ROUNDUP: Fünfmal so viele Tiere von Wölfen gerissen wie 2015


BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der von Wölfen gerissenen Tiere hat sich seit 2015 verfünffacht. Das teilte das Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) basierend auf Daten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) mit. Demnach wurden im vergangenen Jahr 3.783 Tiere gerissen, im Jahr 2015 waren es noch 737. Überwiegend fielen Schafe (3.167) den Wölfen zum Opfer, außerdem unter anderem Gehegewild (303), Rinder (166) und Ziegen (110). Betroffen waren aber auch zum Beispiel Pferde und Alpakas (37).

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Am meisten Nutztierrisse gab es mit 970 im vergangenen Jahr in Niedersachsen - dort sind laut BZL auch die meisten Wölfe in Deutschland ansässig. Vor zehn Jahren waren es dort 237 Nutztierrisse durch Wölfe gewesen.

Aber: Weniger Wolfsübergriffe als 2024

Allerdings ging die Zahl der Wolfsübergriffe auf Nutztiere 2025 im Vergleich zu 2024 deutschlandweit um 11 Prozent zurück - die Zahl der geschädigten Nutztiere gar um 13 Prozent, wie im "Bericht zu Prävention und Nutztierschäden" des DBBW nachzulesen ist. Damit habe das Schadensniveau unter jenem des Jahres 2022 gelegen. Die Entwicklung der Schadenszahlen in den Bundesländern sei dabei sehr unterschiedlich - und könne auch regional innerhalb eines Bundeslandes variieren.

Denn: "Während es in vielen Wolfsterritorien nur wenige oder keine Übergriffe gibt, kann es in anderen Gebieten zu einer deutlichen Häufung von Übergriffen kommen (sogenannte Schadens-Hotspots)". Zudem geben die Zahlen keine Information darüber, wie gut oder schlecht die Tiere zum Zeitpunkt des Wolfsangriffs geschützt waren./eub/DP/mis

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