ROUNDUP: Corona-Delle bei Klinikbehandlungen wegen schwerer Krankheiten


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BERLIN (dpa-AFX) - Zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland haben sich weniger Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten als Notfall ins Krankenhaus einweisen lassen. Bei der Krankenkasse DAK-Gesundheit kamen im Lockdown-Monat März 25 Prozent weniger Menschen mit einem Herzinfarkt in eine Klinik als im Jahr zuvor, wie eine Auswertung der Kasse mit 5,6 Millionen Versicherten zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

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Einen solchen Rückgang bei Klinikeinweisungen gab es auch bei Schlaganfällen und psychischen Erkrankungen. Seit Juni pendelten sich die Zahlen wieder auf Normalmaß ein. Im Juni lagen die Einweisungen zum Teil sogar leicht über Vorjahresniveau.

Eine Sprecherin der DAK-Gesundheit sagte, wohl aus Angst vor einer Corona-Infektion seien viele Menschen im Frühjahr trotz lebensbedrohlicher Erkrankungen nicht ins Krankenhaus gegangen. Ein vermuteter Nachholeffekt ist allerdings nicht erkennbar, so die Kasse.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sprach von einer "regelrechten Corona-Delle bei den Aufnahmen im Frühjahr". So wurden im März 26,6 Prozent weniger Patienten mit einem Herzinfarkt aufgenommen als im Vergleich zum Vorjahr. Im April waren es 22,2 Prozent weniger, im Mai 13,8 Prozent. Im Juni lagen die Herzinfarkt-Einweisungen dann sogar leicht über dem Niveau des Vorjahres (plus 4 Prozent), wobei die Zahlen im Juli wieder leicht zurückgingen.

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Bei Krankheiten wie beispielsweise Schlaganfall oder Hirnblutungen gab es im März einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 12,7 Prozent, im April sogar von 20,2 Prozent. Im Mai normalisierten sich die Einweisungen, lagen aber immer noch bei minus 9,6 Prozent, im Juni bei plus 2,6 Prozent und im Juli bei minus 6,7 Prozent.

Die Klinik-Aufnahmen wegen psychischer Erkrankungen, wie Depressionen, Schizophrenie und Alkoholmissbrauch, gingen im März um 14,8 Prozent zurück. Im April waren es sogar 23,1 Prozent, im Mai noch 16,4 Prozent. Auch hier normalisierte sich die Versorgung im Juni./bw/DP/zb

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