ROUNDUP: Hunderte ukrainische Drohnen - russische Raffinerie als Ziel


MOSKAU (dpa-AFX) - Das russische Militär hat erneut über einen großflächigen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht berichtet. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands, einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen großen Angriff. Die russische Militärstatistik lässt aber - anders als die ukrainische Zählung - keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu.

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Angriffe auf Ölanlagen

Ein Angriff zielte nach übereinstimmenden Angaben auf das Gebiet Jaroslawl an der Wolga nordöstlich von Moskau. Gouverneur Michail Jewrajew teilte mit, Drohnentrümmer hätten einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Dem ukrainischen Generalstab zufolge wurde die Pumpstation einer Ölpipeline im Ort Semibratowo beschädigt. Dieser Ort liegt an der Fernstraße von Jaroslawl nach Moskau.

Außerdem sei die Raffinerie von Kstowo im Gebiet Nischni Nowgorod angegriffen worden. Dort sei ein Brand beobachtet worden. Zu diesem angeblichen Angriff gab es von russischer Seite keine Informationen.

Die ukrainische Armee beschießt seit Monaten systematisch Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie. So soll die Treibstoffversorgung der russischen Armee gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern. In der Nacht auf Sonntag hatte ein massiver ukrainischer Drohnenangriff erstmals Schäden in Moskauer Vorstädten angerichtet.

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Drei Verletzte in Charkiw

Die ukrainische Luftwaffe meldete morgens, Russland habe über Nacht mit 209 Drohnen verschiedener Typen angegriffen. Davon seien 180 abgefangen worden. Einschläge gab es unter anderem in Charkiw, wo nach Angaben ziviler Behörden drei Menschen verletzt wurden. Ein weiteres Ziel war demnach der Donauhafen Ismajil. Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg./fko/DP/stw

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