ROUNDUP: Massiver russischer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen


KIEW (dpa-AFX) - Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht auf der Plattform Telegram zudem ausdrücklich vor einem möglichen russischen Angriff mit der besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik.

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Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von mehreren getroffenen Gebäuden, darunter auch Hochhäuser und eine Schule. Es gebe neun Verletzte, von denen fünf in Krankenhäuser gebracht worden seien, schrieb er in den frühen Morgenstunden. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben.

Das Portal "The Kyiv Independent" sprach von "einer Reihe von Explosionen" in der Hauptstadt. Zunächst unbestätigten Berichten zufolge soll Russland bei dem Angriff auch Hyperschallraketen und Marschflugkörper eingesetzt haben. Das Portal "Times of Ukraine" berichtete auf Telegram von zahlreichen Bränden in der Stadt, darunter auch einer in der Nähe des Regierungsviertels.

Auch andere Landesteile der Ukraine wurden angegriffen. Das gesamte Ausmaß der russischen Angriffswelle und deren Folgen waren in der Nacht nicht sofort absehbar.

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Luftabwehr in Polen aktiviert

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.

Selenskyjs Warnung vor Oreschnik-Angriff

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstagabend gewarnt, es sei mit einem Oreschnik-Angriff zu rechnen. Auch Kiew sei in Gefahr, sagte er unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse. Er warnte vor einem möglichen kombinierten russischen Angriff mit verschiedenen Waffentypen und forderte die Bürger auf, bei Luftalarm die Schutzbunker aufzusuchen.

Ob Russland bei dem neuen Angriff auf Kiew in der Nacht tatsächlich auch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete einsetzte, blieb zunächst unklar.

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Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt - einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine./jbz/DP/zb

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