ROUNDUP: Stabilus verdient operativ mehr als erwartet - Aktie legt zu


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KOBLENZ (dpa-AFX) - Bei dem Auto- und Industriezulieferer Stabilus (Stabilus SE) lief es im zweiten Geschäftsquartal im Tagesgeschäft überraschend gut. Der operative Gewinn ging vorläufigen Zahlen zufolge im Vergleich zum Vorjahr zwar zurück, fiel aber um zehn Prozent besser aus als am Markt erwartet, teilte der im SDAX notierte Konzern überraschend bereits am Mittwochabend in Koblenz mit. Zugleich baute sich vor allem gegen Ende des Quartals viel Betriebskapital auf, was den freien Barmittelfluss erheblich ausdünnte. Die Jahresziele bestätigte der Vorstand. Bei den Anlegern kam das gut an.

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Für die Aktie ging es im Handel am Donnerstag zuletzt um fünf Prozent nach oben, damit lag der Wert an der SDax-Spitze. Seit Jahresbeginn hat sie jedoch gut 13 Prozent an Wert verloren, in den vergangenen zwölf Monaten sogar fast 23 Prozent.

Für Jose M Asumendi von der US-Bank JPMorgan hat ein starker März die übertroffenen Erwartungen möglich gemacht. Dies ändere aber nichts daran, dass der Quartalsumsatz immer noch rückläufig sei. Es gebe damit keine klaren Anzeichen einer Trendwende.

Der Umsatz sank in den drei Monaten bis Ende März den vorläufigen Zahlen zufolge gegenüber dem Vorjahr um fast 10 Prozent auf rund 305 Millionen Euro. Ähnlich stark verschlechtert sich auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf gut 34 Millionen Euro. Der freie Barmittelzufluss brach von rund 18 auf gut 4 Millionen Euro ein, was Stabilus auf den Aufbau von Forderungen aufgrund einer hohen Umsatzdynamik zurückführt. Dies soll sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres durch entsprechende Zahlungseingänge normalisieren.

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Stabilus leidet schon länger unter einer schwächeren Nachfrage der großen Autobauer. Viele der Hersteller haben mit einem starken Absatzrückgang zu kämpfen - auch wegen einer schwachen Nachfrage auf dem wichtigen chinesischen Markt. Zudem macht den Automobilkonzernen die Zollpolitik der USA schwer zu schaffen.

Um wieder wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Stabilus im September ein Sparprogramm gestartet. Damit sollen die Organisation gestrafft, die Personal- und Betriebskosten gesenkt und die Standorte optimiert werden. Das Unternehmen will 450 Stellen weltweit abbauen, überwiegend in der europäischen Region (EMEA) und in Amerika.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) peilt der Vorstand um Konzernchef Michael Büchsner weiterhin einen Umsatz von 1,1 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro an und rechnet damit bestenfalls mit einem Erlös auf Vorjahreshöhe. Die Marge basierend auf dem um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (Ebit-Marge) soll zwischen 10 und 12 Prozent liegen. Zudem erwartet das Management einen bereinigten freien Barmittelfluss von 80 Millionen bis 110 Millionen Euro.

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Die endgültigen Zahlen für das zweite Geschäftsquartal will Stabilus am 4. Mai vorstellen./err/lew/stk

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Datum Rating Analyst
04.08.26 Stabilus SE Buy Warburg Research
04.08.26 Stabilus SE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
03.08.26 Stabilus SE Overweight JP Morgan Chase & Co.
03.08.26 Stabilus SE Outperform Bernstein Research
30.07.26 Stabilus SE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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