende Marktstrategin Carol Schleif vom Vermögensverwalter BMO Wealth Management. Der Aktienmarkt wäre enttäuscht, wenn die Währungshüter die Zinsen nicht anheben würden.

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Dass die monatelang schwachen US-Einzelhandelsumsätze im August deutlicher als erwartet gestiegen sind, belegt laut Ökonom Bradley Saunders vom Makroforschungsunternehmen Capital Economics, dass die heimische Wirtschaft höhere Zinsen problemlos verkraften kann. Dementsprechend hätten die amerikanischen Währungshüter viel Spielraum, um die Inflation mit einer strafferen Geldpolitik zu bändigen.

Am US-Aktienmarkt stand einmal mehr das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) im Fokus. Noch zu Wochenanfang hatten Warnungen aus der Branche vor einer zu schnellen Entwicklung der KI-Technologie und damit einhergehende Sicherheitsbedenken für Verunsicherung gesorgt. Inzwischen haben sich die Gemüter aber wieder beruhigt.

Die Analysten der Bank Citigroup wiesen zur Wochenmitte darauf hin, dass KI-Entwickler grundsätzlich die Sicherheit und Ausrichtung von Künstlicher Intelligenz als einen rechenintensiven Prozess betrachteten. Das bedeutet, dass Sicherheitsbedenken die Nachfrage nach Rechenleistung eher steigern als verringern könnten.

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Vor diesem Hintergrund blieben die Titel der für KI wichtigen Halbleiterbranche gefragt. Für Intel ging es um 4,8 Prozent nach oben. Börsianer verwiesen hier zudem auf Berichte, wonach SK hynix mit Intel beim Bau von Chips in den USA zusammenarbeiten könnte. Der südkoreanische Halbleiterhersteller teilte als Reaktion auf die Nachrichten mit, dass man aktuell Möglichkeiten prüfe, die eigene globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Aktien der Branchenkollegen Marvell Technology, AMD (AMD (Advanced Micro Devices) ) und Arm Holdings (Arm) legten ebenfalls deutlich zu.

Die Papiere von JB Hunt (JB Hunt Transportation Services) sackten indes um fast 13 Prozent ab. Das Transport- und Logistikunternehmen hatte auf einer Konferenz der Bank Morgan Stanley auf steigende Kosten hingewiesen und eine für den Konzern seltene Gewinnwarnung ausgesprochen./gl/nas

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