ROUNDUP/Berichte: Iran kämpft gegen Ölverschmutzung im Küstengebiet


HORMUS (dpa-AFX) - Nach Monaten der Gefechte um die Schifffahrt in der Straße von Hormus kämpft der Iran nach eigenen Angaben gegen eine schwere Ölverschmutzung im Meer nahe der Insel Gheschm. Erste Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölteppichs seien eingeleitet, berichtete die iranische Zeitung "Etemad".

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Bereits am Freitag hatte die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass 3,2 Hektar eigene Küste sowie 9 Hektar der Küstengewässer betroffen seien, dort gebe es auch Mangrovenwälder. Vorher hatte es von offiziellen Stellen noch geheißen, die Ölverschmutzung sei bereits eingedämmt.

In dem Irna-Bericht hieß es, man gehe davon aus, dass die Ölverschmutzung vom Meer aus an die Küste getrieben worden sei. Die genaue Ursache sei bisher nicht ausgemacht, hieß es bei "Etemad".

Nach Erkenntnissen der Umweltorganisation Greenpeace wird seit Montag an weiten Abschnitten im Süden der Insel Gheschm Öl angespült. Dort seien Nistplätze von Meeresschildkröten und wichtige Fischgründe. Während iranische Behörden die Küste wohl säuberten, zeigten Satellitenbilder vom Donnerstag weitere Ölverschmutzungen in der Straße von Hormus, wie Greenpeace mitteilte: einen rund 500 Quadratkilometer großen Ölteppich sowie zwei kleinere von rund 100 sowie 20 Quadratkilometer Fläche.

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Um faktisch die Schifffahrt durch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus zu blockieren, hatten Streitkräfte der Islamischen Republik seit Ausbruch des Iran-Kriegs viele Frachter attackiert. Die USA reagierten mit einer Seeblockade für iranische Schiffe und feuerten ebenfalls mehrfach, um diese manövrierunfähig zu machen.

Tanker auf Grund gelaufen

Auch an der Küste Omans breitet sich ein Ölteppich aus. Dort war der Tanker "Caroline Bezengi" auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht. Er droht nach Experteneinschätzung auseinanderzubrechen. Ob die Ölverschmutzung an der iranischen Küste mit der "Caroline Bezengi" in Zusammenhang steht, war zunächst unklar./mar/DP/mis

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