ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Fed-Aussagen lasten auf US-Börsen


NEW YORK (dpa-AFX) - Anleger haben am Mittwoch die Aussagen der US-Notenbank zum Zinsentscheid am Aktienmarkt mit deutlichen Verlusten quittiert. Zuerst belasteten wieder anziehende Ölpreise wegen neuer iranischer Attacken. Die Notenbank Fed beließ dann ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert, sorgte aber im Nachgang für Schwankungen. Letztlich rutschten die Indizes allesamt deutlich in die Verlustzone ab. Mit Respekt begegneten die Anleger auch den nach Börsenschluss veröffentlichten Resultaten der Tech-Schwergewichte Microsoft und Meta (Meta Platforms (ex Facebook)).

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Belastend wirkten die Begleitaussagen der Fed. Marktbeobachter hoben vor allem hervor, dass die Zinsentscheidung nicht einstimmig fiel. "3 Gegenstimmen zeigen, dass eine Zinserhöhung innerhalb der Fed offensichtlich kontrovers diskutiert wurde", schrieb Thomas Altmann von QC Partners. Damit bleibe eine Zinserhöhung im September im Bereich des Möglichen.

Der zuletzt in Rekordnähe angekommene Dow Jones Industrial fiel um 2,19 Prozent auf 51.594,14 Punkte. Er unterbrach damit eine dreitägige Gewinnstrecke. Der marktbreite S&P 500 gab um 1,5 Prozent auf 7.316,15 Punkte nach.

Im Technologiebereich ging die jüngste Talfahrt weiter. Ein kurzer Versuch des Aufbäumens scheiterte im Handelsverlauf. Der NASDAQ 100 sackte am Ende um 2,06 Prozent auf 27.192,31 Punkte ab auf das niedrigste Niveau seit Ende April. Er dehnte seine Verlustserie auf den sechsten Tag aus.

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Die Nervosität der Anleger trieb die Aktien von KI-Profiteuren am Ende wieder klar in die Verlustzone. Allen voran galt dies für die seit einiger Zeit schon abgestraften Chipwerte, wie der Kurs von Micron (Micron Technology) mit einem letztlich zehnprozentigen Abschlag zeigt. Auch der Kurs von NVIDIA büßte 3,6 Prozent ein. Zur Sektorschwäche trugen mit NXP Semiconductor (NXP Semiconductors) und dem Chipausrüster KLA auch die Zahlen zweier Branchenunternehmen bei.

Die Abneigung für Aktien mit KI-Bezug hatte auch ihre Auswirkungen auf Caterpillar. Die jüngste Talfahrt bei dem Baumaschinenhersteller ging wegen Sorgen um das Geschäft mit Stromaggregaten für Rechenzentren um fast sieben Prozent weiter. Gestreut wurden dies von einem Kommentar des Analysehauses Baird. Der Analyst verwies auf größer werdende Einschränkungen bei deren Bau auf Landes- und Kommunalebene.

Die Ölpreise zogen wieder stark an, weil neue iranische Attacken die jüngste Hoffnung auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch zunichtemachen. US-Präsident Donald Trump kündigte Vergeltung an. Dies hievte zwar die Kurse der großen US-Ölkonzerne wie Chevron und ExxonMobil mit mehr als zwei Prozent ins Plus. Fluggesellschaften hingegen litten darunter.

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Im Standardwerte-Bereich brachten einige Zahlenvorlagen dem Gesamtmarkt keine Entlastung. Papiere des Kreditkartenanbieters Visa entwickelten sich mit einem Anstieg um 0,6 Prozent immerhin besser als der Gesamtmarkt. Die Titel von Procter & Gamble (ProcterGamble) verloren nach enttäuschenden Zahlen und einem verhaltenen Ausblick zwei Prozent.

Ford (Ford Motor) setzte seinen Höhenflug mit einem Anstieg um 2,1 Prozent fort. Der Autobauer hob zur Zahlenvorlage seine Jahresgewinnprognose an.

Ein besonders starkes Plus von 12 Prozent verzeichnete GE Healthcare (GE HealthCare Technologies). Laut dem RBC-Analysten Kendall Au sinken bei dem Gesundheitstechnik-Hersteller mit einem sauberen zweiten Quartal die Risiken für das zweite Halbjahr./tih/he

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